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100 Jahre Hungerkamp

von | Jan 3, 2022 | Coverstory

ZweiBlicke hinter die Kulissen einer Bocholter Institution

Fotos: Kirsten Buß und Hungerkamp & Text: Roland Buß

Dienstag, 14.12.2021, 11:00 Uhr
Erste Etage der Aloys Hungerkamp GmbH & Co. KG, Westend 2 in Bocholt 

Kirsten baut die LED’s für das anstehende Fotoshooting auf, während ich den Raum auf mich wirken lasse. Das also ist das
Oldschool-Büro mit Wohnzimmerflair vom Senior Dr. Georg Hungerkamp – wie es meine Frau bezeichnet. Ich lasse mich mit meinem Schreibgedöns in einer grünfarbenen Samt-Lounge nieder.

Petra Hungerkamp, die Geschäftsführerin – eine von Kirstens treuesten PAN-Kundinnen – kenne ich seit mehr als 10 Jahren. Jetzt bin ich gespannt darauf, ihren Dad kennenzulernen, ihm mit einem etwas anderen Interview auf den Zahn fühlen zu dürfen. Business-unplugged –  wie wir das nennen. Die Balance zu finden, zwischen einer seriös angemessenen 100-Jahre-Hungerkamp-Story und Einblicken, die ahnen lassen, wie die beiden Protagonisten dieser Bocholter Institution wirklich ticken. 

Ich rastere die Details des Raumes. Im linken Bereich des Schreibtisches läuft etwas auf dem Monitor. Was schaut ein Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande morgens im Büro? Welche Geschichte verbirgt sich hinter den drei Modellschiffen, die vor mir auf dem Couchtisch stehen?

Tochter und Vater betreten den Raum. Ein stattlicher Kerl, mit einem sympathischen Lächeln – der mir da die Hand entgegenstreckt. 

Hallo Herr Buß, schön Sie kennenzulernen.
Hallo Herr Hungerkamp oder lieber Herr Dr. Hungerkamp?

87 Mannjahre lassen sich auf der rechten Seite der Lounge nieder. Hellwache Augen blicken mir entgegen. 

Den Doktor können Sie gerne weglassen.

Mach ich – aber erst wenn Sie auflösen. Auf Ihrem LinkedIn-Profil steht, dass Sie an der Leopold-Franzens Universität in Innsbruck studiert haben – was genau?
Volks- und Betriebswirtschaft. Wo steht das?
Auf LinkedIn

Es folgt eine angeregte Diskussion darüber, wer dieses Profil auf der Business-Plattform LinkedIn angelegt haben könnte. Ich war davon ausgegangen, dass Petra diese digitale Visitenkarte für ihren Vater eingerichtet hatte. Petra löst auf: 

So ist das immer. Er probiert alles aus und klickt überall rum und hinterher heißt es immer „Ich war es nicht.“ 

Ein erster Hinweis auf einen wachen Geist, der auch der Technik nicht abgeneigt ist. Genährt wird diese Annahme durch einige WhatsApp-Nachrichten, die während unseres Interviews bei ihm eintrudelten. 

Für’s Protokoll … für was bekommt man das Bundesverdienstkreuz am Bande – speziell Sie? 
Ich habe es 1992 verliehen bekommen, seinerzeit von Richard von Weizsäcker – für mein nationales und internationales Engagement im Bereich der Verbandsarbeit. 

Ich merke, dass mein Gegenüber kein großes Bohei um diese Auszeichnung wünscht. Trotzdem ist mir das zu abstrakt. Auch im Sinne des Informationsbedürfnisses unserer Leserinnen und Leser hake ich nach. Petra reicht mir eine Vita ihres Vaters, aus der eine Fülle von Funktionen und Auszeichnungen hervorgehen. Dort steht: Mitglied des Regionalrates der IHK Münster, Mitglied im Vorstandsrat des Bundesverbandes Deutscher Stahlhandel (BDS), Träger der Goldenen Ehrennadel der Europa-Union, Präsident des Fachverbandes des Deutschen Eisenwaren- und Hausrathandels, Präsident der IHA – der Internationalen Vereinigung der Eisenwaren- und Hausrathändlerverbände. Das erklärt im Nachgang die vielen Begegnungen und die Netzwerker-Qualität des Seniors. 

Sagen Sie, was läuft da gerade auf dem Monitor? 
„Unsere Geschichte“ auf WDR. Echt spannend …

Offensichtlich nicht für Kirsten, die zunächst einmal ihre Neugierde auf die drei Schiffsmodelle befriedigt wissen will.
Das sind Erinnerungen an meine Hurtigrouten-Reisen nach Skandinavien. Diese unvergessenen Momente, wenn man die Polar-Lichter sieht …. 

Angesichts des mir drohenden Unheils
grätsche ich dazwischen. Ich kläre meinen Gesprächspartner darüber auf, dass meine Frau in den zurückliegenden zehn Jahren sanft-penetrant dafür gesorgt hat, vorrangig ihre Urlaubsziele durchzusetzen. Jetzt wäre es an der Zeit, meine Wunschliste abzuarbeiten. Polarlichter würden dort ziemlich weit hinten stehen. 

Warum? … wollte mein Gegenüber wissen.
Weil ich, als Sternzeichen Fisch / Aszendent Dorade, es sehr gut in mediterraneren Gegenden aushalten kann – ich hab es halt gerne warm. 

Lieber Herr Buß, das können Sie doch haben. Stellen sie sich vor, Sie sitzen in der Sauna eines solchen Schiffes mit Blick auf den Fjord, in den Sie gerade einfahren und dann dieses Lichterspiel ….
Lieber Herr Hungerkamp …. wir waren ja gerade kurz bei dem Thema Geschichte …. sagt Ihnen die Dolchstoßlegende etwas? 

Schallendes Gelächter füllt den Raum. Der Schalk scheint diesem Mann im Nacken zu sitzen. Der Humor-Level stimmt … ich fühle mich unweigerlich an Loriots Badewannen-Story mit Herr Müller Lüdenscheid erinnert. Zeit zum augenkneifenden Gegenschlag auszuholen: 

Ich reagiere übrigens nicht allergisch auf frischen Kaffee – falls das irgendjemanden interessieren sollte …
Der dezente Hinweis auf mein Schlafdefizit aus der letzten Nacht wird lachend quittiert. Koffein-gestärkt geht es in die Fakten: 

Schiffsmodelle Hurtigrouten-Reisen

Herr Hungerkamp, Ihr Baujahr?
Ich bin am 22. Februar 1934 in Bocholt geboren.

Also auch ein Fisch…
Jawohl.

Da es sich gerade anbietet … was ist Ihr  absolutes Leibgericht?
Wen sollte das interessieren?

Mich … und sicherlich die Leserinnen und Leser des PAN. Die wollen schon wissen, was der Mit-Gründungsvater des führenden Haushaltswaren-Geschäftes in der
Region so auf die Gabel bekommt.
Wenn Sie meinen … es gibt schon Dinge, die ich toll finde. Ich esse zum Beispiel unheimlich gerne Esskastanien. Die mache ich mir zu deren Saison fast jeden Abend – auf meinem kleinen Maroni-Ofen. Leberkäse finde ich auch klasse – es muss nicht immer etwas Dolles sein. Und beim Italiener komme ich selten daran vorbei, mir Spaghetti Aglio e Olio zu bestellen …. Gerne mit Trüffeln – ergänzt Petra.
Das müssen Sie aber nicht schreiben, das klingt so abgehoben.

Lieber Herr Hungerkamp, als bekennender Trüffel-Freak kann ich diese Passion sehr gut nachvollziehen. Das ist ähnlich wie bei Gänseleber-Pastete. Wenn man davon einmal gekostet hat, kommt man schwer wieder davon los. Warum auch?
Da sagen Sie was. Also … wenn ich Ihre Frage nach dem absoluten Leibgericht ehrlich beantworten sollte …

Unbedingt …
Bei einer Scheibe Foie Gras schlägt mein kulinarisches Herz schon recht hoch, damit kann man mir eine richtige Freude machen. 

Nicht unbedingt einfach, dem Ältesten im Raum dieses Geständnis abzuringen. Weiter geht es mit den Geheimnissen. Ein mentaler Schwenk zu Petra … Ist es eigentlich immer noch verpönt, Frauen nach ihrem Alter zu fragen? Ich sollte mal öfter den Knigge  studieren, statt Krimis und Kochgeschichten. Machen wir es galanter …

Herr Hungerkamp, wie alt waren Sie, als Petra geboren wurde?
29

Liebe Petra, wir stammen beide aus einem grandiosen Jahrgang – zumindest Portwein-technisch gesehen.
Fettnapf umsegelt und trotzdem ans Ziel gekommen (;-))))

Was macht das Zusammenspiel mit Deinem Vater aus?
Unsere Beziehung ist eher freundschaftlich, als väterlich. Er hat mir schon recht früh Frei-räume eingeräumt. Ich bekam ein Umfeld, wo ich mich erproben und wachsen konnte. Mein Vater hat die Gabe echt loszulassen. Und deshalb ist es heute noch so, dass wir ganz viel gemeinsam besprechen, ich seinen Rat suche – wohl wissend, dass er mir nicht reinredet, wenn ich eine Entscheidung treffe. 

Was ist Dein kulinarischer Favorit?
Ich liebe Wild … gerne ein schönes Reh-Ragout mit Spätzle, Rotkohl, Preiselbeeren und einem schönen Glas Rotwein. 

Herr Hungerkamp, welchen Wein trinken Sie gerne?
Aufgrund meiner Verbundenheit zu Österreich habe ich ein Faible für Grünen Veltliner. Ansonsten darf es auch schon mal ein guter Bordeaux sein – den hat mir mein Arzt verordnet. 

Ich bin zwar mit meinem Hausarzt sehr zufrieden, aber bislang bekomme ich meinen Wein noch nicht auf Rezept.
Unserer aller Interviewstimmung lässt ahnen, dass es im Jubiläumsjahr 2022 noch Gelegenheiten geben könnte, unsere  Gespräche bei einem passenden Tropfen zu vertiefen.
Apropos Jubiläumsjahr … 

Wir würden jetzt gerne in die Hungerkamp-Historie abtauchen.
Die Beiden sind entsprechend vorbereitet, auf dem Schreibtisch von Herrn Hungerkamp liegt ein Stapel alter Schwarz-Weiß-Fotos, den wir gemeinsam sichten. Auf einem Bild erspäht Kirsten ein bekannt-markantes Gesicht – Placido Domingo – in jüngeren Jahren. 

Es folgen unaufgeregt-sympathische Erzählungen von Vater und Tochter von ihren  Begegnungen mit interessanten Menschen. Beide scheinen hervorragend vernetzt zu sein. 

Ein Foto sticht heraus, das hängt ja nicht ohne Grund hinter Ihnen …
Richtig, das ist mein Vater Aloys Hungerkamp. Der ist im Jahre 1900 geboren. 1922 hat er sich selbstständig gemacht und auf der Ostmauer in Bocholt das Unternehmen Hungerkamp gegründet. Gerne erzählte er die Geschichte von seinem damaligen Lehrmeister, der sagte: „Ach kleinen Hungerkamp. Dat güff doch nix mit dei und dinn Geschäft.“ Mein Vater ist damals mit einem Leiterwagen losgezogen und hat Schmieden und Schlossereien im westlichen Münsterland mit Werkzeugen beliefert. Daneben hat er das Geschäft hier vor Ort ausgebaut. 

Unter den Fotos befindet sich eine Anzeige aus dem BBV von 1929 mit einem sogenannten Dauerbrandherd aus dem Hause Hungerkamp – dem Fachgeschäft für Herde und Öfen. 

Zwei Relikte aus dieser Zeit stehen heute noch bei uns unten in der Ausstellung. 1936 erfolgte dann der Umzug an den heutigen Standort. Im Krieg wurde alles, was mein Vater bis dahin aufgebaut hatte, zerstört. 

Wann sind Sie ins Unternehmen eingestiegen? 
Das war im Jahre 1958, acht Jahre nach dem Wiederaufbau unseres Standortes. Wir gehörten damals zu den sogenannten Vollsortimentlern. Bei uns gab es Werkzeuge, Eisenwaren, Badewannen, Herde & Öfen und Haushaltswaren im bürgerlichen Sinne.

Breit aufgestellt, wie man heute sagen würde.
Stimmt. Das war damals auch richtig. Anfang der 70’er wurde mir allerdings klar, dass wir uns spezialisieren müssen, um nicht zweiter Sieger zu werden. Das war die Zeit, als der erste Coop-Baumarkt in Bocholt eröffnete. Ich kannte Manfred Maus, den Gründer von Obi, durch meine Verbandstätigkeit persönlich. Wir haben die Köpfe zusammengesteckt und es gab erste Überlegungen für einen gemeinsamem Baumarkt in Bocholt. Damals hätten wir das per Handschlag besiegelt, wie so vieles zu jener Zeit. 

Letztendlich entschieden mein Vater und ich uns für einen Umbau und eine Bereinigung unseres Sortiments. Wir haben alles ausverkauft, was nicht Haushaltswaren waren, um uns darauf zu konzentrieren. Als Newcomer in der Porzellanerie hatten wir keine Chance, direkt an Rosenthal-Porzellan zu kommen. Das war unser Motiv im Jahre 1978 die Firma Porzellan Nientimp in Bocholt aufzukaufen und deren Markenwelten in unser Sortiment zu integrieren. Den damaligen Standort haben wir seit mittlerweile vermietet. Wir wollten die absoluten Top-Marken im Bereich der Haushaltswaren in unserem Haus gebündelt anbieten. 

Diesen Anspruch hat Petra perfekt auf unser heutiges Produkt-Niveau getrieben. 

Petra, wann bist Du hier eingestiegen? 
Im Jahr 2000 – passend zum Millennium. Die Liebe hatte mich nach Mülheim verschlagen. Mein Partner führte ein Unternehmen an mehreren Standorten, was mit dem Fokus auf Wohnkultur viele Parallelen zum Unternehmen meines Vaters aufwies. Ich habe dort viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln dürfen. Nach dem Tod meines Partners war es an der Zeit, nach Hause zu kommen und die Geschäftsführung der Firma Hungerkamp zu übernehmen. Ich war damals 37 Jahre alt und mit genug Elan ausgestattet, das Unternehmen meines Vaters aus dem Winterschlaf zu erwecken, es den Veränderungen des Marktes anzupassen.  Der Antritt damals war, das „Bürgerliche Geschäft für Haushaltswaren“ zu einem führenden Fachgeschäft für gehobenen Hausrat und Gourmet-Bedarf zu wandeln. 

Heute würden wir das etwas moderater beschreiben. Auch vor dem Hintergrund, dass sich der Markt wieder verändert hat … und unser Kundenklientel eine größere Bandbreite umfasst. Wir haben sehr viele junge Kunden. Kochen, Genießen ist extrem hipp geworden, bei jungen Leuten. Es ist auch wieder en Vogue, dass junge Brautpaare ihre Geschenke-Listen bei uns auslegen. Warum sollte man eine anständige Aussteuer dem Zufall überlassen?

Hinzukommt eine gewisse, möglicherweise Corona-bedingte Online-Müdigkeit. Die Menschen wissen es wieder wertzuschätzen durch Geschäfte zu flanieren, die  Produkte in die Hand zu nehmen und sich beraten zu lassen. 

… passend zu eurem Claim „Cook doch mal bei Hungerkamp.“
Stimmt, das war ein Geistesblitz anlässlich unserer Wiedereröffnung nach dem Großbrand im Jahre 2004 und unserer Fokussierung auf Kochen, Essen, Genießen und Schenken. Wir fühlen uns immer noch sehr wohl mit diesem Slogan. 

Ihr seid quasi ein Mekka für genussaffine Zeitgenossinnen und -genossen, mit einer extrem hohen Dichte an Top-Marken?
So könnte man das umschreiben. 

Ich weiß wovon ich spreche und schreibe.
Viele der Hungerkamp’schen Marken und Produkte bereichern unseren Haushalt. Trotzdem entdecke ich immer wieder Neues in dem weitläufigen Laden, was meine Genuss-Seele inspiriert und nährt. Details folgen. 

Wohin müsste ich fahren, um eine solche konzentrierte Marken-Vielfalt anzutreffen? 
Nach Düsseldorf oder Münster … 
… zum Beispiel. 

Woher kommen Eure Kunden? 
Aus dem nahen Umfeld, dem gesamten westlichen Münsterland, dem Niederrhein und natürlich aus unserem Nachbarland.  

Ich weiß von Kirsten, dass Dir das Netzwerken ähnlich im Blut ist, wie Deinem Vater. Du kennst viele der prominenten Köche persönlich. Rufe mir doch bitte ein paar Namen zu… 
Wo fange ich an? Frank Buchholz, Mario Kotaksa, Cornelia Poletto, Ralf Zacherl, Horst Lichter, Alfons Schubeck, Johan Lafer, Tim Mälzer, Björn Freitag …. 

Einige von denen haben dem „Cook doch mal bei Hungerkamp“ am Herd die Ehre gegeben…
Ja, Johann Lafer zu unserem 90. Jubiläum, Björn Freitag zum 95sten. Ralf Zacherl war auch hier, der hat sich prächtig und weinselig mit meinem Vater verstanden. 

1922 – Gründungsjahr

1950 – Neuaufbau

1970 – Umbau

Ist es unredlich zu fragen, ob es darunter einen Lieblingsmenschen gibt? 
Ja, aber trotzdem wird meine Antwort redlich sein. Johann Lafer ist ein Duzfreund von mir, wir kennen uns schon über 30 Jahre. 

Gibt es Pläne für Euer Jubiläumsjahr 2022? Wer wird Euch besuchen? 
Es ist ja nicht ganz einfach, in diesen
Zeiten Veranstaltungen zu planen. Wir sind auf jeden Fall wild entschlossen, unsere 100 Jahre gebührend mit unseren Kunden zu feiern. Exakt zum Jahrestag, Sonntag 22. Mai 2022, werden Martina & Moritz aus dem gleichnamigen WDR-Format unsere Kochbühne erklimmen. 

Das finde ich toll … die Beiden haben es echt drauf. Kannst Du mit denen ein Exklusiv-Interview am Herd absprechen?
Warum nicht… 

Die Mimik des Seniors lässt erahnen, dass ihn die Vorfreude auf das Jubiläumsjahr fröhlich stimmt. Er überrascht mich mit seinem Hintergrundwissen zu meiner Wein-Affinität.
Ich überrasche ihn mit einigen Stories und am iPad gezeigten Impressionen, zu großen Koch-Events. Das Gesehene beflügelt seine Phantasie: 

Dann müssen Sie doch auch auf die Bühne Herr Buß.
Wenn ich zum Gelingen Ihrer Veranstaltungsserie beitragen kann, tue ich das gerne. Allerdings habe ich drei Bedingungen: 

1. Nur wenn Sie mit auf die Bühne kommen und wir amüsante Stories über Wein & Genuss mit den Gästen teilen. 

2. Wir gemeinsam ein Coq au Vin kreieren, in der schwarzen Serie von Le Creuset. 

3. … dass wir dabei einen guten Tropfen trinken. 

Der Senior reicht mir seine Hand – wir haben einen Deal. Umsetzung: in der zweiten Jahreshälfte 2022 … so die Geschäftsführerin. 

Wir nähern uns dem Ende. Neben Ihrer Marken-Dichte, was sollten die Kundinnen und Kunden, die Hungerkamp (noch) nicht kennen, über Sie wissen – Herr Hungerkamp? 
Dass wir total glücklich über unseren Standort hier in Bocholt sind. Sowohl mit der Stadt und deren Menschen an sich, als auch über unser Umfeld – auch über die Parkplatz-Situation. Es ist schon von Vorteil, wenn man die Utensilien bei uns haptisch erleben, sie in die Hand nehmen kann. Und wenn sie gefallen, das Auto zum Beladen nur wenige Meter entfernt steht. 

Ich teile spontan eine kleine Story aus dem Jahr 2018. Damals war ich mit unserem Landrover und unserer Fellnase Paula im Périgord in Frankreich auf Genuss-Tour unterwegs. Das kleine Städtchen Le Bugue war ein wichtiger Teil meiner Roadmap. Dort lebt Martin Walker, einer meiner Lieblingsschriftsteller, wenn es um das Verquicken von Verbrechen & Genuss geht. Ich hatte recherchiert, dass man ihn bisweilen auf dem heimischen Markt am Samstag antrifft – so auch an diesem 21. April 2018.  Doch entgegen meiner Erwartungen nicht bei Wein und Käse, sondern wie ein Muli einen Karton mit einer großen Küchenmaschine schulternd, im Schlepptau seiner rothaarigen Gattin.  Die Gelegenheit beim Schopfe packend fragte ich ihn nach den besten Adressen für Gänseleber-Pastete (eine weitere Leidenschaft, die wir teilen lieber Herr Hungerkamp).  Seine Augen sprachen die Worte, die sein Außer-Atem-Sein nicht zuließen:
„Armer Irrer, wie kannst du mich jetzt so etwas fragen. Ich bin froh, wenn ich diese Schlepperei überlebe.“

Was ist aus deiner Sicht noch wichtig  Petra? Was sollten die Menschen wissen? 
Sie sollten wissen, dass wir ein eingespieltes Team mit langjährigen, erfahrenen Mitarbeiten sind. 

Über uns stand mal geschrieben:
Spätestens, wenn der Kunde Rückfragen hat oder eine Reparatur ansteht, trennt sich dank der kompetenten Mitarbeiter die Großmarkt-Spreu vom Fachhandels-Weizen.

Das trifft es heute mehr denn je. 

Das passt zu einer Mikro-Story, die ich von einem Bücherladen in Dortmund gehört habe: „Unsere Toilette ist für unsere Kunden. Die Kunden von Amazon gehen bitte bei Amazon auf’s Örtchen.“
Eine Story zum Schmunzeln. Auch wir verfügen über einen Online-Shop, wo unsere Kunden an sieben Tagen, rund um die Uhr einkaufen können. Das muss man tun, wenn man mit der Zeit gehen will!

Apropos „mit der Zeit gehen“ … so gemütlich, wie es sich Dein Vater hier gemacht hat, wird er euch hoffentlich noch viele Jahre erhalten bleiben. Gibt es denn Ideen, an wen Du irgendwann den Staffelstab weiterreichen könntest? 
Ja, die gibt es. Das ist auch kein Geheimnis. Meine Tochter Maike bringt mit ihren 33 Jahren und ihrer bisherigen Karriere ideale Voraussetzungen mit, hier einzusteigen. 

Der Senior ergänzt … offensichtlich nicht ohne Stolz … 

Mit unserer Lieke ist schon die fünfte Generation im Spiel … wenn auch gerade erst … sie wird im Januar 2022 ein Jahr alt. Der niederländische Vater hat sich für diesen holländischen Namen eingesetzt.

Was für eine pfiffige Idee – ein Mädchen so zu nennen – in Zeiten, wo das gleichklingende Like derart an Relevanz gewonnen hat. 

… aber gleichsam passend zu dieser Familie, wo ich jetzt auch den Senior kennen- und mögen-lernen durfte. Ich setze ein mentales Like auf Herrn Hungerkamp. 

Jetzt weiß ich auch, warum meine Kirsten die Termine im Hause Hungerkamp so regelmäßig und gerne wahrnimmt. Wir sagen DANKE für 22 Jahre Treue und
verlässliche Zusammenarbeit und wünschen alles erdenklich Gute für das Jubiläumsjahr 2022. 

Ein Gedanke, der mir bei diesen Zeilen kommt, würde ich gerne teilen: Durch dieses regelmäßige Engagement trägt die Firma Hungerkamp dazu bei, dass ihr liebe Leserinnen und Leser, den PAN immer noch kostenlos in den Händen halten könnt. Und … dass die Kultur in dieser Stadt, in dieser Region, eine komprimierte Bühne bekommt, wie sie ansonsten nirgends anzutreffen ist. Beim Schreiben erkenne ich diese Parallelen zur Marken-Bühne im Hause Hungerkamp.

Während Kirsten die beiden Protagonisten zum Cover-Shooting entführt, begebe ich mich ins Erdgeschoss. Unbeirrt von etwaigen Manipulationsversuchen meiner Frau, flaniere ich durch die Ausstellung, um meinen persönlichen Wunschzettel in Form von Handyfotos einzufangen, um sie mit euch zu teilen.

Wunschzettel in Form von Handyfotos

Weingläser mit Sprüchen 

„Nehme ich die Gläser mit den kecken Sprüchen ….“ 

Mundgeblasene Riedel 

„oder doch den mundgeblasenen Pinot-Noir-Kelch von Riedel?“

Mundgeblasene Riedel 

„oder gar den Bordeaux Grand Cru?“

Doppelwandige Cappuccino-Tassen aus Glas 

„Die wären ideal für ein unkompliziertes Kartoffelsüppchen auf der Hand“

Güldenes Besteck

„Die Teile kommen mir bekannt vor…. hatten wir die nicht beim ChristmasBurger im Dezember?“

Robbe & Berkling Besteck 

„Also diese Sphinx-Serie, die hat schon was …“

Wassergläser von Dibbern

„Auch wenn ich selten Wasser zum Essen trinke, aber aus diesen Gläsern könnte es schmecken…“

Hirsch-Keramik von Gmundner

„Standesgemäß für unser Business-Magazin PLATZHIRSCH“

 Tassentalkfreunde

„Wir haben schon jede Menge von diesem Gute-Laune-Geschirr, aber die Zuckerdose und das Milchkännchen müssen her.“

Blaues Asa-Geschirr 

„Die von ASA machen einfach tolle Sachen. Diese Serie wäre toll für asiatische Speisen.“  

Asa-Geschirr mit Oliven, Knoblauch und Schalotten

„Die Teile sind fällig, spätestens zu meinem Geburtstag im Februar.“

 Das Vorführangebot von Kitchen-Aid 

„Wenn mag zwar keine Smoothies … aber die Maschine in Zuckerapfel-rot würde gut zu unserer Kitchen-Aid Küchenmaschine passen.“

Porsche Messer

„Auch wenn Kirsten sagt, ich hätte genug Messer…  ich hätte wohl noch Luft in meinem Sortiment, was diese Serie 301 angeht.“ 

Rösle-Zangen

„Das wäre argumentativ ein mühsamer weg, der Gattin zu erklären, dass ich noch vier brauche, um das Dutzend voll zu machen.“

Microplane Reiben

„Was ich ich mich schon mit stumpfen Reiben aufgerieben haben….“

 Smag Wasserkocher & Toaster

„Brauchen tun wir sie nicht …. aber sie wären schon schön in unserer Küche.“

 Le Creuset Pfanne

„Ich sag Kirsten einfach, die wäre nur für Crêpes Suzette (;-)))) 

 Le Creuset Töpfe – schwarz / rot

„Wer sagt eigentlich, dass man neben der roten Linie nicht auch eine schwarze Topfserie beherbergen darf?“

Le Creuset Schmortopf – rot

„Wie konnte ich bislang ohne diese Form leben?“

Herr van Gelder

Herr van Gelder

Herr Siewers

Herr Siewers

Frau Bollwerk

Frau Bollwerk

Frau Gerritsen

Frau Gerritsen

Frau Spiegelhoff

Frau Spiegelhoff

Frau Jungmann

Frau Jungmann

Herr Koenders

Herr Koenders

EIN

STARKES

TEAM

Aloys Hungerkamp GmbH & Co. KG

Westend 2, 46399 Bocholt

T +49-2871-4141│F +49-2871-4142

info@hungerkamp-bocholt.de│hungerkamp-bocholt.de