Mo.-Fr., 8 – 17 Uhr

Kunsthandel Koenen ART NETWORK Kunst tut gut | Part II

März 31, 2026 | Personen, Portraits

Advertorial | Text : Roland Buß | Fotos: Kirsten & Roland  Buß

Tatort Kunst | Warum der Ausspruch „Das kann doch alles kein Zufall sein“  zum Programm wird | Eine Spurensuche zwischen echten Fingerabdrücken auf Blattgold, unverhandelbaren Grass-Unikaten und dem Weg ins Jubiläumsjahr 2026

Rückblick Kunsthandel 

Koenen | ART NETWORK | Part I – im Herzblatt-Style 

 

Bereit für eine kleine Zeitreise, liebe Leserinnen und Leser? Beamen wir uns in die Zeit zwischen 1987 und 1998 … erinnert ihr euch an Susi Müller? Die legendäre Stimme aus dem Off, der TV-Kult-Flirt-Show Herzblatt? – seinerzeit moderiert von Rudy Carell, Reinhard Fendrich und anderen. Wie hätte Susi den „Flirt mit der Kunst“ in Worte gekleidet? Möglicherweise so: 

„Also, liebe PAN-Leserinnen und -Leser, jetzt müsst ihr euch entscheiden. Wer soll euer Kunst-Herzblatt für das Jahr 2026 sein?

Ist es der sympathische Möglichkeitsdenker Peter aus Bocholt? Ein Mann, der seit 38 Jahren mit dem Kunst-Virus infiziert ist und konservative Krawatten längst gegen lässige Authentizität getauscht hat, um die elitären Barrieren der Welt der Galerien aus Überzeugung einzureißen? Der leidenschaftliche Galerist, für den Kunst kein exklusiver Club ist, sondern eine Herzensangelegenheit mit dem klaren Versprechen: ‚Kunst muss zugänglich sein – für jedermann‘?

Er liebt die rebellischen Gedanken eines Josef Beuys und hat seine haptisch-analoge Galerie an der Karolingerstraße in einen echten ‚Tatort Kunst‘ verwandelt, während er gleichzeitig mit seinem hybriden ART NETWORK digital lupenreine 5-Sterne-Bewertungen sammelt.

Aber liebe Leser, ihr müsst euch jetzt noch gar nicht entscheiden! Zückt einfach in Ruhe euer Smartphone, scannt den oben abgedruckten QR-Code und lasst euch direkt zu Part I der Story beamen. Lernt Peter Koenen kennen und erfahrt, warum sein unerschütterlicher Leitspruch lautet: „Kunst tut gut!“

Prolog:
Die Anatomie des glücklichen Zufalls

 

Es gibt dieses faszinierende Wort, das sich wie ein roter Faden durch unsere heutige Geschichte zieht: Serendipity. Geprägt wurde der Begriff im Jahr 1754 von dem englischen Schriftsteller Horace Walpole, der ihn aus dem alten persischen Märchen „Die drei Prinzen von Serendip“ ableitete. Die Prinzen in dieser Geschichte fanden auf ihren Reisen ständig Dinge, nach denen sie gar nicht gesucht hatten – und zwar durch eine Mischung aus scharfer Beobachtungsgabe und der Offenheit für das Unerwartete.

Serendipity ist weit mehr als nur banales Glück. Es ist die Kunst, Irritationen zuzulassen und den Zufall aktiv zu umarmen, besonders in einer Zeit, in der Algorithmen unseren Alltag bis zur Unkenntlichkeit filtern und durchoptimieren.

Udo Lindenbergs Motto … Inspiration für Peter?

 Warum wir diese Erkenntnis mit euch teilen? Weil wir uns seit geraumer Zeit darin üben, aufmerksam für das Glück im Zufall zu sein – und wir das Gefühl haben, dass das Leben eine andere, tiefere Dimension bekommt. Weniger scheint dem Zufall überlassen. Zufällige Begegnungen wirken auf den zweiten Blick gar nicht mehr so zufällig … wobei wir beim Thema wären: Es begab sich am letzten Tag des Jahres 2025. Nach einer spätmorgendlichen Hunderunde mit Paula im Schüttensteiner Wald, war uns nach einem herzhaften Silvesterlunch – gerne asiatisch – da am Abend ein klassisches Raclette angesagt war. 

Und so zogen wir ein, in den kleinen Tempel des Genusses am Westend, wo nach Aussage unseres Tippgebers ziemlich authentisches Thai-Food dargeboten wird. Wir wurden reichlich belohnt: durch echt schmackhaftes Food und eine Begegnung, deren Bedeutung uns erst im Nachgang bewusst wurde. Beim Betreten fiel unser Blick auf den einzigen Gast und das, was auf seinem Teller thronte. Seine sympathisch vorgetragenen Insider-Kenntnisse navigierten uns durch die Speisekarte zu wirklich schmackhafter Thai-Küche. Aus den Tipps wurde ein Dialog … aus dem Dialog ein Versprechen und der Austausch von Kontaktdaten. Fazit: Chemie stimmt – wir sollten uns wiedersehen. 

Zu Hause angekommen, lege ich die Visitenkarte unseres Ess-Gefährten auf meinen Schreibtisch. Darauf zu lesen: Karsten Becker aus Wesel. In meinen Synapsen puzzeln sich die Randnotizen aus dem letzten Interview mit Peter Koenen zusammen. Fast beiläufig erzählte Peter von seinem Arzt, einem Hausarzt und Internisten aus Wesel. Ich hole meine Notizen hervor. Gewissheit macht sich breit: Wir haben den letzten Lunch des Jahres mit einem sympathischen Mann eingenommen, der Peter Koenen’s Kontakt zur Malerin Nora Baumberger hergestellt hat. Eine Dame, die viele von uns vornehmlich unter ihrem Künstlernamen Dolly Buster kennen. 

Naheliegend für mich, über Peter eine Homestory bei Nora Baumberger anzufragen, um ihre unbekannte Seite … die „untold-Story“ einzufangen und mit euch zu teilen. Schon irre, was passiert, wenn wir das Universum einfach mal machen lassen – denke ich. 

Manchmal muss man das Skript des Alltags bewusst aus der Hand legen. Wenn wir aufhören, krampfhaft nach dem Weg zu suchen, stolpern wir oft über die beste Abzweigung. Es gibt genau genommen keine Zufälle – es gibt nur Chancen, die darauf warten, dass wir sie als solche erkennen.

Peter mit dem Ottifanten-Flüsterer Otto

Akt I: Das Serendipity-Early-Dinner im Ayutthaya

Donnerstag | 05. Februar 2026 | 16:00 Uhr | Westend 29a | 46399 Bocholt | Ayutthaya Thai-Food Restaurant Bocholt

Nachdem ich sowohl Peter Koenen, als auch Karsten Becker von diesem „glücklichen Zufall“ berichtete, stand fest, dass wir uns einmal im Ayutthaya treffen sollten, um über Gott und Welt und Zufälle zu plaudern. 

Neben der geschwängerten Luft mit Düften von Sternanis, Zimt und Kokosnussmilch empfangen mich Peter und Karsten, die bereits eingetrudelt waren. Anlass und Uhrzeit sind eines Glases Riesling würdig – finde ich. Übrigens eine recht gute Rebsorte, um es mit scharfen Thai – Gerichten aufzunehmen, wie dem fantastischen Gäng Massaman, welches ich bestelle. 

Karsten, 33 Kilometer Fahrt für ein Mittagessen. Wie würdest du unser Zusammentreffen am letzten Silvester beschreiben? 

Karsten Becker: Das ist schon ein wenig verrückt, oder?
Zur gleichen Zeit, am gleichen Ort, der aufgrund seiner Lage nicht zu den Hotspots in Bocholt gehört. Die besten Bekanntschaften macht man durch reinen Zufall. Unglaublich, wo du Leute kennenlernst. Man muss aber offen sein. Wenn man offen, ehrlich und vertrauensvoll ist, führt das dazu, dass der andere sich auch öffnet. Da ist ein Bauchgefühl. Der andere merkt das und denkt sich: Ey, der meint es ehrlich mit mir, komm, dann erzähle ich mal was.

Peter hat mir von dir erzählt. Nach außen hin bist du ein klassischer Internist und Hausarzt am Stadtrand von Wesel. Aber wenn man etwas genauer hinsieht, bist du das, was man heute einen „Multipassionisten“ nennt. Du sammelst alte Motoren und fährst historische Magirus-Lastwagen durch die Westsahara. Ein Arzt, der Herzen versorgt und schwere Dieselmotoren rettet. Wie passt das zusammen?

Karsten Becker: Ich liebe den Ottomotor, den Diesel auch. Ich habe ganz große Dieselmotoren, Lkws mit 19 Litern Hubraum. Mein Großvater war Betriebsleiter bei Krupp, er hatte 26 Patente, davon habe ich handwerklich ein wenig was mitbekommen. Ich habe damals aus der Not heraus angefangen, Autos zu reparieren, um mein Medizinstudium zu finanzieren. Aus einer Doppelgarage wurden später 2000 Quadratmeter mit acht Hebebühnen und Motoren-Instandsetzung. 

Und wie ist es dazu gekommen, dass du dennoch im
Arztberuf gelandet bist? 

Ein unverrückbarer Teil meiner DNA ist: Ich musste einfach Menschen helfen. Ich habe damals meine Hand auf den hippokratischen Eid gelegt, und das meine ich auch so. Bei mir wird jeder aufgenommen, der medizinischen Hilfebedarf … der ein Problem hat. Egal, von welcher Versicherung. Das Aufnahmekriterium in meiner Praxis ist nicht Privat- oder Kassenpatient. Es ist Nettsein, gegenseitiger Anstand und Respekt.

Peter, wie kommt ein Galerist an einen Hausarzt, der in seiner Freizeit historische Motoren sammelt?

Peter Koenen: Wir kennen uns durch einen gemeinsamen Freund. Er hatte mir Karsten empfohlen. Dann bin ich zu ihm … zum Check-up. Er sagte nur: Ach du Schande, da ist Eile angesagt. Dich kriege ich aber wieder hin.

Karsten Becker (lacht): Da wir einen gemeinsamen Freund haben, habe ich Peter in mein privates Fitnessstudio bei mir zu Hause eingeladen. Ich habe ihn zu mir geholt und gesagt: So, jetzt müssen wir etwas tun. Kraft, Ausdauer, Schwimmen. Wir haben durch den Sport über 80 Prozent der Medikation eingespart. Peter und ich waren beide früher Weltenbummler, da hatten wir direkt was zu besprechen. Da hat sich über die Jahre eine echte Freundschaft entwickelt.

Eine Freundschaft, die auch Netzwerke verbindet. Karsten, du hast vorhin den Satz gesagt: „Die Könner kennen sich alle.“ Das bringt uns zu einer sehr spannenden Personalie in Peters Kunst-Portfolio. Du bist nicht nur Peters Arzt, sondern auch ein möglicher Tippgeber in Sachen Kunst. Wie kam es zu deiner Verbindung zu Nora Baumberger, die viele von uns nur unter ihrem Künstlernamen Dolly Buster kennen? 

Karsten Becker: Ich kannte ihren Mann Dino. Der war auch Oldtimer-Liebhaber, fuhr Ferrari. Er war ein herzlicher Lebemensch. Wir mochten uns einfach gut leiden. Dadurch habe ich auch Nora kennengelernt. Daraus hat sich ebenfalls eine gute Freundschaft entwickelt.

Nora Baumberger, deren Bilder du als  ART NETWORK exklusiv vertrittst. Schon reizvoll, oder, die andere Seite … die B-Seite, wie wir sagen … kennenzulernen? 

Peter Koenen: Ich wusste von Karsten, dass sie malt. Ich bin dann im Herbst mal hingefahren und habe mir das angesehen. Ich wusste ja gar nicht, ob das verkäuflich ist oder was für ein Stil das ist. Weißt du, es malen unheimlich viele Leute irgendwelche krummen Birken, und das ist auch völlig in Ordnung. Aber die Frau malt richtig gut! Nora hat früher in Prag eine staatliche Kunstschule besucht. Das ist kein Promi-Hobby, das ist ihre erste Leidenschaft. Die Sachen sind ästhetisch, und toll ausgearbeitet.

Nora hat große Pläne. Sie produziert demnächst eine Serie über ihre Lebensgeschichte. Sie hat mich angesprochen, ob wir in dem Zuge nicht eine gemeinsame Ausstellung machen wollen, bei der auch das Kamerateam dabei ist. Wir gehen das in Ruhe an. Wir wollen die Geschichte von ihrer Kunst erzählen. Die B-Seite eben.

Die B-Seite. In der Musik war das früher die Rückseite der Schallplatte. Dort fanden sich oft die Lieder, die nicht für den schnellen kommerziellen Ruhm geschrieben wurden, sondern die echten, rauen, persönlichen Stücke der Künstler. Die Werke, in denen die Seele wohnte. Nora Baumbergers B-Seite ist es, ihre innere Welt mit dem Pinsel auf die Leinwand zu bringen. Hier bestimmt sie selbst, wo das Licht hinfällt. Hier hat sie die Deutungshoheit über den Blick zurückerobert.

Die Teller vor uns sind längst leer, der Riesling versiegt. Unser Trialog neigt sich dem Ende … Zeit zu gehen – doch das war erst das Vorspiel. Wir sind uns des Wiedersehens gewiss, sei es zur Homestory bei Nora Baumberger, zum Check-up beim Internisten Karsten Becker, zum Gäng Massaman Curry im Ayutthaya oder zur „Tatortbesichtigung“ in der Galerie von Peter Koenen. Zum letzten genannten Vorhaben zücken Peter und ich unsere Kalender, um einen Termin abzustimmen. Wir verabschieden uns von Karsten Becker, dem stillen Multipassionisten, der sich wieder auf den Weg macht zu seinen Patienten und in seine Sprechstunde stürzt. 

Akt II: Tatort Kunst – Die Spurensuche in der Galerie

Mittwoch | 11. Februar 2026 | 17:00 Uhr | TATORT-Besichtigung Karolingerstraße 32 | 46395 Bocholt | Kunsthandel Koenen | ART network

Auf der anderen Seite dieser physische Raum in Bocholt – ein vollgepackter, analoger „Tatort Kunst“, in dem es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt. Wer hier eintritt, spürt sofort: Man kann Kunst via Mausklick in einen Warenkorb legen – man muss aber nicht. Kunst will gesehen, gefühlt und im besten Fall „entdeckt“ werden – ein ideales Terrain, um dem Zufall eine Chance zu geben. 

Während ich kleine Strahler und Spurentafeln bereitstelle, bitte ich Peter, die Deckenbeleuchtung der Galerie zu dimmen. Ich platziere die kleinen, leistungsstarken Lampen auf dem Boden. Normalerweise nutzt man dieses Equipment, um am Tatort latente Spuren, Fußabdrücke oder Fasern sichtbar zu machen, weil das Streiflicht Dinge offenbart, die dem bloßen Auge verborgen bleiben. Heute richten wir diese Strahler auf Leinwände. Peter zieht zunächst ein paar Exponate aus den Ecken und breitet sie aus, die ihm persönlich wichtig und erzählenswert erscheinen. Spurentafel-Nr. 1 arrangiere ich in einer Selektion von Rizzi-Bildern – wie sich unschwer erkennen lässt. 

Die Bilder liegen wie wertvolle Beweisstücke auf dem Boden, angeleuchtet von dezent arrangierten Lichtkegeln.

Peter, wir illuminieren hier gerade „Beweisstücke“. Lass uns mit dem Fall starten, den wir beim Thai-Dinner besprochen haben: die Bilder von Nora Baumberger. 

Zwei Gemälde aus den Pinselschwüngen von Nora finden den Weg ins Licht – passend dazu Spurentafel-Nr. 2. Ästhetisch friedvoll, so mein erster Eindruck, den ich mit Peter teile. 

Wenn du ganz nah rangehst, kannst du den Duft der Malerin schnuppern – kein Witz – die Leinwände haben einen leicht parfümierten Geruch. 

Während ich mich ansonsten auf meine Nase ziemlich gut verlassen kann, bin ich mir in diesem Fall nicht sicher, ob es Einbildung oder wohlduftende  Wahrheit ist, was in meinem Riechkanal ankommt. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagen würdet, wenn ihr die Galerie besucht – Noras Werke in Augen- und Nasenschein nehmt ;-). Für mich auf jeden Fall ein Mysterium, welches in einer Homestory im Hause Baumberger zu klären gilt. 

Spurentafel-Nr. 3 platziere ich inmitten einer Selektion von Armin Mueller-Stahl. Die Werke dieses Promi-Künstlers haben mich schon im ersten Part der Story gecatcht – wie man neuerdings sagt (Grüße an die Charlotte & Joel an dieser Stelle). 😉 Ich bitte Peter, das unschwer zu erkennende Bild von Leonard Cohen dazuzustellen – ich bin ein Fan seiner Stimme und Songs … neuerdings auch von dessen Bild, so wie Armin Mueller-Stahl ihn gesehen und gemalt hat. 

Übrigens gibt es eine Querverbindung zu dem Porträt unseres
heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier –
Spurentafel-Nr. 8. Mit diesem und seiner Frau hat Peter mal einen Abend verbringen dürfen. Näheres erzählt euch Peter gerne selbst. 

Während wir mit Nora die eher unbekannte B-Seite einer Prominenten kennengelernt haben, ist die Rückseite von Udo Lindenbergs zweitem Talent schon relativ bekannt, oder? Erzähle gerne etwas zu seinen Bildern in eurem Portfolio … und wie der Maestro so tickt. 

Wir haben hier ungefähr 150 Lindenberg-Werke, darunter limitierte und handsignierte Siebdrucke, aber auch vier oder fünf absolute Originale, also Unikate. 

Zeig mir bitte ein solches. Und … was darf man dafür berappen, wenn man ein solches Werk sein Eigen nennen will? 

Peter leitet mich von der Spurentafel-Nr. 4, die inmitten einiger Lindenberg-Werke platziert ist, zu einem Bild, in dessen Mitte ein Zeppelin mit der Aufschrift „Ich mach mein Ding“ gleitet. 

Bei dem Original sind wir im fünfstelligen Euro-Bereich unterwegs. Das gibt es halt nur einmal. Ich habe mich schon oft persönlich mit Udo unterhalten dürfen. Dann stehst du neben ihm, während er dir seine Sicht von „den Letzten beißen die Hunde“ erzählt, untermalt von wilden Gesten. Udo Lindenberg ist wirklich zu der Kunstfigur geworden, die er immer darstellt. Er lebt das maximal authentisch.

Während viele Prominente eine klare Trennlinie zwischen Bühne und Privatleben ziehen, scheinen bei Lindenberg Hut, Zigarre und Nuscheln mit der DNA verschmolzen zu sein. Das vor uns hängende Bild „Ich mach mein Ding“ ist somit nicht nur aufgetragene Farbe, sondern ein Stück in Leinwand gegossene deutsche Musikgeschichte.

Wie sieht der Kontrast zu Otto Waalkes aus … beide haben ja einen ganz engen Draht zueinander, resultierend aus der Zeit ihrer Hamburger-WG.  Dessen Werke findet man auch hier. Wie waren deine Begegnungen mit Otto … erlebt man ihn privat genauso überdreht wie auf der Bühne?

Überhaupt nicht. Otto ist, wenn du ihm persönlich begegnest, ein ganz normaler, bodenständiger Typ. Er kann ganz normal reden, ohne diesen ständigen Klamauk. Bei einem unserer Treffen, habe ich ihm Details zu unseren Einrahmungen gezeigt. Er rief dann direkt seinen Assistenten Thomas dazu und meinte völlig fasziniert: ‚Sieh mal hier, so eine Einrahmung müssen wir auch machen.‘. Als wir uns verabschiedeten, stand er da ganz bescheiden und sagte nur: ‚Vergesst uns nicht.‘ Einfach ein unglaublich sympathischer, normaler Mensch.

Schon beeindruckend, welchen Untouchables Peter durch
die Kunst begegnen und kennenlernen durfte. Ich erinnere
seine Geschichte zu James Rizzi und bitte Peter zur Spuren-
tafel-Nr. 1.

Richten wir das Licht auf einen Künstler, der leider nicht mehr unter uns weilt, aber dessen Teil-Erbe hier in Bocholt bei euch schlummert: James Rizzi. Du hast mir beim Begrüßungssekt vorhin den großen Schrank geöffnet. Das ist ja ein regelrechter Rizzi-Tresor!

Ja, das lässt sich schwer ahnen, was wir hier in Bocholt lagern. Wenn du in eine normale Galerie gehst und die haben vielleicht 50 Rizzi-Werke, dann ist das schon extrem viel. Wir haben hier bestimmt 300 Stücke, davon schätzungsweise 40 bis 50 Originale oder handsignierte Werke. Die Geschichte mit Rizzi ist für mich sehr emotional. Wir hatten 2011 eine große Ausstellung mit seinen Werken hier in der Galerie, die sollte eigentlich bis zum 24. Dezember laufen. Heiligabend habe ich den Laden abgeschlossen und bin in die Weihnachtsferien gegangen. Und dann kam am 26. Dezember die Nachricht durch die Tagesschau: James Rizzi ist völlig unerwartet verstorben.

Der „Tatort Kunst“ wartet auf uns. Mit originalen Spurentafeln aus dem Kriminaltechnik-Zubehör-Shop und speziellem Lichtequipment zur punktuellen Ausleuchtung enterte ich Peters Galerie. 

In die Storyline rund um den Kunsthandel Koenen hatte ich eine bewusste „Sollbruchstelle“ eingebaut. Im ersten Teil (siehe letzte Ausgabe) ging es vornehmlich um Peter, seine Vita, seine Faszination für Kunst. In dem jetzt vor uns liegenden Part sollte es um die Werke und  Storys  zu den 45 Künstler aus dem Portfolio des Kunsthandels gehen – um Begegnungen.

Mit im Gepäck: eine Flasche PAN Blanc – ein grandioser Winzersekt von unseren vinologischen Freunden der Winzerfamilie Thomas & Theobald Pfaffmann. 90 Monate auf der Hefe gelagert – ein würdiger Tropfen, um mit Peter und seiner „Kunstkomplizin“ Sybille Wulf auf das 20-jährige Jubiläum des Kunsthandel Koenen anzustoßen. Die beiden haben sich vor fast 40 Jahren bei Peters erstem Arbeitgeber, dem
Kunsthandlung Wissing am Gasthausplatz, kennengelernt. Dort wurden sie Teamkollegen im Hinblick auf Kunst. 

Während der gereifte Tropfen im Glas sein Perlenfeuerwerk abfeuert, lasse ich den Blick schweifen. Mein zweiter Besuch in Peters Galerie – heute in anderer Mission. Kein interessiertes Schlendern … sondern echte Spurensuche, die auch die Winkel und Objekte erfassen soll, die dem oberflächlichen Betrachter verborgen bleiben. Einhergehend mit Peters „Vernehmung“ zu den Machern dieser Werke und den dahinter liegenden Geschichten. 

Es ist dieser faszinierende Kontrast, der Peter Koenens Welt so besonders macht. Auf der einen Seite das perfekt organisierte, hybride Art NETWORK, das mit lupenreinen 5-Sterne-Bewertungen bei Google glänzt und Kunstwerke digital in den gesamten deutschsprachigen Raum versendet. 

James Rizzi und Peter Koenen im Jahre 2011

Ein Schock für die Kunstwelt. Wie reagiert man da als
Galerist, wenn die Ausstellung quasi noch an den Wänden hängt?

Peter Koenen: Wir standen vor der Entscheidung, was wir tun. Normalerweise explodieren die Preise sofort, wenn ein berühmter Künstler stirbt. Wir haben uns entschieden, die Ausstellung um vier Wochen zu verlängern – und zwar exakt zu den alten Preisen. Das war der absolute Wahnsinn, die Leute strömten in den Laden wie verrückt. Wir haben in diesen vier Wochen nach seinem Tod mehr verkauft als im gesamten Ausstellungszeitraum davor.

Der Wert der Endlichkeit. Es ist eine harte, aber unumstößliche Wahrheit des Kunstmarktes: Der Tod eines Künstlers friert sein Lebenswerk ein. Es kommt nichts Neues mehr hinzu. Was vorher ein Bild war, wird plötzlich zu einem historischen Dokument, einem unwiederbringlichen Fragment einer abgeschlossenen Biografie.

Wir schwenken über die Werke von Frank Zander (Spurentafel-Nr. 5), Janosch (Spurentafel-Nr. 6) hin zu Impressionen des Cartoonisten Peter Gaymann. Insbesondere die Küchenbilder mit den Hühnern (Spurentafel-Nr. 7), erachtete ich als würdig, unsere Private-Kitchen-Suite aufzupeppen ;-). Mit der Spurentafel-Nr. 9 habe ich das Bild gesegnet, was seinerzeit den Anstoß für Story Part I gab – welche in der letzten PAN-Ausgabe (Spurentafel-Nr. 10) verewigt ist. 

Du vertrittst nicht nur die lauten Prominenten. Du bist auch ein Kurator für Geheimtipps. Du hast ein Auge für die stillen Talente, die den Markt bereichern. Stelle uns doch bitte einen solchen aus deinem Portfolio von insgesamt 45 Künstlern vor. 

Gerne. Dann würde ich mit Claus Schenk beginnen, der wird dieses Jahr 80 Jahre alt. Er hat sein Leben lang von der Kunst gelebt. Claus ist ein absoluter Meister darin, Bilder zu entwerfen. Wir haben mit ihm eine Kooperation gestartet und er hat für uns fantastische Motive von Bocholt gemacht – das Historische Rathaus, detailverliebt und vielschichtig. Gestern Abend hatte ich ihn noch am Telefon. Mit seinen fast 80 Jahren lässt er es etwas ruhiger angehen – d.h. er malt und gestaltet nicht mehr so viel. Wir sind mittlerweile die einzige Galerie in Deutschland, mit der er überhaupt noch zusammenarbeitet. Das ehrt mich unglaublich, weil es auf Vertrauen und Verlässlichkeit basiert.

Schaut selbst, ob ihr hinter der Spurentafel-Nr. 11 und 12 die Werke eines Menschen vermutet, der beinahe acht Jahrzehnte auf diesem Planeten lebt? 😉 

Und das Gegenstück zu dem 80-jährigen Routinier? …
jemand aus der jüngeren Garde vielleicht? 

Peter geleitet uns zu Werken, die er vor mir ausbreitet, die wir mit der Spurentafel-Nr. 13 belegen. 

Das ist Apollo. Ein wahnsinnig smarter, junger Künstler. Er arbeitet mit 24-Karat-Blattgold, integriert echte Dollarnoten in seine Werke und – das ist der Clou – er signiert nicht nur per Hand, sondern setzt immer auch seinen echten Fingerabdruck als Signatur daneben. Das ist modern, wertig und hat eine ganz eigene, faszinierende Street-Art-Ästhetik.

Ich rücke die Kamera und mich näher ran. Tatsächlich … die Signaturen sind zusätzlich mit einem roten Fingerabdruck personalisiert. Die Papillarleisten und das Grundmuster sind so deutlich zu erkennen, dass der gute Apollo eine „weiße Weste“ haben sollte, um nicht durch eines seiner Werke entlarvt zu werden. 😉 Das Blattgold macht gerade im dezenten Scheinwerfer-Licht eine gute Figur – der im Spiegel posierende Dagobert Duck ebenfalls. 

Die gesamte Szenerie ist ein Fest für jeden Spurensicherer – diesmal mit Blick auf die Kunst. 

Peter, lass uns diese intensive Beweisaufnahme mit einer würdigen Geschichte abschließen. An welche Werke legen wir die letzte Spurentafel für heute an? Gerne eine Story, die prägend für dich als Galerist ist. 

Der kurzen Überlegung folgt ein längeres Schmunzeln. Peter stellt eine Selektion an Zeichnungen von Günter Grass zusammen (Spurentafel-Nr. 14). 

Vor einiger Zeit kam ein Kunstinteressierter in den Laden, als ich nicht da war. Er hatte recherchiert, dass wir Unikate von Günter Grass ausstellen. Vier dieser absoluten Unikate hatten es ihm angetan. Deren Gesamtwert: 22.800 Euro. Er ließ über Sybille anfragen, was man denn am Preis machen könne. Bei fast 23.000 Euro hatte er sich vorgestellt:  ‚Komm, machen wir glatte 20.000 Euro.‘.

Und was hast du gemacht?

Ich habe Sybille gesagt: Richte ihm liebe Grüße aus, aber ich gehe keinen einzigen Euro runter. Später habe ich ihn persönlich angerufen und ihm erklärt, warum. Eines der Bilder war eine Frau mit einem sehr langen Hals – das war das Porträt von Günters erster Frau, zu der er ein spezielles Gedicht geschrieben hatte. Ein anderes Bild war ein Hahnenkampf, den Grass während eines sechsmonatigen Aufenthalts in Indien beobachtet und verarbeitet hatte. 

Ich sagte dem Kunden: ‚Verstehen Sie, diese Bilder sind nicht einfach so dahingemalt. Das sind tiefe, persönliche Ausschnitte aus dem Leben von Günter Grass. Diese Werke werden im Wert nie fallen.‘. 

Zwei der Bilder waren noch ungerahmt. Ich habe ihm versprochen, dass ich diese beiden auf meine Kosten hochwertig mit Museumsglas rahmen lasse und sie ihm persönlich an die Wand hänge. Aber der Preis für die Kunstwerke blieb auf den Cent genau bei 22.800 Euro. Er hat es verstanden – und gekauft.

Mein Learning: Man kann über alles verhandeln – über Rabatte, Skonto und Rahmenpreise. Aber eine authentische Lebensgeschichte ist unverhandelbar. Wer die Kunst nur nach dem Preis pro Quadratzentimeter Leinwand bewertet, hat ihren wahren Wert nicht verstanden. 

Peter Koenen ist kein Verkäufer von Farbe auf Stoff; er ist ein Bewahrer von Momenten. 

Die Strahler werfen noch immer kontrastreiche Schatten auf die Werke, die vor uns auf dem Boden der Karolingerstraße liegen. Die Spurensuche hat ergeben: Hinter jedem großen Namen steckt eine B-Seite, hinter jeder Signatur ein Mensch.

Akt III: Der Blick nach vorn – Das Jubiläumsjahr 2026

Die Bilder, die eben noch wie Beweisstücke auf dem Boden lagen, werden sorgsam in ihre schützenden Mappen und an die Wände zurückgebracht. Nach der intensiven Spurensuche in der Vergangenheit und den B-Seiten der Künstler ist es Zeit, durchzuatmen und beim letzten, inzwischen warm gewordenen Schluck Sekt, den Blick nach vorn zu richten.

Appollo mit Peter Koenen

Peter, wir haben jetzt tief in die Lebensgeschichten deiner Künstler geblickt. Lass uns den Scheinwerfer auf deine eigene Geschichte und die Zukunft richten. Im August 2026 steht ein Meilenstein an: 20 Jahre Selbstständigkeit, 20 Jahre „Kunst tut gut“. Wenn du all diese Jahre in ein einziges Kunstwerk packen müsstest – wie sähe dieses Bild aus?

Peter nimmt sich den Raum zum Denken, den ich übergeben habe und schaut durch seine Galerie …

Weißt du, am Anfang war das hier ein ganz normaler, kleiner Laden. Man wird im Laufe der Jahre einfach mutiger, weil man merkt, dass es funktioniert, wenn man authentisch bleibt. Wenn ich ein Bild von diesen 20 Jahren malen müsste, dann wäre das vermutlich eine große Collage, auf der all diese Menschen drauf sind – Udo, Otto, Armin, Janosch, Apollo, Claus Schenk, Dolly etc.  Sie alle haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir heute hier stehen, auch wenn sie es oft gar nicht wissen. Eigentlich müsste auf diesem Bild unsere hybride Welt zu sehen sein – unten der analoge Hotspot hier in Bocholt und darüber das große, digitale Netzwerk. Das ist es, was uns heute ausmacht.

20 Jahre. Das ist in der schnelllebigen Kunst- und Onlinewelt fast schon ein Erdzeitalter. Wer zwei Jahrzehnte nicht nur übersteht, sondern stetig wächst, hat verstanden, dass Kunsthandel kein reines Transaktionsgeschäft ist. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist das Jonglieren mit Emotionen, Vertrauen und handwerklicher Präzision. Peter Koenen hat aus einem kleinen Laden eine Institution gemacht, ohne sich jemals hinter einer elitären Fassade zu verstecken.

Dieser Teil deiner Story hält Einzug in eine PAN-Ausgabe, die wir als „Meisterstück“ bezeichnen. Was genau ist für dich in der Kunst ein Meisterstück?

Das ist eine verdammt schwere Frage. Was ist ein Meisterstück? Ist es diese unfassbar akribische Fummelei und filigrane 3D-Arbeit von James Rizzi, in der tausende kleine Fenster und Figuren stecken? Oder ist es die Genialität eines Armin Mueller-Stahl, der mit gefühlt nur fünf lockeren Pinselstrichen ein Charakterporträt erschafft, das dir sofort unter die Haut geht?

Wir einigen uns darauf, dass das Meisterstück sowohl im Auge des Betrachters liegt, als auch im Künstler selbst – er sollte am besten beurteilen können, mit welchem Stück er sich selbst die Krone aufsetzen würde.

Peter mit Günter Grass

Udo und Peter gut gelaunt

Weil du jemand bist, der die Kunst gern aus den Rahmen befreit und zu den Menschen bringt, planst du 2026 Ausflüge abseits der klassischen Vernissagen. Die Rizzi-Kirchenfenster in Essen hast du schon angeteasert. Wie darf man sich so einen Kunst-Trip mit dir vorstellen?

Ohne Chichi! – auf jeden Fall. 😉 Stell dir vor: Ein großer Bus parkt hier vor der Galerie in Bocholt. Wir heißen unsere Gäste willkommen, steigen gemeinsam ein und fahren nach Essen zu der Kirche mit den Rizzi-Fenstern. Schon im Bus erzähle ich ein paar Geschichten, es gibt die ersten Drinks, man tauscht sich aus. 
Vor Ort wird uns dann der Pastor der Gemeinde aus erster Hand die Magie dieser Fenster erklären. Und danach? Danach gehen wir nicht in irgendein Fine-Dining-Restaurant. Ich möchte mit allen zünftig einkehren – in ein Brauhaus oder Ähnliches. Da gibt es dann eine ordentliche Portion Gulasch oder Bratkartoffeln mit Spiegelei. Einfach ein toller, geerdeter Tag mit Leuten, die Lust haben, ihren Horizont zu erweitern.

Das klingt nach dem perfekten barrierefreien Zugang. Und es gibt noch ein zweites Format, das in der Pipeline steckt: Hollywood kommt nach Bocholt.

Ganz genau. Wir haben hier im Laden unglaubliche Mengen an Hollywood-Kunst und Originalen. Mein Plan ist ein richtig cooler Abend im Kinodrom. Ein Empfang im Spencer’s Bistro, gepaart mit einer maßgeschneiderten Kunstausstellung unserer Hollywood-Schätze, und im Anschluss schauen wir gemeinsam einen passenden Film. Eine cooles Event, um dieses Jubiläumsjahr gebührend zu feiern.

Epilog: 

Mut zur Serendipity

Die Pläne sind groß, die Energie in der Karolingerstraße ist greifbar – wir sind gespannt auf das, was kommt, und dankbar für die Zufälle, die wir erleben durften. Zu Beginn sprachen wir über Serendipity – die Kunst, den glücklichen Zufall nicht als Fehler im Algorithmus, sondern als Einladung des Lebens zu betrachten. Karsten Becker, der Arzt, der Herzen repariert und  Motoren pflegt, nahm 33 Kilometer Fahrt auf sich, um an genau jenem Tag in jenem Restaurant zu sitzen. Peter Koenen ließ eine Dolly-Buster-Leinwand nicht einfach unbeachtet, sondern erkannte die echte Kunst hinter dem plakativen Namen.

Genau das ist die Magie, die unser aller Leben reicher macht. Die Algorithmen unserer Smartphones wollen uns weismachen, sie wüssten genau, was wir suchen. Doch die wertvollsten Dinge im Leben finden wir, wenn wir gar nicht nach ihnen gesucht haben. Wenn wir den Blick vom Display heben, dem ungewohnten Geruch folgen, mit Fremden ins Gespräch kommen oder einfach mal das Meisterstück in einer unerwarteten Ecke suchen.

Das Jahr 2026, so spürt man es nach diesem Nachmittag, wird kein Jahr des passiven Abwartens. Es wird ein Jahr der Begegnungen, der zünftigen Gulasch-Abendessen nach dem Kunstgenuss, des Hollywood-Events und der ehrlichen Spurensuche am „Tatort Kunst“.

Also, liebe PAN-Leserinnen und Leser: Geht raus, bleibt offen und neugierig. Es gibt keine Zufälle – es sind lauernde Chancen ;-).

Und bis dahin gilt unverändert das unerschütterliche Koensche Gesetz: Kunst tut gut.

ps: Bei den Gedanken an Martin Luther Kings „I have a dream“ habe ich mit Peter eine Vision erörtert:  Wie wäre es, all die Werke, die hier in der Karolingerstraße schlummern, einmal in einem großen, außergewöhnlichen Rahmen zu präsentieren? 

Kirsten und ich waren unlängst im Louvre in Paris – imposant, beeindruckend, erschlagend … so unser Fazit. Vor meinen Augen puzzelt sich eine Art pop-up „Unplugged-Vernissage“ zusammen – ein Bild zu einer Ausstellung der anderen Art, das ich mit Peter teile. Die Gedanken ringen ihm ein Lächeln ab – kein müdes, wie ich finde ;-). 

Neben der Faszination für besondere Filme wie Enemy Mine, Silver Linings etc. verbindet uns das Denken in Möglichkeiten. Dinge zu verbinden, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören …Facetten in Menschen zu entdecken, die man nicht vermutet hätte. 

Während Peter sich unter anderem darauf spezialisiert, Bilder in Gebäuden und Räumen zu arrangieren, übe ich mich darin, Gedanken und Worte in eine lesegeschmeidige Form zu kuratieren – auch eine Form von Kunst … wenn man diese Sichtweise zulässt. 

noch ein ps: Im Zuge der Transformation unseres PANs haben wir entdeckt, dass es noch eine starke Gemeinsamkeit mit dem ART network auszeichnet – welche wir künftig stärker in den Fokus rücken. Es steckt seit 1999 im PAN – die tiefe Bedeutung hat sich erst Anfang dieses Jahres für uns erschlossen: PAN wie Pictures | Advertorial | Network 

Auf die Netzwerke, lieber Peter.

Kunsthandel Koenen ART NETWORK 
Karolingerstr. 32, 46395 Bocholt 
Tel.: +49 (0) 2871 260 636

info@artnetwork-shop.de / www.artnetwork-shop.de