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Geteilte Gedanken

von | Mrz 2, 2022 | Aktuelles, Kolumne

Die Kulturseiten des PAN oder warum es bisweilen erquickender sein könnte,
Kartoffelköppe zu malen PART II

Text: Roland Buß & Foto: Kirsten Buß

Weiter geht’s mit den Gedanken – andockend an die „geteilten Gedanken“ aus dem letzten Februar-PAN. In der Ausgabe haben wir für Klarheit gesorgt, dass es tatsächlich DER PAN heißt. Zeitgemäß wäre es möglicherweise angezeigt, hier eine geschlechtsneutrale Anrede zu implementieren? Aber, großes ABER! Wir wollen uns nicht den Zorn der Götter zuziehen. Es war nun mal der Hirtengott PAN, der als Namens-Patron für dieses Magazin hergehalten hat und nicht Athene – die Göttin der Weisheit; Schirmherrin von Kunst und Wissenschaft; Schützerin der kämpfenden Helden; Tochter des Zeus. 

 

Beim Deep-Dive zu den Wurzeln unseres KULTURmagazin’s PAN und den Kartoffelköppen ist der Entschluss zu einer Exkursion erwachsen. Wir halten euch gerne auf dem Laufenden, was unser Motiv ist, die Städte Schwetzingen, Baden-Baden und Heidelberg aufzusuchen und welche Erkenntnisse wir dort gewinnen werden. 

Apropos Tieftauchgang: Wusstet ihr, dass auch der Schriftsteller J.M. Barrie sich bei seiner literarischen Hauptfigur PETER PAN, an eben jenem Hirtengott PAN angelehnt hat? Mal schauen, ob und welche Parallelen sich zu unserem Magazin auftun?

Manchmal ist es klug, nicht nur nach vorne zu denken und zu schreiben. Beim Blick auf zurückliegend Gesagtem und Geschriebenem hat unser Engagement für dieses KulturGut PAN neue Flügel verliehen bekommen. Diesen bekannten Effekt muss man nicht alleinig einem nach Gummibärchen schmeckenden Energy-Drink überlassen. Manchmal sind es Worte von Kultur-Verantwortlichen wie diese, die uns Auftrieb verleihen: Die Region ohne PAN wäre wie: Perlentauchen ohne Taucherbrille, wie: Toskana ohne Zypressen, wie: Sprechen ohne Stimme. 

Es wäre nur suboptimal klug, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Unsere Gedanken kreisen derzeit darum, wie wir mit dem analogitalen KulturGut PAN die Vielfalt des Kulturbegriffes abbilden. 

Was fällt alles unter den Begriff Kultur?

Die UNESCO definiert Kultur als die „Gesamtheit der unverwechselbaren geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Eigenschaften, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen.“ Wenn wir den Philosophen Richard David Precht fragen würden, würde es wahrscheinlich geschmeidiger, wohlklingender anmuten – wahrscheinlich aber auch deutlich mehr Raum einnehmen. Wenn wir die Maus fragen würden, würde sie vereinfacht sagen: Kultur ist das Gegenteil von Natur. Was der Mensch macht, sich ausdenkt, sagt und erschafft, ist Kultur. 

Unsere bisherige Erkenntnis: Die Bestimmung und Bedeutung von „Kultur“ ist sehr vielfältig und hat sich im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt. Wir haben uns ins Redaktions-Logbuch für das Jahr 2022 geschrieben, dass wir der Kultur im PAN einen noch bewussteren Raum einräumen, als wir das in der Vergangenheit getan haben. Auf der folgenden Seite findet ihr eine sogenannte Wortwolke. Das ist lediglich ein BluePrint / ein erster Entwurf, die Vielfältigkeit des Kulturbegriffes nur ansatzweise zu visualisieren – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem getragen von der Erkenntnis, dass man im Unmöglichen zu Hause wäre, wenn man glauben würde, eine allumfassende Erklärung abliefern zu können. Was wir tun wollen ist, möglichst viele Facetten mit euch liebe Leserinnen und Leser, liebe Partner, liebe KulturGefährten abzubilden. Kultur ist mehr, als es jeder Einzelne von uns, jeder Verein, jedes Kulturamt, jedes ambitionierte Kultur-Magazin pp. abbilden könnte. – Kultur ist das, was wir alle daraus machen. Das erfordert Verständnis, Aufmerksamkeit, Engagement, Dialog, Kooperationen, Verantwortung …. 

Wir erinnern gerne an das Zitat von Dr. Roland Börner:  

„Jede Stadt hat die Kultur, die sie verdient.“

Wir sind bereit, mit dem PAN unseren Beitrag zu leisten – zum Wohle dieser Region, den Menschen die darin leben und der Heimatstadt des PAN, die am 17. Januar 2022 ihren 800. Geburtstag feierte.

800 Jahre Bocholt

Im letzten PAN haben wir unser Versprechen fixiert, diesen besonderen Geburtstag unserer Stadt, in diesem besonderen Jahr 2022 so zu begleiten, wie es ihr würdig ist. Um es anhand von nur einer Facette fühlbar zu machen: Am Samstag, 27. August 2022 findet das sechste Diner en Blanc  Bocholt statt. Details und weiterführende Informationen findet ihr auf den Seiten 60 und 61.

Die Diner-en-Blanc-Loge hat beschlossen, nach zweijähriger Pandemie-bedingter Abstinenz, diesen kulinarischen Flashmob der Stadt zu widmen, in der wir leben. Zurückbesinnend zu den Wurzeln dieses Events und als Hommage an dessen geistigen Vater Francois Pasquier. Der lässt übermitteln, dass der Ur-Gedanke dieses Festes ist, sich mit Freunden zu treffen und für ein paar Stunden das Leben an einem öffentlichen Ort zu feiern. Zur besseren Erkennbarkeit haben sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf verständigt, in weiß gekleidet zu erscheinen. Das darf elegant sein, muss aber nicht – wie ihr auf den Impressionen der schon angesprochenen Seiten erkennen könnt. Es ist das Dinner selbst, was die Show bestimmt – die Gemeinschaft der in weiß gekleideten, genießenden, teilenden, feiernden Menschen. Soweit zu dieser Facette. Weitere werden folgen. 

Wir freuen uns auf eine Reise mit euch durch die Kultur dieser Region. Eine weitere Station wird die Nummer mit den Kartoffelköppen aus der Headline dieses Artikels sein. Ich könnte mich jetzt schon kräuseln, angesichts der Assoziationen, die uns bei dieser Idee in die Quere gelaufen sind, das Fortschreiben dieser Story und natürlich deren Auflösung. 

In diesem Sinne, danke für’s Lesen

 

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