Von hauchdünner Salami, Schinken, Kaiserfleisch … bis zu „Dirty Dancing“ – eine Interview-Session mit den Charakteren hinter der prämierten Theke
Advertorial | Fotos: Kirsten Buß & Edeka Elskamp | Text:Roland Buß
Gewonnen haben … das 14-köpfige Team in Person von: Silvia Allroggen | Nadine Karjack | Waltraud Terwege | Edith Venderbosch | Heike Fisser | Rosa Bogaci | Chris Niklas | Mary-Ann Dohle | Claudia Buchow | Chantal Ricker | Alexandra Frerk | Elke Bothe | Sabrina Engenhorst | Mechtild Passerschroer und André Schlütter
… von denen nur die gerade diensthabende Selektion für’s Foto eingefangen werden konnte
Prolog
28. Oktober 2025 | Am Morgen stand zu lesen: “Deutschlands beste Wursttheke steht in Bocholt“ – Der Edeka-Markt Elskamp wurde 2025 mit dem Titel „Deutschlands beste Wursttheke“ ausgezeichnet | Um 17:00 Uhr stehe ich an dieser prämierten Auslage, um meinen Einkaufskorb für eine abendliche Vesper zu füllen: Max Stellmach und Manfred Rademaker waren meiner Einladung zum Gespräch gefolgt. Max, als Initiator der schönen Aktion, zu Weihnachten 2024, wo er gemeinsam mit Sascha Cechowicz (Kaffee Klatsch in den Arkaden) 500 Portionen Gulasch, Spätzle und Rotkohl mit Menschen unserer Stadt geteilt hat. Wir berichteten:
Manfred hatte ich in seiner Eigenschaft als Vorsitzenden der Bocholter Bürgergenossenschaft (BBG) eingeladen. Er trat im Oktober die Nachfolge von Adi Lang an, der mit seinem aufopfernden Engagement, die BBG initiiert und etabliert hat. Viele vertrauensvolle Gespräche zum Thema Demographischer Wandel, Einsamkeit, Soziales Engagement etc. habe aus einer Begegnung eine Männerfreundschaft wachsen lassen – gelegentlich mit einem Müller-Thurgau im Glase besiegelt.
Am heutigen Abend sollte es darum gehen, gemeinsam soziales Engagement weiterzudenken. Getreu dem Motto „ohne Mampf kein Denken“ wählte ich aus der prämierten Auslage, folgende Spezialitäten:
Drei verschiedene Leberwürste – für uns als Quervergleich gedacht – es muss ja nicht immer ein WineTasting sein 😉 | Kaiserfleisch … was ich bislang noch nicht kannte … eine Mixtur aus gekochtem Schweinfleisch & Remoulade | Serrano-Schinken | hauchdünn aufgeschnittene Trüffelsalami | Cornichons | gute Butter … wobei es sich mir immer noch nicht erschlossen hat, ob es auch schlechte Butter gibt 😉 | Fleischsalat … und von der Büsch-Theke: Laugenecken, Baguette und Vollkornbrot
Pünktlich um 18:00 Uhr stiegen wir in das Gespräch ein. Flankiert von einer tollen Brotzeit und einem Weißburgunder von unserem Gefährten-Weingut PAN.
Gute Gedanken, die wir zusammengetragen und verdichtet haben. Wir berichten, wenn die Zeit reif erscheint.
Dienstag | 11. November 2025 | 12:00 Uhr | 49 Minuten nach Beginn der Narrenzeit | 46395 Bocholt | Willi-Pattberg-Ring 2 | EDEKA Elskamp – Bocholt-Biemenhorst
Wir betreten die uns vertraute Arena, wo „Menschen Lebensmittel lieben“ – Mitarbeiter, wie Kunden. Dort, wo Geschäftsführer Alexander Elskamp uns begrüßt und uns Heike Fisser und André Schlütter, unsere heutigen Interview-Partner vorstellt. Während Alex die Heißgetränke, wie Cappuccino & Co ranschafft, resümieren wir, dass uns mit Heike und André 43,5 Jahre Elskamp-Erfahrung gegenübersitzen – am High-Table im dortigen Café.
Schon möglich, dass die Mitarbeitertreue etwas mit der Servicequalität von Alexander zu tun haben könnte – Kirsten und ich kennen nicht viele Unternehmen, wo der Chef koffeinhaltige Getränke selbst „ranrockt“ – womit wir ins Thema gleiten.
Gerne erinnern wir die Story des Coverhelden der PAN-Ausgabe April 2025, zu 20 Jahren EDEKA Elskamp, mit der augenzwinkernden Subline „Was Heavy Metal und Sushi verbindet.“
Wenn ihr mehr über die angenehm dunkle Seite des Geschäftsführers Alexander Elskamp erfahren möchtet, der Link führt euch zur Aufklärung:
PAN-Ausgabe April 2025 | 20 Jahre
Edeka Elskamp und Reisebüro Elskamp
am Willi-Pattberg-Ring in Biemenhorst
Derjenige, der damals schon ungern im Rampenlicht stand, richtet flugs das Scheinwerferlicht auf sein Team, mit den Worten, dass er mit der Auszeichnung überhaupt nichts zu tun habe. Das sei ausschließlich dem Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken – er (Alex) würde sich darauf beschränken wollen, unheimlich stolz auf die Mannschaft zu sein. Damit übergab er das Wort an Heike und André – denen wir erst einmal ein paar Hard- und Soft-Facts entlockten:
Der Wettbewerb zu „Deutschlands bester Wursttheke“
Wer war der Ausrichter dieses Wettbewerbs?
Heike Fisser: Der Wettbewerb wurde zum 24. Mal von Wiltmann und den Food-Magazinen Der Feinschmecker und Der Feinschmecker Special Edition Johann Lafer (Jahreszeiten Verlag) ausgerichtet. Wiltmann ist ein Produzent von Salami, Pasteten, Schinken etc. aus dem westfälischen Peckeloh.
Johan Lafer … dem bin ich schon einige Male persönlich begegnet … unter anderem in seinem Restaurant “Val d’Or” auf der Stromburg bei Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz, wo er 1994 seinen ersten Stern und 1998 seinen zweiten Stern erkocht hatte. Im Jahre 2019, nach 25 Jahren verließ Johan Lafer sein gastronomisches Imperium. Sein Motiv:
“Ich will volksnäher werden. Ich gehe zurück zu meinen kulinarischen Wurzeln. Ich will mich der Vision einer traditionellen, aber dennoch modernen Küche widmen.“
Diese Volksnähe durften einige Bocholterinnen und Bocholter bei den Kochshows im Hause Hungerkamp, am Westend genießen, wo Johan Lafer der Aufforderung „Cook doch mal bei Hungerkamp“ nachkam. Geschäftsführerin & PAN-Gefährtin Petra Hungerkamp ist bestens befreundet mit dem Ex-Sternekoch – der jetzt beim Wettbewerb um die besten Wursttheken in der Jury saß.
Faktencheck | Heike Fisser
Geburtsjahr 1964 | FFVK = Fleischerei-Fachverkäuferin | seit 2012 bei EDEKA Elskamp, sprich 13 ½ Jahre | „Schneidemeisterin“ – an der Aufschnittmaschine … insbesondere auch für die legendäre Trüffelsalami-Knolle … die gehöre hauchdünn geschnitten und ploddrig belegt (wie ich noch erfahren sollte) | treibende Seele für die perfekte Präsentation der Wurstwaren | Teamplayerin nach dem D’Artagnan-Prinzip: „Alle für einen, einer für alle“ – statt drei sind es hier vierzehn Musketiere die für das Gute kämpfen 😉
Faktencheck | André Schlütter
Geburtsjahr 1971 | Metzgermeister | Abteilungsleitung Fleischerei | seit 30 Jahren bei EDEKA Elskamp – alles andere als „gut abgehangen“ 😉 | Extrem-Frühaufsteher – beginnt gerne um 04:00 Uhr, um in Ruhe die Fleischtheke zu bestücken | schätzt traditionelle Fleischgerichte und hochwertige, regionale Produkte | besonders stolz auf die Steakauswahl von EDEKA Elskamp
Wie habt ihr davon erfahren, dass ihr zu den Besten gehört?
Heike Fisser: Ich habe eine E-Mail in unserem Posteingang gefunden, die meinen Puls höher schlagen lies.
An dieser Stelle relativierte Alexander Elskamp, das Superlativ „Deutschlands beste Wursttheke.“ Mit diesem Prädikat seien insgesamt zehn Theken bzw. Unternehmen ausgezeichnet und zur Preisverleihung eingeladen gewesen. Alle zehn haben auf dem ersten Platz gestanden – man wollte keine weitere Differenzierung. Lediglich ein Betrieb sei mit einem Sternchenvermerk geadelt worden, weil man das Team eines Metzgers aus der Region sowie das Erfahrungswissen in Form von alten Rezepturen übernommen habe, als der wegen einer fehlenden Nachfolge aufgegeben habe.
Zehn ausgezeichnete Wursttheken von Wieviel? – so meine Frage an die KI, die künstliche Intelligenz. Die schätzt die Gesamtzahl von Wursttheken in Metzgereien und in guten Supermärkten in Deutschland auf etwa 25.000 bis 30.000.
Quelle: ChatGPT
So viel zu den Zahlen, jetzt zum Emotionalen: Wo hat die Preisverleihung stattgefunden?
Heike Fisser: Das war im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg – in Bergisch Gladbach.
Kenn ich … zumindest den damaligen Küchenchef Joachim Wissler, des dortigen Restaurant Vendôme – der sich an dieser Stelle drei Sterne im Guide Michelin erkocht hatte. Ich durfte 2017 an seinem Chefs-Table Platz nehmen – im Rahmen der vom Magazin Rolling Pin organisierten Chef Days. Das war wirklich beeindruckend. Notiz an mich selbst: Impressionen von damals raussuchen … und nachkochen ;-). Ne, im Ernst, diese Schäumchen- und Spürchen-Haute Cousine ist echt nicht mein Ding. Joachims offensichtlich auch nicht mehr – auch er hat nach 25 Jahren, seine Kochlöffel an einen Nachfolger übergeben – um sich anderen Dingen zu widmen.
Ein kleines Merci zwischendurch: Ich bin dankbar über viele dieser kulinarischen Begegnungen. Diejenigen, die mich nachhaltig beeindruckt haben, habe ich mit ihren Geburts- und manchmal auch mit ihren Sterbedaten in meinem Kalender notiert – um ihnen an dem jeweiligen Datum zu gedenken (Hommage an die Köche). Zurück ins Thema …
Wer von euch ist dorthin, um den Preis entgegen zu nehmen?
Heike Fisser: Zwei Kolleginnen aus unserem Team, der Chef und ich.
Was war für euch der emotionalste Moment?
Heike Fisser: Als dort, in diesem schönen Ambiente der Filmausschnitt von unserem Thekenbereich, unseren Produkten gezeigt wurde … das war schon ein ganz besonderer Moment, der uns unter die Haut ging.
Das „ausgezeichnete Team“
Wie wirkt so eine Auszeichnung auf euch als Team?
Heike Fisser: Wir sind schon eine tolle, eingespielte Truppe, wo jeder für den anderen da ist. Aber natürlich läuft man eine zeitlang noch ein wenig aufrechter / stolzer, wenn man eine solche Auszeichnung entgegennehmen durfte. Schön ist auch festzustellen, wie viele Kunden sich mit uns freuen.
Wie würfen wir uns die Arbeitsteilung zwischen euch vorstellen?
Heike Fisser: Grundsätzlich ist es so, dass jeder von uns an der gesamten Theke agieren kann – dennoch gibt es klare Zuständigkeiten. Während André die Fleischauslage verantwortet, kümmere ich mich um die Wursttheke … und Silvia Allroggen … unsere ausgebildete Käse-Sommeliere … um unsere Käsewelten.
Wie sieht der typische Tag für euch aus?
André Schlütter: Ich bin relativ früh da, um die alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen und die Fleischauslage zu bestücken.
Was bedeutet relativ früh?
André Schlütter: Meistens bin ich gegen 04:00 Uhr der Erste im Laden.
Bist du wahnsinnig … da hättest du ja auch Bäcker werden können 😉
André Schlütter: Backen liegt mir nicht besonders … ich bin mit Leib und Seele Metzger. Und … ich genieße die morgendliche Ruhe im Laden ;-).
Heike’s und Alexanders Gesichtsausdrücke verraten, dass André da schon sehr speziell unterwegs ist. Heike läuft gegen 06:00 Uhr auf, um die Wursttheke so in Szene zu setzen, wie es sich für ein „ausgezeichnetes“ Unternehmen gehört.
Das würden wir uns jetzt gerne von den beiden im Detail vor Ort erklären lassen.
Inaugenscheinnahme einer von zehn „Deutschlands besten Wursttheken“
Oftmals habe ich an dieser Theke schon gestanden … aber noch nie in dem Bewusstsein, dass diese Theke Parallelen mit dem Film „Dirty Dancing“ aufweist ;-).
Erinnert ihr die Szene, wo Johnny Baby das Tanzen lernt? – da sagt er zu ihr: „Das ist mein Tanzbereich und das ist dein Tanzbereich.“
Achtet mal darauf, wenn ihr vor der kompletten Frischtheke steht, wie messerscharf die Tanzbereiche Fleisch, Wurst und Käse voneinander getrennt sind ;-). Sauberes „Fine-Lining“ statt „Dirty Dancing“ ;-).
Was alle gemein haben: Auf überflüssigen Schnick-Schnack wie „Grünzeug“ … ob frisch oder künstlich wird verzichtet. Nichts soll von den Produkten ablenken, so Fleischermeister André im Kanon mit Heike … von der Wurst.
Finden wir in euren Auslagen noch Produkte aus eigener Herstellung, wie in einer Metzgerei alter Art?
André Schlütter: Was du bei uns, wie bei vielen anderen Betrieben nicht mehr finden wirst, sind hausgemachte Würste. Das Kuttern, sprich das Fleisch und Fett mit rotierenden Messern so fein zu zerkleinern, dass daraus eine gleichmäßige Wurstmasse entsteht, machen die wenigsten noch selbst.
Bei uns dürft ihr aber darauf vertrauen, dass wir alle Grill-Spezialitäten selbst marinieren, sprich guten Produkten die passende Würze geben.
Heike Fisser: Hinzukommen zehn verschiedene Bratensorten und sechs Sorten Leberkäse, die wir selbst herstellen.
André Schlütter: Die Nachfrage unserer Kunden motiviert uns, die Zeit ein wenig zurück zu drehen – die Tendenz geht zu noch mehr hausgemachten Produkten.
Wo und von wem bezieht ihr eure Produkte?
André Schlütter: Wir werden vom Fleischhof Rasting beliefert, der eine 100%ige Tochter der Edeka ist. Unser Schweinefleisch kommt ausschließlich aus NRW.
Heike Fisser: Bei den Wurstwaren setzen wir ebenfalls auf bewährte, regionale Hersteller wie Rueweling aus Südlohn-Oeding und Kuller aus Moers.
Alexander Elskamp erwähnt an dieser Stelle, dass die Kompetenz die Produkte und deren Lieferanten auszuwählen beim Team liege.
Als Fan guter Leberwurst … welche Vorlieben können wir euch entlocken?
Heike Fisser: Ich mag die feine Hausmacher-Leberwurst und die Apfel-Zwiebel-Leberwurst.
André Schlütter: Ich greife gerne zur groben, geräucherten Leberwurst.
Was würdest du uns empfehlen, was wir unbedingt probieren sollten … aus der Wursttheke?
Heike Fisser: Ich schwärme seit geraumer Zeit von einem Serrano Schinken der 24 Monate gereift ist – ohne Zusatzstoffe.
… sprach sie, die Heike … und reichte uns hauchdünn geschnittene Scheiben vom Serrano zum Probieren. Wow … das Abendbrot nimmt Gestalt an … zumindest der Belag. Den bitte hauchdünn geschnitten und ploddrig belegt – wie Kirsten einen Freund von uns zitierte. Eine Philosophie, die Heike unterstreicht – das gelte unter anderem auch für die Trüffelsalami in Knollenform. Die entfalte ersten durch den sehr feinen Schnitt ihr volles Aroma – was ich ihr wohl abnehmen wolle … sprich: Bitte wie beschrieben schneiden und einpacken. Genau wie das für exzellent befundene Kaiserfleisch – mit Kirstens Spitzen-Prädikat: „dafür kommst du wieder.“
Ferner wanderten vier Scheiben des hausgemachten Leberkäses in unseren Korb, sowie vier Würstchen. Letztere sollte für einen Vergleichstest herhalten, ob es bei uns am Heiligabend Wiener- oder Knackwürstchen zum hausgemachten Kartoffelsalat geben werde. André prophezeite, dass wir mit beiden Wurstsorten aus dem Hause Kuller wesentlich mehr Freude am Gaumen hätten, als mit den in Lake schwimmenden Vertretern im Glas bei den Discountern.
Zwischenfrage: Was gibt es bei euch am Heiligabend?
Heike Fisser: Wahrscheinlich Rinderrouladen und Filet vom Schwein.
André Schlütter: Traditionell Raclette. Wenn ich es alleine zu entscheiden hätte, gäbe es einen langsam im Ofen gegarten Braten.
Die Kunden an der „ausgezeichneten“ Wursttheke
Nehmt ihr Veränderungen im Verhalten eurer Kunden wahr?
Heike Fisser: Ja, sehr positive wie ich finde. Wir erfreuen uns eines wachsenden Interesses gerade jüngerer Kundinnen und Kunden an unserer Frischetheke – die legen vermehrt Wert auf gute Produkte … und auch auf eine gute Beratung.
André ergänzt, dass seine Söhne sich derzeit intensiv mit dem Ansetzen von Sauerteig auseinandersetzen, um eigenes, tolles Brot zu backen. Kirsten und mich haben unlängst mehrere Beispiele erreicht, wo junge Menschen die Tradition des Einmachens wieder kultivieren … anfangen zu häkeln etc. Tolle Entwicklungen, wie wir finden.
Heike Fisser: Gelegentlich kommen auch Fragen wie, welcher Wein zu welcher Wurst passen könnte.
Das Berufsbild des Sommeliers scheint künftig auch an der Wursttheke gefragt zu sein – auf die Kompetenz einer Käse-Sommelière dürfen die Elskamp-Kunden schon seit geraumer Zeit vertrauen.
Neben den Wurstwaren, die unser heutiges Abendbrot ausmachen werden, platzierten wir eine Bestellung für das PAN-Gefährten-Event unseres Partners T-RAUMWELTEN by Elsenbusch, für den 13.11.2025.
Mir schießt ein Zitat von
Alexander Elskamp in Erinnerung:
„Früher galt es die Hungrigen satt zu machen – heute gelte es, die Satten hungrig zu machen.“
In der Beratung kam die Idee auf, sich hinsichtlich des Food, an die Wurzeln zu erinnern … an das Handwerk. Ein Buffet als „Plädoyer für die gute alte (Handwerker-)Stulle“ – bereichert um weitere Highlights.
Am besagten Veranstaltungstag standen folgende Zutaten zur Abholung für uns bereit:
Eine hauchdünn aufgeschnittene Knoblauchsalami, die wir in der Auslage am Dienstag erspäht hatten | zwei unterschiedlich lange gereifte Serrano-Schinken – natürlich auch der mit der langen Lagerung … ohne Zusatzstoffe | drei Sorten Leberwürste zum Quervergleich / Tasting | eine große Portion Fleischsalat | Fleischwurst-Ringe | Speck zum Umwickeln von Datteln … um diese „Bonbons“ zu flambieren.
Während mir jemand aus dem Team vier Kilogramm feines Rindfleisch frisch durch den Wolf drehte, für unseren Tartare „Café des Paris“ mit seinen 22 Zutaten, wurde ich Zeuge einer Bestellung: Eine Paar bestellte einen stattlichen Anteil von Dicke-Rippe-Scheiben. Ich erinnere unsere Neuentdeckung dieses für uns „vergessene Fleisch“, welches wir im Asia-Style zubereitet haben – damals für Nadja & Alexander Elskamp, als kulinarische Unterfütterung unseres Brainstormings zur Coverstory im April. Meine Fleischtheken-Nachbarn würden die Scheiben oben auf einen Sauerkraut-Eintopf legen und ca. 60 Minuten mitschmoren lassen. Ich bedanke mich für die Bereicherung meines Dicke-Rippe-Repertoires – eine echt schöne Alternative zum Kassler, der mir bisweilen zu würzig erscheint.
Außer, wie unlängst bei der Imbiss-Gaststätte Blomen in Rhede – ein grandioser Sauerkrauteintopf mit zwei Scheiben zart-leckerem Kassler.
Während ich unsere stattliche Bestellung in den Einkaufswagen packte, gab es ein Wiedersehen mit Claudia Buchow. Gemeinsam erinnerten wir unsere Gespräche über „Arbeiter-Kotellet“ und Co. … damals noch in der Fleischerei Buchow. Vierzig Metzger habe es mal in Bocholt gegeben – so ihre Überlieferungen. Heute brauche man zum Durchzählen keine zweite Hand mehr.
Mit ein wenig Wehmut und meinem Einkaufswagen machte ich mich auf den Weg, um das „Plädoyer für die Stulle“ – Zugleich eine „Hommage an das Metzgerhandwerk“ im Backstage-Bereich der Pop-up-Lager-Kitchen“ der T-RAUMWELTEN anzurichten. Noch nie haben wir sorgsam verpacktere Fleischprodukte anrichten und verarbeiten dürfen. Das „wir lieben Lebensmittel“ ist bei Elskamp keine Phrase – sondern gelebte Wirklichkeit. Merci dafür!
PS: Die ca. 40 Gäste des Abends waren voll des Lobes, für die Idee dieser Rückbesinnung und die Qualität, der genossenen Produkte.
In Zeiten des Überangebotes … der Möglichkeit immer das Feinste wählen zu können … schadet es nicht, sich mal zu besinnen … zu reduzieren. Ihr kennt den Spruch „Es muss nicht immer Kaviar sein“. – Aber auch nicht immer Filetsteak … Flying-Buffet … und alles, was sonst noch trendy scheint.
In diesem Sinne, wir sehen uns …
möglicherweise an einer der besten Wursttheken Deutschlands – wo wir die Würstchen für unser Heiligabend-Menü einkaufen. Dazu auf den nächsten Seiten mehr.
Frischecenter Elskamp GmbH
Willi-Pattberg-Ring 2, 46395 Bocholt
Tel.: +49 (0) 2871 21 29 – 0












