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Möbeltrends auf neuestem Stand

von | Jan 3, 2022 | Möbel, Einrichten und Design, Specials

Wir haben sechs wichtige Trends herausgearbeitet, die weit über das
Einrichtungsjahr hinausweisen …

Das Einrichtungsjahr 2022 ist bereits gestartet, und die Einrichtungsbranche sieht auf die Neuheiten dieses Ausnahmejahres. Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf das Wohnen? Welche Trends beeinflussen die Möbelentwicklung und -produktion? Und welchen Einfluss werden die überall spürbaren gesellschaftlichen Veränderungen auf das Konsumverhalten im Einrichtungsmarkt haben?

Der Schalenstuhl 2034 Dan vom
Möbelspezialisten Draenert lässt in
Sachen Sitzkomfort keine Wünsche offen.

TREND 1

Natural Luxury 

Qualität ist der eigentliche Luxus

Traditionelles Handwerk, Schlichtheit, hochwertige Materialien, Soft Edge Design – das sind die Signale für einen „reinen“, weil natürlichen Luxus, der sich über die Konzentration auf das Wesentliche und den Verzicht auf Massenkonsum definiert – zugunsten von nachhaltigen Produktkonzepten.

Ähnlich wie in der Mode scheint sich der Pendel derzeit von einem „Immer-mehr-und- immer-Billiger“ zugunsten einer relativen Qualitätsorientierung zu bewegen. Die von der Designszene geprägte Einrichtungskultur bevorzugt mehr denn je eine reduzierte, eher schlichte Formensprache mit natürlichem Ausdruck und authentischen Materialien in hoher Güteklasse. Holz und Leder in handwerklich hochwertiger Verarbeitung, daneben Marmor und Stein mit weichen Konturen und sanfter Haptik signalisieren High End- Qualität.

Gleichzeitig wird in traditionelleren wie in modischen Einrichtungswelten nach mehr Glamour gesucht, jedoch weniger in Hochglanz- als in extra mattem Finish: edel soll es sein, von originellem Ausdruck und klassischem Charme. Der Einrichtungstrend Natural Luxury vereint daher gleich mehrere Sehnsüchte: Wir wollen grüner, schicker, farbiger, natürlicher und nachhaltiger wohnen.

Qualität ist der eigentliche Luxus. Er zeigt sich weniger im „Mehr“ und in der Opulenz von Formen und Materialien als in der qualitativ hochwertigen Verarbeitung, in den Details, in der Originalität der Möbel. Natural Luxury findet in erster Linie in der Welt der Materialien statt.

Der Fitness-Spiegel VAHA der gleichnamigen Firma
ist ein virtueller Personal Trainer für die ganze Familie.

TREND 2

Connected Living

Smart Wohnen, vernetzt leben

Wir sind in die digitale Welt geschlüpft wie in eine zweite Haut — notgedrungen, aber doch nicht ungern. Die neue Vertrautheit dürfte auch Einfluss auf die Akzeptanz der Idee vom Smart Home haben: Im privaten Zuhause werden Einrichtungsgegenstände jetzt häufiger mit smarten Technologien verknüpft, und das Interieur Design passt sich der zunehmenden Vernetzung an. Wir holen uns die Welt ins Haus: ein Top-Trend und ein Wachstumsmarkt.

Connected Living bezieht sich nicht nur auf klassische Smart Home-Anwendungen wie Haustechnik und Gebäudeautomation. Während bislang Smart Home-Themen wie Energiemanagement, Klimatisierung und allen voran Sicherheit die „Türöffner“ für technikaffine Endverbraucher und 

Hausbauer waren, hat die Erfahrung der Pandemie und des Lockdowns die Aufmerksamkeit auf die Anwendungsmöglichkeiten digitaler Vernetzung gerichtet. Besonders erfolgreich schließen interaktive Plattformen wie Peloton, Catapult oder Vaha die Lücke zwischen virtuellem Event und realem Erlebnis – mit einem breiten Sportkursangebot mit oder ohne Live-Charakter, mit Personal Trainer, Spinning-Bike oder Smartem Workout-Spiegel. Das neue Konzept basiert auf der Kombination von Fitness, Technologie und Medien. Gegen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag wird das Studioerlebnis nach Hause geholt und bequem in den Alltag integriert. Doch der eigentliche Erfolg liegt in der sozialen Dimension über die Gruppendynamik in Livestream-Trainings oder die individuelle Ansprache durch einen Personal Trainer. Peloton hat weltweit bereits an die 2 Millionen zahlende Abonnenten, und der deutsche Markt ist wegen der bekannten Technikaffinität und Orientierung zu Premium-Produkten für die Anbieter attraktiv. Die Apps funktionieren auf diversen Endgeräten wie dem Smart TV, Tablet oder Smartphone, und die Bikes, Laufbänder und Spiegel werden selbstbewusst in das Interieur Design integriert.

Ein Sessel für Lesestunden, ein Sofa zum Abschalten oder
eine riesige Lounge-Ecke für den Filmabend
– das Polstersystem Curt von Ambivalenz ist äußerst flexibel.

TREND3

Blurring Boundaries

Entgrenzte Räume für die Sehnsucht nach Freiheit

Der immer stärker werdende Wunsch nach entgrenztem Wohnen führt zu realen und stilistischen Überschneidungen von innen und außen, (halb)öffentlich und privat, wohnen und kochen, wohnen und essen, wohnen und arbeiten, wohnen und baden.

Spezialisierte Produkte für funktionale Wohnbereiche wie Outdoor, Badezimmer oder Küche passen sich in Material und Ästhetik dem klassischen Möbel- und Gestaltungskanon an; Möbel und Ausstattungen zitieren ein natürliches Ambiente, Möbel werden als freistehende Solitäre oder raumbildende Systemmöbel konzipiert, definieren als Standalone-Elemente einen Funktionsbereich und ersetzen feste Räume bzw. übernehmen Raumfunktionen.

Die Anforderungen ans Wohnen verändern sich derzeit rasant. Mehr anspruchsvolle Single-Wohnungen bei knappem Raumangebot und ein Lifestyle, der Freiheit von Konventionen auch bei der Einrichtung sucht, verstärken den Trend zu Ein- bis Zwei- raum-Wohnungen mit großzügigem Loft-Feeling. Dazu kommen je nach familiärer Situation ein bis zwei Schlaf- oder Arbeitszimmer.

Das Ineinanderfließen der Räume führt zu einem Bedarf an multifunktionalen Möbeln, die Wohnbereiche markieren oder solche voneinander abgrenzen. Küche und Wohnen verschmelzen, das Bad bleibt eher separat – wenn auch, zumindest im Hochpreisbereich, gerne „en suite“ und ein bisschen größer. 

Die richtige Balance im Design zu finden – eigenständig, aber nicht extrovertiert, gefällig, aber nicht langweilig – ist die Kunst dieser Möbel mit Klassiker-Qualitäten. Multifunktionale Möbel wie etwa Tische, die als Ess- und Arbeitsplatz überzeugen, freistehende Sofas, Schränke, die als Stauraum und Wand fungieren, Raumtrenner, die beidseitig Funktionen ermöglichen, mobile Möbel für Indoor und Outdoor – das sind die Heroes für ein grenzenloses Wohnen.

TREND3

Blurring Boundaries

Entgrenzte Räume für die Sehnsucht nach Freiheit

Urbanisierung und Wohnraumverteuerung verlangen nach Kleinraum-Lösungen mit multifunktionaler Ausstattung für Singles und Familien: Homeoffice, kleine Möbel, smarte Lösungen mit Connected Living-Features und intelligentes Möbeldesign dank innovativer Beschlagtechnik und moderne Stauraumlösungen sind die Antworten der Möbelindustrie auf die Frage, wie sich auf kleinem Raum ein Maximum an Komfort realisieren lässt. Und mit allen Veränderungen im wohnlichen Umfeld durch die Corona-Pandemie wachsen die Anforderungen an das private Zuhause. Gefragt sind innovative Möbel und Einrichtungsgegenstände, die auf die veränderten Bedürfnisse angepasst, ergänzt und modifiziert werden können.

Der Trend zum multi- funktionalen Möbel hat vor allem zwei Treiber: zum einen die Reduktion des Platzangebots bei gleich- zeitigem Wunsch nach perfekt aufgeräumter Optik; und zum anderen erhöhte Anforderungen an die Funktionalität aufgrund veränderter Nutzungsmuster.

Mit dem Sofa- und Sesselprogramm Floater hat
Designerin Pauline Deltour das erste Worklounge-Konzept für COR entwickelt.

Bei kleinen Wohnflächen heißt die Devise: „Weniger ist mehr“. Gerade im teuren urbanen Umfeld wächst der Bedarf an geeigneten Möbeln für kleine Wohnungen und Apartments. Gefragt sind modulare, flexibel einsetzbare und funktional gestaltete Möbel, die den Raum optimal ausnutzen. Dabei bieten sie oft mehrere Funktionen und schaffen Platz, wo man ihn nicht vermutet – clevere Möbelkonzepte und innovative Beschläge machen’s möglich.

Zum anderen bekommt das Thema Wohnfläche mit der Corona-Krise und der höheren Verweildauer in der Privatwohnung eine zusätzliche Bedeutung. Die Einrichtung eines Homeoffice, der Freiraum für spielende Kinder oder neue Ansprüche an das Wohnen verändern das Nutzungsverhalten in den eigenen vier Wänden.

Teppich Jean-Philippe Demeyers nonkonformistischer Ansatz und der Geist, mit dem er seine Innenräume gestaltet, haben die Macher von Limited Edition beeindruckt und zu der Zusammenarbeit mit dem belgischen Innenarchitekten geführt.

TREND 5

For Seasons 

Jahreszeitlich wohnen und lustvoll dekorieren

Das Thema Wohnen bewegt. Die Wohnung als Ausdruck der Persönlichkeit zeigt kein starres Bild mehr, sondern wird zu einem kontinuierlichen Prozess. Der Wandel in der Einrichtung orientiert sich aber nicht nur am Trendgeschehen, sondern ganz unmittelbar an der uns umgebenden Natur und dem Rhythmus von Jahreszeiten und kulturellen Fixpunkten.

Immer häufiger fällt bei den Einrichtungstrends eine farbliche und thematische Annäherung an die jahreszeitlich geprägte Natur auf. Natürlich ist jahreszeitliche Dekoration nichts Neues. Saisonal kehren Tischkultur, Kerzen, Blumendekorationen und Halloween-Kürbisse alle Jahre in leicht veränderter Form in die Wohnungen zurück. Doch diese Tradition wird für immer mehr Menschen zu einem Lifestyle

Insgesamt werden Möbel von Menschen, die Wohnen zum Hobby gemacht haben, stärker unter dem Aspekt gekauft, inwieweit sie als Projektionsfläche für wechselnde Stylings geeignet sind. Hier ist es wichtig, die richtige Balance zu finden: Nicht zu extravagant, nicht zu langweilig sollte das Möbel sein. Eine eher neutrale Farbgebung und ein starkes, aber schlichtes Design erscheinen ideal. Was nicht passt, wird passend gemacht. Einfach über- streichen, Knöpfe austauschen, durch Hacks verfremden: For Seasons kennt da keine Hemmungen. Sofas werden zur Dekorationsfläche für Kissen und Decken, Kommoden und Sideboards für Leuchten, Deko-Objekte und in der Natur Gesammeltes, und auch eine Ecke des extra-großen Esstischs ist fürs Dekorative dauerreserviert. Schränke zeigen offene Fächer, und Couchtische werden zu Schaukästen. Hinzu gesellen sich Konsolen, Beistelltische und Regalboxen, deren einzige Aufgabe es ist, als Bühne für ein Arrangement zu dienen.

Einblick in das Interior des von Sebastian Herkner 2020 eingerichteten Apartments im Wohn- und Hotelturm One Forty West in Frankfurt.

Trend 6

Sharing Spaces

Convenience-Wohnen mit sozialem Anschluss

Wohnen wird heute als ganzheitlicher Lebensbereich wahrgenommen, der Rückzugsbedürfnisse genauso wie soziale Aktivitäten, indoor wie outdoor, Entertainment wie Homeworking umfasst. Neue Zukunftsherausforderungen für die Einrichtungsbranche stellen sich aber nicht nur bei der Integration des Homeoffice in das traditionelle

Wohnumfeld, sondern auch bei der Entwicklung von Modellen für ein „Neues Wohnen“, in denen Lösungen für Phänomene wie die Wohnraumverdichtung, demografische Veränderungen und die wachsende Mobilität gesucht werden.

Urbanisierung ist ein Megatrend, der auch durch eine Pandemie nicht umzukehren ist, sondern höchstens einen Dämpfer erhält.

Gesucht wird ein Zuhause auf Zeit. Co-Living- Konzepte schaffen zusätzlichen Wohnraum für hochmobile Menschen, die in der Regel einen Lebensstil gewohnt sind, in dem sich Wohnen und Arbeiten überschneiden. Für sie entwickeln die Immobilienwirtschaft und die Einrichtungsbranche neue Modelle des „möblierten“ Wohnens. Bestehender Büro- und Wohnraum wird umgewandelt, und im urbanen Raum wird vermehrt in neue Ideen für flexible Lebenskonzepte investiert. Eine Vielzahl von innovativen Vermietungskonzepten wird die Nachfrage nach hochwertigen und funktionalen Möbeln und Einrichtungsgegenständen in den nächsten Jahren erhöhen. Auch Mietmöbel spielen darin eine wachsende Rolle und stellen neue Anforderungen an Qualität und Langlebigkeit.

Quelle: imm-cologne.de