Ein Meister. Ein smartes Team. Viele Hölzer. Ein Handwerk. Eine Manufaktur.
Advertorial | Fotos: Sinneswerk | Text: Kirsten & Roland Buß
Prolog
Manchmal beginnen gute Geschichten eher unscheinbar, diese hier mit einem Anruf.
Am anderen Ende der Leitung: Jan Bahrenberg, freundlich, interessiert, überzeugt davon, dass er neue Fotos für die Webseite und die Social-Media-Kanäle seiner Tischlerei braucht.
Wie schreibe ich das jetzt, ohne dass es falsch rüberkommt? Grundsätzlich telefoniere ich sehr gern – im Gegensatz zu meinem Mann, der lieber mailt oder WhatsApp strapaziert. Sein Argument: „Ein Telefonat kann man sich nicht noch einmal durchlesen“ kann ich nur bedingt nachvollziehen …
Zurück zum Telefonieren: Gespräche, in denen es um meinen erlernten Beruf als Fotografin geht, sind mir mit die liebsten – jobtechnisch gesehen. Menschen mit meiner Kamera ins rechte Licht zu setzen – das ist meine Passion. Jan und ich verabreden uns zu einem Ortstermin in Mussum.
Freitag | 17. Oktober 2025 | 11.00 Uhr | Bömkesweg 40 | 46395 Bocholt | Tischlerei Bahrenberg
Ich parkte den MINI Cooper auf dem Gelände der Tischlerei – Fotorucksack aus dem Kofferraum gewuppt und geschultert geht es in die Werkstatt. Es roch nach frisch gehobeltem Holz … besser bzw. genauer gesagt … ich genoss den Duft, der mir entgegenschlug, so richtig.
Jan trat mir mit einem Lächeln entgegen. Einem kurzen Rundgang durch die Werkstatt folgte die Frage: „Kaffee?“ Meine Antwort: „Sehr gerne, und bitte mit einem Schuss mehr Milch!“
In diesen Punkt herrschte spontane Einigkeit: „Genau mein Ding, Kinderkaffee also.“ Auch beim Humor scheinen wir einen ähnlichen Geschmack zu haben – mit einem Lächeln tauchten wir direkt in die vorsortierten „Beweisfotos“ auf seinem Rechner ein.
Ich sah die Impressionen, von denen Jan glaubte, man müsse sie austauschen – Foto für Foto. Ich war überrascht – im positiven Sinne – die Aufnahmen waren richtig gut. Langsam klärte sich die Erkenntnis, dass die Herausforderung nicht im Bildmaterial bestand – sondern möglicherweise in der Kommunikation … im Zwischenmenschlichen. Fotografen und Handwerker haben möglicherweise mehr gemeinsam, als sie ahnen – insbesondere, wenn es um das Ausleben von Kreativität geht. Da kann es sein, dass Handwerkskunst und Fotokunst nicht Hand in Hand gehen, weil die Chemie zwischen den „Künstlern“ nicht zu passen scheint – nicht die richtigen Worte im Raum platziert werden.
Das kommt vor, das ist kein Drama. Wichtig ist, das zu erkennen – was dem außenstehenden Betrachter, der keine Aktien im Spiel hat, oftmals leichter fällt – in diesem Fall mir.
Bei Jan war eine gewisse Erleichterung zu spüren. Während ich resümierte, als Fotografin fehl am Platz zu sein, dafür aber einen leckeren Kinderkaffee und den Duft von Holz genossen zu haben, nahm das Gespräch eine unerwartete Wendung.
Wir kamen ins Plaudern über das, was Kommunikation im Handwerk bedeutet … über Haltung, Persönlichkeit und Sichtbarkeit. Irgendwann ging es nicht mehr um Fotos für eine Webseite, sondern um eine Geschichte, die erzählt werden wollte.
Bei Jan, der angab, unser Coffeetable-Magazin zu kennen, mischte sich Neugierde mit Zuversicht, dass der PAN die richtige Bühne sein könnte, um die Geschichte und Botschaften der Tischlerei Bahrenberg mit den Menschen in der Region zu teilen. Wir verabredeten uns zum „Kinderkaffee“ bei uns im Verlag – sprich zum Cappuccino 😉 Ob der Kaffee mit aufgeschäumter Milch besser schmeckt, war uns beiden nicht so wesentlich erschienen, wie der Plan, gemeinsam die Einleitung und die ersten Kapitel über die noch junge Geschichte der Tischlerei Bahrenberg zu schreiben.
Zeitsprung | Donnerstag | 30. Oktober 2025 | 16.00 Uhr | Münsterstraße 12 | 46397 Bocholt | Meeting-Raum PAN
Pünktlich wie die Maurer schlug der Tischlermeister bei uns auf. Beim mit Milchschaum veredelten Kinderkaffee ging es in den Trialog über Handwerk, Holz, Menschen, Leidenschaft und die Kunst, die Dinge richtig zu machen – sowie den Mut und die Verantwortung, sich selbstständig zu machen.
Roland holte sich das Okay von Jan, den Zoom-Rekorder einschalten zu dürfen – nicht etwa als Mitschnitt für einen Podcast, sondern um ganz im Gespräch zu sein, ohne sich im Notieren des Gesagten zu verlieren. Ein vertrautes Ritual, mit dem wir die Interview-Sessions anschließend in eine lesegeschmeidige Form kuratieren. Je nach Thema, Charakteren, Sinnhaftigkeit und Ressourcen greift mal die eine oder der andere zur Tastatur, um den Extrakt des Gespräches in Papier zu gießen. In diesem Fall ist es diese Story geworden, die Symbiose von Feder und Linse … sprich von Roland und mir.
Jan, warum heißt es bei euch eigentlich „Tischlerei“ und nicht „Schreinerei“?
Das ist ein Nord-Süd-Ding. Irgendwo ab Köln bzw. Frankfurt runter sagen die Leute „Schreinerei“, im Norden ist es „Tischlerei“. Wir liegen dazwischen – ich habe mich für die Tischlerei entschieden – wobei das inhaltlich keinen Unterscheid macht. Am Ende zählt, was rauskommt – ob’s sauber gearbeitet ist, den Geschmack des Kunden trifft. Das verhält sich ähnlich wie Fleischer und Metzger – die Begriffe beschreiben den gleichen Beruf – die Verwendung der beiden wechselt je nach Region und Tradition.
Beim Stichwort „Tradition“ gleiten wir ins Thema der Generation. Es bedarf keiner großen Fantasie, dass Jan und uns eine Generation trennen könnte – insbesondere, was den Konsum von Medien und Marketingmaßnahmen angeht. Er baut gerade seinen Instagram-Kanal auf … und spielt mit dem Gedanken, die Bahrenberg-Impressionen auf Pinterest zu teilen. Wir dagegen verlegen ein handschmeichelndes Magazin, das seit der Pandemie auch online seinen PAN steht. Kann es eine belastbare Schnittmenge zwischen uns dreien geben?
Wie so oft, ein gemeinsamer Blick auf die Bevölkerungspyramide der Stadt Bocholt, des Kreises Borken, verschafft Klarheit, dass ihr als Leserinnen und Leser des PAN zu den Menschen gehört, die sich eher selten auf Instagram & Co. tummeln. Haptik-affine Zeitgenossinnen und -genossen, denen es wichtig ist, etwas Wertiges in der Hand zu haben, zu fühlen … zu riechen – in diesem Fall druckfrisches Papier.
Auch für dich, die Frage aller Fragen: Was ist dein Motiv, deine Story im PAN zu teilen?
Weil der PAN in dieser Region gelesen wird. Das ist hier kein Magazin, das man beiläufig überblättert. Vor allem Kunden, die sich hochwertige Möbel leisten wollen, schauen sehr genau hin. Die lesen Texte. Die wollen wissen, wer wir sind, wie wir arbeiten. Da passt der PAN perfekt zu uns.
Es macht einen Unterschied, wie man sichtbar ist. Instagram ist super für schnelle Einblicke, für Handwerk in Echtzeit. Aber ein Magazin wie eures transportiert etwas Tieferes: Werte, Haltung, Kompetenz. Das erreicht Kunden, die wirklich verstehen wollen, was wir tun.
Mein Friseur Niklas Seidel, von „Seidel Der Friseur“, hatte vor Jahren einen Beitrag im PAN. Er sagt, dass er durch diesen Artikel damals viele neue Kunden bekommen hat – rund die Hälfte davon würden dem Salon bis heute die Treue halten.
Das zeigt abermals, wie wichtig es ist, die eigene Geschichte authentisch und nachhaltig zu erzählen. Und … es zahlt auf eine der vielen Marketingweisheiten von Henry Ford ein (siehe oben):
Lasst uns in deine Story eintauchen … wie bist du gestartet?
Ich habe nach dem Abi direkt die Ausbildung gemacht. Anschließend habe ich zwei Jahre als Tischler in Ulm gearbeitet …
… auf der Walz, wie man so sagt?
Ich würde sagen ähnlich – nur nicht nach dem klassischen Regelwerk, dem sich die Handwerks-(Wander-)Gesellen verschreiben.
Auf die sogenannte Walz gehen einige junge Handwerker, die nach ihrer Lehre für mindestens drei Jahre ihre Heimat verlassen, um als Wandergesellen Berufserfahrung zu sammeln und neue Techniken zu lernen. Deutlich zu erkennen an ihrer traditionellen Kluft, bestehend aus: Schlaghose, Weste, Hut, Wanderstab. Zu den Regeln gehören unter anderem: keine Partnerschaft und Familienpflichten – man darf nicht verheiratet oder in einer festen Beziehung sein und keine Verantwortung für Kinder tragen. | Reisen auf eigene Faust – mit wenig Besitz und ohne eigenes Fahrzeug.
Ich habe während meiner Zeit in Ulm unheimlich viel lernen dürfen – national. Direkt im Anschluss habe ich mich als Tischler auch international erprobt. Ich war ein Jahr als Tischler in Neuseeland unterwegs. Dort habe ich weitere Erfahrungen gesammelt – nicht nur handwerklich. Da ging es auch darum, in allen Belangen des Lebens zu improvisieren, mitzudenken, Lösungen zu finden – sprich: auf eigenen Füßen zu stehen.
Als ich nach Deutschland zurückkehrte, habe ich meine Schwester und meinen Schwager dabei unterstützt, ihr Haus zu bauen. Danach fühlte ich mich reif für die Meisterschule in Düsseldorf. Der Schritt in die Selbstständigkeit war für mich die logische Konsequenz des Weges, den ich beschritten hatte – und der sich gut anfühlte.
Nimm uns gerne mit in diesen konkreten Moment …
Es war im Sommer 2022 … gegen Ende der Pandemie. Die Meisterschule hatte ich absolviert … jetzt wollte ich loslegen … Gas geben … am liebsten auf eigene Faust. Eigene Projekte, eine eigene Handschrift, ein eigenes Tempo … waren mir wichtiger als ein gesichertes Auskommen als angestellter Tischler. Am Ende dieser Gedanken hatte ich einen Notar-Termin im Juni vereinbart –der offizielle Start meiner GmbH ist fixiert auf den 01. Juli 2022.
Der Start war Improvisation pur: mein Laptop, ein paar Raummeter Holz … und alles in der Garage meiner Oma. Ein gutes Omen, wie ich fand – zumal mein Vater an gleicher Stelle in seinen Beruf gestartet ist. Er hatte die Tierarztpraxis von seinem Vater, meinem Opa, übernommen und teilweise in den gleichen Räumlichkeiten betrieben.
„Aus dem Kleinen heraus sich entwickeln … Größeres leisten“ – wir erinnern uns gemeinsam an die Gründerstorys von Steve Jobs (Apple), Hewlett-Packard etc.
„Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen,
kann ebenso seine Uhr anhalten,
um Zeit zu sparen“
Henry Ford
Im Rückblick wohnt solchen Beispielen eine gewisse Romantik inne. In der Realität bedeutet eine Garagen-Tischlerei: zu klein, zu dunkel, zu wenig Platz für Maschinen, kein Stauraum. Und trotzdem war es ein irres Gefühl, aus ihr heraus die ersten Aufträge abzuwickeln … mit wenig Werkzeug, viel Improvisation und dem festen Willen, daraus mehr zu machen.
Wie ging es von Oma Bahrenbergs Garage zu eurem heutigen Domizil?
Ich bekam den Tipp von Boris Fisser, der unter den Tischlern in Bocholt als Lieferant bekannt ist. Der wies mich darauf hin, dass der Komplex am Bömkesweg 40 frei werde. Ein Standort mit einer Werkstatt, der seit Jahrzehnten in Bocholt als Tischlerei bekannt war – ein absoluter Glückstreffer. Ich habs mir angesehen und wusste sofort: Das ist es.
Wie sieht dein Team heute aus und wie ist deine Bilanz nach diesen fünf Jahren Selbstständigkeit?
Die Gründung war kein Spaziergang – aber es war nach wie vor die richtige Entscheidung. Neu anfangen heißt, Strukturen selbst gestalten zu können. Dazu gehört auch, dass ich Lars … einen Tischler-Kollegen aus unserer Meisterklasse, für unser junges Unternehmen begeistern konnte. Er agiert in der Werkstatt und in der Montage beim Kunden. Ein Stück des Weges hat uns Lukas begleitet, mit dem ich gemeinsam den Meister gemacht hatte. Heute besteht unser smartes Team aus Lars, Hendrik im Büro, Jesse, unserem Jahrespraktikanten, und mir.
Duisburg
Umbau der Kirche
Wie dürfen wir uns euer Zusammenwirken vorstellen?
Wir teilen uns gut auf. Dazu gehören Kundengespräche, Aufmaß, 3D-Konstruktion, Visualisierungen, Kalkulation, Angebote, Materialbestellungen und Fertigungspläne – die ich dann Lars übergebe. Sobald der erste Span fällt, stehe ich wieder mittendrin. In der Werkstatt arbeiten wir Hand in Hand, jeder weiß, was der andere braucht und was zu tun ist.
Wie stehts mit dem Personal? Das Handwerk klagt oft über Nachwuchsprobleme.
Wir bekommen verhältnismäßig viele Anfragen – vom Branchen-bekannten Fachkräftemangel sind wir (noch) verschont. Bei uns bewerben sich Tischlermeister und -gesellen und Praktikanten. Offensichtlich finden gerade junge Leute es spannend, wie wir arbeiten – modern, digital, aber echt handwerklich.
Dann lasst uns ins Handwerk schwenken … was ist euer ultimatives Lieblingswerkzeug?
Ganz klar … das ist unsere sogenannte „Nesting-CNC“. In Verbindung mit dem Lasermessgerät sind das Werkzeuge wie Hobel und Säge – nur präziser. Das Ergebnis sind passgenaue Teile, weniger Verschnitt, weniger Fehler.
Wir hatten am Anfang eine ältere CNC-Maschine. Die war funktional, aber wenig intuitiv. Eher zufällig sind wir auf eine gebrauchte Nesting-Maschine gestoßen – Baujahr 2005. Wir sind mehrere Hundert Kilometer gefahren … haben sie uns angeschaut, sie getestet und schließlich gekauft. Heute ist sie mein absolutes Lieblingswerkzeug.
Roland teilt mit uns seinen Eindruck, dass ihm ein wenig die Romantik flöten geht, angesichts des Gehörten. Ich spüre, dass er noch in den Laubsägen-Geschichten seiner Kindheit gefangen scheint 🙂 – möglicherweise hätte er einen „Hobel“ als Antwort erwartet 🙂 Jan scheint Ähnliches zu spüren … er setzt nach:
Die Nesting-Maschine fräst alle Teile aus einer Platte inklusive Bohrungen – mit dem Ergebnis: deutlich weniger Fehler, weniger Verschnitt, schnellere Abläufe. Ergänzt wird das Ganze durch ein digitales Raumaufmaß mit Lasermessgerät. Diese Prozessoptimierungen sind für uns ein Hebel zu mehr Qualität. Effizienz ist kein Selbstzweck. Sie verschafft uns allen Zeit für Details und das Besondere. Wir sind keine Träumer, wir sind Macher – mit Liebe zum Detail.
Wie sieht eure Auftragsstruktur aus?
Die kleineren Projekte geben unseren Takt an. Dazu gehören Schränke, Garderoben, Lösungen für Raumnischen etc. Daneben erfreuen wir uns größerer Projekte, die uns durchs Jahr begleiten. Dazu zählen Umbauten von Kirchen, die Neuausstattung von Praxen etc. Die großen Projekte geben unserem Geschäftsjahr eine Struktur.
Hamminkeln
Tierarztpraxis
Gibt es Projekte, die euch besonders in Erinnerung geblieben sind?
Eines unserer Vorzeige-Projekte ist sicherlich die Möblierung einer Kirche in Duisburg-Walsum, im Rahmen einer Kernsanierung. Das Projekt lief über mehrere Jahre – inkl. Photovoltaikanlage, Fußbodenheizung und schließlich mit unseren Einbaumöbeln. Der Auftrag kam über die Architektin Birgit Segerath aus Dinslaken.
Ein weiters Highlight war die Ausgestaltung der Tierarztpraxis meines Vaters in Hamminkeln. Glas, Trockenbau, Akustikdecken, Personalküche, Möbel etc. Ein ganzheitliches Projekt, getragen vom Vertrauen meines Vaters in unser junges Unternehmen.
Erwähnenswert finde ich auch das rund 100 m² große Apartment einer Familie in Köln. Schräge Wände, „seltsame“ Winkel, keine normalen Geometrien. Da merkst und lernst du, wie wichtig präzises Aufmaß ist – damit sich alles fügt. Diese Herausforderung der platzoptimierten Sonderlösungen hat echt Spaß gemacht.
Wir nehmen wahr: Echtes Erinnern an sympathische Storys. Keine Spur von Start-up-Getöse … im Sinne von höher, schneller, weiter – sondern echte Handwerker-Haltung mit klarer Vision.
Warum sollten die Menschen mit euch in Kontakt treten? Was ist euer USP? Was zeichnet euch aus?
Was wir richtig gut können, ist: zuhören. Wir holen die Leute da ab, wo sie wirklich stehen … fühlen nach, was ihre Wünsche sind.
Oftmals erhalten wir Pinterest-Screenshots oder Fotos, die mehr aussagen als tausend Worte. Danach suche ich dann entsprechende Muster der Materialien und Farben aus, die ich mit zum Termin nehme. Wir bringen gezielt das mit, was den Nerv treffen könnte. Wenn der Kunde es clean, hell, reduziert möchte … wäre es ein Stimmungskiller, ihm dunkle, rustikale Dekore zu präsentieren. Genauso gehen wir bei der Umsetzung vor – da steht der persönliche Geschmack vor Standardlösungen. Lieber ein individueller Stollenbau-Raumtrenner als ein Format nach Schema F. Sauber geplant und individuell gebaut.
Wir zeigen Alternativen, visualisieren die Ideen und begleiten den Prozess, bis alle zufrieden sind. Wir dokumentieren jeden Änderungsstand, halten alles transparent. So lange, bis das Möbel wirklich „ihres“ ist. Wir sind jung genug, Neues zu denken, und respektvoll genug, um das Handwerk ernst zu nehmen. Am Ende soll das Möbel nicht nur passen, sondern sich richtig anfühlen.
Köln
Schräge Wände
„seltsame“ Winkel
Holz ist euer Material. Was sind deine Favoriten? Hast du Lieblingshölzer?
Wenn ich mich festlegen muss, führen Nadelhölzer meine Favoritenliste an – ganz vorne Lärche … an liebsten aus kühlen Regionen … fein gemasert, mit wenigen Ästen. Ich mag diese Düfte wie Zirbe oder Hemlock, die ihr vielleicht aus dem Sauna- oder Holzhaus-Bau kennt. Zuhause bei mir liegt Kiefernboden, nordisch und zeitlos.
Wenn du frei wählen kannst … du mal Zeit findest, dein Traummöbel zu bauen, was wäre das?
Als Meisterstück habe ich damals einen Raumtrenner mit horizontal laufenden Rollläden gewählt. Ein Raumtrenner als Stollenmöbel ist das, was ich mal bauen möchte. Eine filigrane Konstruktion, die einen Raum unterteilt und gleichzeitig als dekoratives wie auch funktionales Element dient. Durch variable Ebenen, Weinraster, Flächen für dekorative Pflanzen, einen stylischen Plattenspieler etc. kann man diese Gestaltungselemente von Zeit zu Zeit neu arrangieren. Handwerklich anspruchsvoll, und deswegen genau mein Ding.
Du sprichst mit viel Leidenschaft von eurem Beruf. Wie viel Romantik steckt wirklich im Arbeitsalltag? Wir denken da an Hobel, Holzmeißel … fliegende Späne etc.
Diese Momente gibt es – aber nicht jeden Tag. In der Realität geht es oft schweißtreibend und laut zu. Wenn es darum geht, fertig zu werden, können die Tage auch sehr lang werden. Aber dieses Wechselspiel zwischen Herausforderungen und dem Gefühl, etwas Schönes geschaffen zu haben, macht es für uns aus – treibt uns an.
Wir groß zieht ihr euren Radius?
Unser Herzstück … sprich unsere Werkstatt steht in Bocholt. Wir sind in der Region Münsterland/Niederrhein verwurzelt … von hier aus entwickeln wir uns – unseren Namen, unsere Leistungen und die damit verbundene Qualität. Wenn die Chemie stimmt, fahren wir auch nach Düsseldorf, Köln etc. – entscheidend ist, dass das Projekt passt.
Gibt es noch etwas, das raus muss? Habt ihr noch einen letzten Satz?
Weniger Standard, mehr Meisterstück – echtes Tischlerhandwerk, das begeistert. Wir wollen nicht die Lautesten sein, sondern die, bei denen am Ende alles sitzt.
Epilog
Als Jan gegangen war, tauschten wir unsere Eindrücke. Zurück blieb das Gefühl, einen wirklich angenehmen Menschen kennengelernt zu haben – bodenständig, aufmerksam und klar in dem, was er tut. Ein Charakter, der zuhört, statt etwas überzustülpen – der fragt: Was braucht der Kunde? Was braucht dieser Raum? … ein junges Team aus Profis, die messen, konstruieren und mit Präzision fertigen.
Sie zeigen, dass modernes Handwerk weit mehr ist als Maschinen: Es ist Präzision, Haltung und der Mut, Dinge neu zu denken. Für uns wirkt es wie die Entwicklung vom Meistertraum zur Manufaktur – eine Tischlerei, die aus einer Garage heraus gewachsen ist und heute einen modernen Betrieb mit eigener Handschrift verkörpert. Mit einer Leidenschaft für Holz, Formen und Menschen. Dieses smarte Bahrenberg-Team stellt unter Beweis, dass echtes Handwerk Zukunft hat.
Jung. Präzise. Bodenständig.
The private site
Ein Typ mit Bodenhaftung – im Leben wie im Handwerk
Jan | Jahrgang: 1995 | Vater einer kleinen Tochter, knapp zwei Jahre alt: „Sie ist mein Ruhepol und gleichzeitig mein größter Antrieb.“ | Familie spielt für ihn eine große Rolle. | Er lebt mit seiner Partnerin in Bocholt, nicht allzu weit entfernt von der Werkstatt. | Jan genießt, was viele in seinem Alter suchen: ein Stück Bodenständigkeit mit dem Gefühl von Freiheit.
Wenn er über seine Freizeit redet, klingt das eher entspannt. Kein großer Adrenalinkick, sondern Genuss. Jan liebt gutes Essen – gerne deftig, gerne selbst gemacht.
Er mag das Meer, das Draußensein, den Wind. Früher war er regelmäßig mit dem Surfbrett unterwegs. Surfen, sagt er, hat viel mit Tischlern zu tun. Gefühl, Balance, Timing. Heute sind es eher Fahrradtouren, spontane Roadtrips und kleine Auszeiten in der Natur, die ihm den Kopf frei machen.
Was ihn auszeichnet? Seine Neugier, seine Offenheit, die Lust, Neues zu lernen. „Stillstand“, sagt Jan, „ist für mich keine Option.“
Tischlerei Bahrenberg
Bömkesweg 40, 46395 Bocholt
Tel.: +49 (0) 173 41598 53
info@tischlerei-bahrenberg.de / tischlerei-bahrenberg.de












