Mona auf Tour – Im Tal der Weintraubenbäume

Okt 27, 2020 | KOLUMNE, LEBENSART

ch treffe mich mit meiner neuen Freundin Meike in ihrem Kelterhaus. Meike und ihre Schwester Dörthe sind richtig junge und coole Winzerinnen, und haben ein eigenes großes Weingut mit 23 Hektar Land. Das Weingut heißt Meyer Näkel und es ist sehr berühmt wegen seiner tollen Weine. Meike ist voll nett und erklärt mir ganz genau wie aus Weintrauben Wein entsteht. Ich weiß jetzt was Maische ist, dass Trester noch lange kein Abfall ist und dass man einen Gärständer auch Cuvé nennt. In diesen großen Behälter passen 4.000 Liter Wein rein, oder ca. 15 Kinder so groß wie ich. (seht ihr ja auf dem Foto, wo ich in dem Behälter hocke) Natürlich habe ich mir diesen glitzernden Gärständer mal von innen angesehen. Gerade  als ich aus dem Cuvé klettere, kommt eine Lieferung neuer Barriquefässer aus Frankreich an. 

In jedes dieser wirklich schönen Eichenfässer passen 228 Liter Wein. Ich finde aber, dass fast 700 Euro für ein Holzfass ganz schön viel Geld ist, auch wenn in dem Deckel „Meyer Näkel“ eingebrannt ist. Um aber den richtig tollen Rotwein zu machen, brauchen Meike und Dörthe unbedingt diese Fässer und zwar ganz schön viele davon. 

Wahrscheinlich muss man erst erwachsen werden, um den Geruch von Rotwein gut zu finden. Aber mir hat es auch so unglaublich viel Spaß gemacht, in Meike`s und Dörthe`s Kelterhaus. Ich habe ganz viel über Wein gelernt und das „Weinherstellungskonzept“ habe ich wirklich kapiert. Jetzt weiß ich auch, dass man Weintraubenbäume Rebstöcke nennt, aber mein Wort ist irgendwie logischer. Wer weiß, vielleicht stelle ich ja mal meinen eigenen Wein her.

Wer immer noch denkt, dass Ahrtal sei nur etwas für weintrinkende Erwachsene, der liegt aber mal ganz falsch! Ich durfte während meiner Zeit am Rotweinwanderweg mega viele Abenteuer erleben. Ich habe fast alle Traubensäfte aus dem Ahrtal probiert, bin mit meinem Mountainbike auf die Saffenburg gefahren, habe Rotkohlsuppe von Onkel Roland am Ufer der Ahr gefuttert, bin auf den tollsten Wegen gewandert, durfte auf Felsen klettern und habe gaaaaanz viele Weintrauben gegessen. Alles in allem hatte ich eine richtig coole Zeit im Tal der Weintraubenbäume. Ganz sicher komme ich wieder – Bis bald liebes Ahrtal!

Eure Reisebloggerin Mona

Die Herbstferien 2020 – schon wieder trübe Aussichten für alle Reiselustigen. Ich möchte euch hier erzählen, wie man trotz der blöden Pandemie Spaß haben und etwas erleben kann. Ich lass mir doch von Corona nicht die Tour vermasseln!!! Gottseidank gibt es ja den „Karl“, unser kleines Wohnmobil, allzeit für ein
Abenteuer bereit.

 

Kurz vor den Ferien durfte ich mit planen, wohin die Reise für  Mama und mich gehen sollte. Wir wollten nämlich mal gerne in aller Ruhe einen Mädels-Trip machen. Da ich so gerne wandern wollte und Mama gerne Wein trinkt, habe ich beschlossen das Ahrtal zu erkunden! Von diesem Abenteuer möchte ich euch ein bisschen was erzählen. Die aufregendste Wanderung ging über 18 Kilometer und  ist für mich erstmal nicht zu toppen! Der Hinweg führte uns von Rech über den Ahrsteig zur Teufelsley, dem Teufelsloch, und dann bis zum schwarzen Kreutz auf der Heislei. Der Rückweg ging für uns über den schönsten Streckenabschnitt des Roteinwanderweges von Altenahr nach Mayschoss bis Rech. Es war eine lange, teilweise schwierige Strecke für mich aber jeder Schritt hat sich gelohnt! Ihr glaubt ja nicht, wie viele Weintraubenbäume es hier im Ahrtal gibt. Und weil ich unbedingt noch wissen muss wie man Wein herstellt, mache ich einen Termin mit der Frau, der 184.000 Weintraubenbäume gehören.