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Datum

06. 07. 22 - 23. 12. 22
Ongoing...

Uhrzeit

8:00 - 18:00

Achterhoek und Bocholt machen gemeinsame Sache – Grenzüberschreitendes Kulturarrangement

Grenzbetriebe in Bocholt/NRW und der Region Achterhoek in den Niederlanden, arbeiten immer öfters grenzüberschreitend zusammen. Dieses Jahr im Frühling beschlossen die drei Museen – National Onderduikmuseum, TextilWerk Bocholt und das Grenzlandmuseum in Dinxperlo- sowie das Boutiquehotel de Heerlyckheid in Bredevoort und Rooms & Apartments Gut Heidefeld in Bocholt- grenzüberschreitend gemeinsame Sache zu machen.

„In unseren Gesprächsrunden haben wir dazu ein besonderes Arrangement und sehr schöne Fahrradtouren ausgearbeitet“ erläutert Herlinde ter Maat vom Achterhoek Tourismus, die das Projekt begleitet.

Lars Smit von „De Heerlyckheid “ und Yvonne Loock von Rooms & Apartments Gut Heidefeld sind sich einig: „Uns ist es wichtig, dass Menschen die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte des Grenzbereichs auf beiden Seiten kennenlernen. Schließlich sind wir Nachbarn und das hört nicht an der Grenze auf! Dieses Arrangement bietet die Möglichkeit mit der Geschichte und Kultur beider Seiten vertraut zu werden.“

Der Eigentümer des Gut Heidefeld, Rudolf Ostermann, ist selbst auf niederländischer Seite der Grenze geboren und hatte die erste Klasse in Bredenbroek, NL absolviert. Die Familie wurde nach Deutschland ausgewiesen, da sein Vater Deutscher war. „Ich arbeite seit mehreren Jahren eng mit dem Grenzlandmuseum zusammen, weil mir die Aufarbeitung dieser Geschichte sehr wichtig ist.“ Er und weitere Betroffene erzählten Ihre Geschichte, die anlässlich der Rückbesinnung  auf „70 Jahre Frieden“ im „Onderduikmuseum“ aufgearbeitet wurde.

“Hier im „Onderduikmuseum” (Untertauchmuseum)“ erklärt G. Brethouwer „ist ein authentisches Versteck der Kriegszeit zu sehen. Das Haus, Markt 12, ist im Stil der 1940er-1945er Jahre eingerichtet und Besucher bekommen einen guten Eindruck vom Leben in Kriegszeiten.“

Zudem sind wechselnde spannende Ausstellungen, mit Schwerpunkt Aaltener Horn- und Textilindustrie – keinesfalls „verstaubt“, aber mit Herausforderungen wie dem Escape Room und den interaktiven Multimedia-Touren versehen.

Im Textilmuseum in Bocholt werden die heutige Zeit und die Vergangenheit wieder mit Leben gefüllt. Vom Draht zur Mode wurden hier in der Bocholter Textilindustrie zu Höchstzeiten 10000 Menschen beschäftigt. 1989 entstand das TextilWerk in einem nachgebauten Unternehmen von früher.

Das Museum wurde 2011 um die damalige Spinnerei „Herding“, die bis 1973 noch in Betrieb war, erweitert. Mit ungefähr 600 Webstühlen und 23000 Spulen, gehörte „Herding“ zu einem der größten Betriebe in Bocholt.

Schon die Lage des TextilWerk Bocholt ist sehr attraktiv, Spinnerei und Weberei sind durch den Fluss der Aa voneinander getrennt und durch eine Brücke miteinander verbunden.

Hermann Stenkamp vom TextilWerk hat diesen Tipp: „Aktuell ist die Ausstellung „Bunte Jahre ´60´ zu sehen mit cooler Kleidung aus dieser Zeit. Die Ausstellung läuft noch bis Oktober.

Beim Betreten des Grenzlandmuseums findet sich der Besucher in einem echten Zollamt wieder. Uniformierte Zöllner stehen da, Stempel, Urkunden, ein Schreibtisch mit Zählmaschine und Ordnern runden das Bild ab.

Vorsitzende Marijke Verschoor-Boele erzählt über die Teilnahme an dem grenzüberschreitenden Kulturprojekt: „Wir halten es für wichtig, uns zu verbinden, deutsche und niederländische Geschichte zu kombinieren. Dieses grenzüberschreitende Arrangement ist ein wunderbares Beispiel dafür – eine mehrtägige Reise entlang eines wunderschönen Stücks Grenzgeschichte.“

Alles ist mit dem Fahrrad erreichbar:

„Grundsätzlich organisieren bei Bedarf die Hotels die Miete der Fahrräder, sie haben eine Vorstellung davon, was die Leute möchten und für wie viele Personen das Paket gebucht wurde. Wir sorgen dann dafür, dass die Fahrräder für die Teilnehmer bereitstehen“, sagt Harm Takke.

Harm Takke Tweewielers (Takke Zweiräder) liegt an einem strategisch günstigen Punkt, recht zentral in dem Gebiet, in dem sich die beteiligten drei Museen und die Unterkünfte mit den gastronomischen Einrichtungen befinden.

Wer ein Stück Grenzlandgeschichte erleben möchte, kann sich über dieses Kultur-Arrangement informieren unter: https://gutheidefeld.de/rooms/#arrangement oder https://www.heerlyckheid.com/arrangementen/

Das Arrangement kann vom Juli bis 23. Dezember 2022 gebucht werden, ein Fahrradverleih kann organisiert werden.

Sie kreierten ein attraktives Angebot, wo bei Buchung von zwei Übernachtungen kombiniert in den beiden Unterkünften, jeweils ein Besuch der drei Museen inbegriffen ist.

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