Text: Roland Buß | Fotos: Kirsten Buß
Wie sich das Fliesenlegerhandwerk zur Hochleistungsdisziplin
entwickelt hat – von der Fliese im XXL-Format bis zur perfekten Symbiose aus Handel und Handwerk
Eine „Tatortbesichtigung“ der besonderen Art
Der Prolog
Für all jene unter euch, die erst jetzt in unsere Fliesen-Hüning-Saga einsteigen, fassen wir die vielen Facetten unseres Dialogpartners noch einmal kurz zusammen. Und wie ginge das besser, als mit einem Stück TV-Nostalgie? Schließt für einen Moment die Augen und stellt euch die unverwechselbare, sanft gehauchte und leicht ironische Stimme der legendären Susi Müller aus dem damaligen Format „Herzblatt“ vor:
„Also, liebe PAN-Leserinnen und -Leser … wer soll euer Herzblatt sein?
Ist es Kandidat Nummer eins? Der familiäre Frühaufsteher, dessen Wecker unerbittlich um 03.25 Uhr morgens klingelt. Ein Mann, der als stolzer, vierfacher Vater – inklusive frisch geschlüpftem Zwillingspärchen – logistische Meisterleistungen vollbringt und nach Feierabend an seinem originalen Batman-Flipper die Kugeln fliegen lässt.
Oder entscheidet ihr euch für Kandidat Nummer zwei? Den unerschrockenen Excel-Dompteur und rastlosen Sammler. Ein Projektleiter, der 3.500 Detailaufgaben für den Bau des monumentalen CERAM.store in Kaarst mit einem Lächeln bändigt und mal eben 100.000 Kilometer quer durch Europa fährt, um mit seinem Vater 1.800 Faller-Modellautos aufzuspüren. Ein pragmatischer Macher, der auch kurzerhand mal selbst die hauseigene Fliesen-Hüning-Image-Mappe layoutet.
Oder pocht euer Herz für Kandidat Nummer drei? Den wortgewandten Kommunikationstrainer und „Chief Storytelling Officer“. Ein kaufmännischer Leiter, der als rechte Hand der Geschäftsführung die Prozesse der Fliesenwelt auf links zieht
Ein Exo-Skelet unterstützt den Mitarbeiter
und dessen Herz so sehr für sein Team brennt, dass er selbst auf die Frage nach seinem Lieblingsfußballverein am Wochenende nur eine einzige Antwort kennt: Fliesen Hüning. Ein Mann, der mit dem Team Fliesen-Hüning im ‚Regio-Manager‘ jüngst ganz offiziell zum größten Fliesenhändler im Münsterland gekürt wurde. Jemand, für den der Slogan #WirSindFliese kein simpler Hashtag für Social Media ist, sondern die absolute, leidenschaftliche Identifikation mit seinem Gewerk.
#WirSindFliese
Also, liebe Leser … jetzt müsst ihr euch entscheiden!“
Auch, wenn es schwerfällt zu glauben … es gibt eine Person, die all diese Facetten in sich vereint: Sebastian Thieme – ein sympathisch schräger Multigraf, dem man seine Umtriebigkeit auf den ersten Blick nicht ansieht. 😉
Dessen Besuch und der Fortführung unserer Story-Kooperation mit Fliesen Hüning sehen wir mit Spannung entgegen.
Was bisher geschah … geschrieben steht? Scannt die Codes und taucht ein in Fliesen Hüning Story Part I & Part II
Donnerstag, 12. Februar 2026 | 12.45 Uhr 46397 Bocholt | Münsterstraße 12 Redaktionsräume des PAN
Der Duft von Morchelrahm, zarten Schweinefilet-Tranchen und feiner Trüffelpaste liegt in der Luft. Als Dankeschön für unsere außergewöhnlich geschmeidige Zusammenarbeit haben Kirsten und ich Sebastian kurzerhand auf einen Teller Spaghetti an unseren Redaktionstisch eingeladen.
Gastfreundschaft à la PAN eben – und vielleicht auch ein klein wenig die Sorge, dass er zwischen Babybrei und Alete-Gläschen kulinarisch zuletzt etwas zu kurzgekommen sein könnte.
Während Fellnase Paula unter dem Tisch auf den unwahrscheinlichen Fall eines herunterfallenden Fleischstückchens spekuliert, blicken wir in das Gesicht eines Mannes, der in den vergangenen Monaten privat wie beruflich das sprichwörtliche Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten hat.
Leben 4.0 – Wenn der Citroën Space Tourer ruft
Nachdem die ersten Trüffel-Nudeln verspeist sind und der obligatorische Cappuccino in Griffweite steht, widmen wir uns einem naheliegenden Thema: Die Augenringe halten sich in Grenzen, doch die Resilienz unseres Gastes scheint derzeit auf eine harte Probe gestellt.
Sebastian, zunächst das Wichtigste: Wie geht es der frisch gebackenen Großfamilie? Sind Mila, Phil und die Mama wohlauf nach den anfänglichen Turbulenzen?
Den beiden geht es blendend! Wir haben heute Morgen den erst Impftermin erfolgreich absolviert. Phil hat seinen kleinen Gewichtsvorsprung, den er schon bei der Geburt hatte, gut verteidigt, aber beide entwickeln sich prächtig. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist einfach alles komplett anders geworden. Eine wunderschöne, faszinierende Zeit, die uns logistisch und emotional aber natürlich auch extrem fordert – Leben 4.0 im besten Sinne
Ich erinnere mich an unseren letzten Austausch. Da stand eine Excel-Tabelle mit 3.500 Detailaufgaben für den Bau des CERAM.store im Raum. Gibt es für die Kinderhege, Pflege und Erziehung eigentlich auch so eine Tabelle?
Keine Tabelle 😉 … aber äußerst strukturiert, das muss ich gestehen. Das bleibt dir bei Zwillingen ehrlicherweise auch gar nicht erspart, sonst verlierst du dich völlig im logistischen Klein-Klein. Wenn du anfängst, die beiden nacheinander zu füttern, hat dein Tag plötzlich 48 Stunden und du kommst trotzdem zu nichts. Wir haben das von Tag eins an synchronisiert: Wenn einer Hunger hat, wird der andere sanft mitgeweckt. Inzwischen haben sie exakt denselben Rhythmus – sie sind gleichzeitig satt und fallen gleichzeitig in den Schlaf. Eine perfekte Taktung, von der wir im Alltag jetzt extrem profitieren.
Wie dürfen wir uns den logistischen Spagat zwischen vier Kindern, davon zwei Säuglingen, und der Geschäftsführung eines so agilen Unternehmens vorstellen? Und … passt ihr als Family überhaupt noch in ein normales Auto?
Das war in der Tat unser nächstes logistisches Nadelöhr!
Irgendwann kommst du einfach an den Punkt, wo der Platz restlos ausgeschöpft ist. Wir haben dann direkt zur absoluten Maximalgröße in der Busklasse gegriffen – einem Citroën Space Tourer.
Da kannst du den Zwillingskinderwagen im Ganzen hineinstellen, Kofferraum zu, und hast trotzdem noch bequeme Sitzplätze für acht Leute. Ein absolut geiles Auto. Die Kehrseite der Medaille: Wenn du damit in eine normale Parklücke fahren willst, hast du eigentlich keine Chance mehr. Du parkst damit nicht, du legst an. 😉
Das Meisterstück in einer digitalen Welt
Wir erzählen davon, dass diese über 200-seitige Sonderausgabe den internen Arbeitstitel „Meisterstück“ trägt. Von der Zeit, die wir uns nehmen, um unseren Workflow mittels künstlicher Assistentinnen zu verfeinern – von unserem PAN-Projekt 6.0.
Wenn man heute über KI und Automatisierung spricht, könnte man meinen, das klassische Handwerk stirbt aus. Wie siehst du das aus eurer Branchenperspektive?
Für die reine Inspiration ist KI natürlich genial: Raum fotografieren, per App neu designen lassen, fertig. Die harte Realität auf der Baustelle sieht allerdings komplett anders aus. Das Gewerk Fliese ist in den letzten 15 Jahren zu einer absoluten Hochleistungsdisziplin herangewachsen.
War die Fliese früher in erster Linie ein funktionaler, handwerklich solider Belag – meist im klassischen 30 × 30-Raster –, bewegen wir uns heute in gigantischen Dimensionen von 1,20 mal 2,80 Metern. Die Fliese ist heute zur Architektur geworden!
Das heißt, die Anforderungen an Eure Handwerker haben sich analog zu den Formaten ebenfalls massiv vergrößert?
Ganz genau. Bei diesen Großformaten ist absolute Präzision gefordert. Wir sprechen hier schon lange nicht mehr über das simple Prinzip ‚Kleber und Fliese‘, sondern über eine echte technische Gesamtkonstruktion.
Der Fliesenleger von heute ist deshalb nicht mehr nur der Ausführende, sondern Techniker, Gestalter und Koordinator in einer Person. Die modernen Kanten der Keramik sind oft exakt auf 90 Grad gesägt. Wenn die Lichtachsen im Raum darauf treffen, deckt das Licht jede Millimeter-Ungenauigkeit sofort auf.
Ich erinnere mich an meinen Ferienjob im Straßenbau – Anfang der 80er. Schon damals stand die Vision im Raum, dass es irgendwann Maschinen geben würde, die Pflastersteine im Akkord setzen. Zeit nachzuhaken, wie rasant sich die Technik seither wirklich entwickelt hat:
Wird euch der technologische Fortschritt, beispielsweise durch Automatisierung und Verlege-Roboter, diese Präzisionsarbeit in Zukunft nicht abnehmen?
Ich wurde erst im Oktober nach China eingeladen, um mir genau solche Fliesenverlege-Roboter live anzusehen. Der technische Fortschritt dort ist massiv.
Aber die Pointe ist: Weißt du, was du brauchst, um diesen Roboter auf der Baustelle überhaupt zu bedienen? Drei Personen! Und einer davon muss nach wie vor den Kleber perfekt anrühren und echtes Fachwissen mitbringen.
Die Bau-Realität in Deutschland heißt zudem oft Renovieren und Sanieren. Du kannst hier nicht einfach im leeren Raum das Badezimmer fliesen und das Haus dann später drumherum hochziehen.
Wer erstellt das technische Angebot dazu? Wer wuchtet die 90 Kilogramm schweren XXL-Fliesen millimetergenau an die Wand im sechsten Stock? Wenn es wirklich ans Machen geht, bleibt Handwerk unersetzlich. Da brauchst du Menschen, die zupacken, die das Material fühlen und wertzuschätzen. Das macht dir kein Roboter.
In diesem Moment spürt man deutlich: Hier spricht nicht nur ein kaufmännischer Stratege, sondern jemand, der die Seele des Handwerks tief in sich trägt. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht war für ihn deshalb auch ein immens wichtiges Signal an den Markt – ein unübersehbares Zeichen für Qualität. Wer Sebastian etwas besser kennt, weiß: Philosophische Gedanken sind für ihn meist nur das Aufwärmprogramm für die perfekte, mitarbeiter- und prozessorientierte Umsetzung.
Genau diesen kompromisslosen Qualitätsanspruch hat das Team von Fliesen Hüning im vergangenen Jahr radikal neu gedacht. Da blieb kein Stein bzw. keine Fliese 😉 auf dem anderen. Da wurden Dogmen in die Ecke gestellt, um Freiraum für neues Denken zu schaffen.
Dornröschenschlaf beendet – Die neue Verlegeabteilung
Du hast vorhin angedeutet, dass Ihr die Verlegeabteilung im vergangenen Jahr komplett umstrukturiert habt. Was genau war der Auslöser, diesen Bereich – der ja eigentlich das Herzstück des Handwerks ist – derart radikal anzupacken?
Ich muss gestehen: Wir haben über zwölf Jahre lang nicht mehr so richtig tief in unsere eigene Verlegeabteilung geschaut. Da ist jahrelang einfach nichts den aktuellen Gegebenheiten angepasst worden. Es wurden keine Prozesse mehr aktualisiert, auf Marktbedingungen wurde reagiert statt proaktiv auf sie zuzugehen und auch die Netzwerkpflege zu anderen Handwerkern lag auf Eis. Das war insbesondere für Roland Hüning und mich der entscheidende Punkt, zu sagen: „Wir denken diesen Bereich komplett neu.“
Sebastian lehnt sich vor. Wenn er über Strukturen und Prozesse spricht, spürt man förmlich, wie der Kommunikationstrainer und der kaufmännische Stratege in ihm verschmelzen.
Wie seid ihr vorgegangen? Es ist nicht immer einfach, alte Zöpfe abzuschneiden, oder?
Das stimmt. Aber Roland Hüning hat mir einmal mehr sein absolutes Vertrauen ausgesprochen und mir völlig freie Hand gelassen, diesen Bereich von Grund auf neu zu gestalten. Ich habe als Erstes den digitalen Ballast abgeworfen – sprich, eine veraltete Software auf neuesten Stand gebracht und sämtliche Stammdaten völlig neu aufgesetzt.
Im zweiten Schritt haben wir uns personell neu formiert: Unser Herzstück ist heute ein Kernteam aus fest angestellten Top-Fliesenlegern, eine wirklich eingeschworene Truppe, flankiert von ebenso engagierten Bauleitern.
Denn wenn du hochprofessionell arbeiten und wachsen willst, brauchst du eine perfekte Vorbereitung. Eine exzellente Projektabwicklung erkennst du unserer Meinung nach nämlich nicht am Lärm auf der Baustelle, sondern an der Geräuschlosigkeit, mit der sie umgesetzt wird.
Wenn unsere Fliesenleger auf eine Baustelle kommen und der Estrich ist noch nicht trocken oder der Trockenbauer war noch nicht da, stehen sie dort und können keine Leistung erbringen. Durch unsere extrem dichte Bauleitung und die exakte Planung im Vorfeld passiert genau das nicht mehr. Die Jungs kommen an und können einfach zu einhundert Prozent fokussiert durchziehen.
Von der privaten Wellness-Dusche bis zum Hotel-Großprojekt
Diese logistische Perfektion im Hintergrund ist kein Selbstzweck. Sie ist die zwingende Voraussetzung für das, was Fliesen Hüning heute am Markt leistet. Die Spanne der Aufträge hat Dimensionen angenommen, die ohne eine solche Struktur schlichtweg im Chaos enden würden.
Wo genau liegt heute der Fokus von Fliesen Hüning?
Wir decken heute tatsächlich ein gigantisches Spektrum ab, aber der gemeinsame Nenner bleibt immer die kompromisslose Ausführungsqualität.
Nehmen wir den privaten Bereich: In modernen Badezimmern sind großformatige Fliesen an Wand und Boden – etwa im Format 60 mal 120 Zentimeter – extrem gefragt. Gerade in einer begehbaren Dusche entfaltet dieses Großformat seine ganze Stärke und erzeugt eine unglaublich elegante, ruhige Raumatmosphäre. Aber das setzt höchste handwerkliche Präzision voraus, von der peniblen Untergrundvorbereitung bis zur millimetergenauen Verlegung.
Ein privater Bauherr kauft heute schließlich keine reine Funktionalität mehr – er kauft Emotion, Gefühl und architektonische Wertigkeit.
Und am anderen Ende der Skala warten dann die komplexen Großprojekte, für die euer unternehmerisches Herz schlägt?
Ganz genau! Wir brennen für die richtig großen Herausforderungen. Nimm als Beispiel ein Hotelprojekt in unserer Nachbarstadt Rhede. Da sprechen wir über 48 hochwertig ausgestattete Doppelzimmer, zwei Suiten, komplette Treppenhäuser und sämtliche WC-Anlagen.
Für Projekte dieser Größenordnung braucht es weit mehr als nur Material und Zeit. Bauträger brauchen hundertprozentige Kalkulationssicherheit. Es braucht perfekte Koordination mit der Bauleitung, absolute Termintreue bei anspruchsvollen Abläufen und enorme Flexibilität in der Ausführung.
Wenn wir als starker Partner da nicht rechtzeitig „im Boot“ sind und alles minutiös durchtakten, funktioniert so etwas nicht.
Die Mathematik des Erfolgs – Smarte Vergütung statt starrer Strukturen
Um private Traumbäder und riesige Hotelkomplexe gleichermaßen motiviert und effizient auf die Straße zu bringen, hat Sebastian sich an ein Thema gewagt, das bei Handwerkern meist für hitzige Diskussionen sorgt: das Lohn- und Preissystem.
Was war das Problem an der alten Abrechnungsstruktur für Eure Handwerker?
Das Problem stammte historisch noch aus der Zeit, als die allerersten Großformate auf den Markt kamen. Diese galten damals als extrem schwer zu verarbeiten; es lagen wenig bis kaum Erfahrungswerte vor. Wie wirkt sich das auf die Akkordleistung aus? Wie viel Fliesen-Verschnitt ist zu berücksichtigen? Wie viel Mehr-Aufwand an Material – unter den Fliesen, sprich Kleber und Co. – wird notwendig sein? All das führte unweigerlich dazu, dass wir als Betrieb, der dem wahren Fliesenlegerhandwerk treu bleiben und akkordbezogen vergüten möchte, im Wettbewerbsvergleich über die Jahre hinweg immer mehr Federn lassen musste. Die logische Konsequenz: Wir haben zwar noch viele, häufig teilverflieste Badezimmer gemacht, aber zu großen Flächen z.B. privaten Wohnzimmern oder bei Großprojekten durften wir anderen gratulieren.
Und wie hast du diesen gordischen Knoten gelöst? Deinen Leuten einfach pauschal etwas wegzunehmen, dürfte ja kaum für Begeisterungsstürme gesorgt haben.
Absolute Transparenz ist hier der einzige Weg. Ich habe das offene Gespräch mit dem Team gesucht, unsere Statistiken völlig transparent dargelegt und gesagt: „Wir müssen bei bestimmten Positionen einfach wieder attraktiver für den Markt werden.“
Ein klassisches Beispiel: Moderne Bäder werden heute oft nur noch bis 1,20m Höhe gefliest. Dazu werden möglichst große Formate gewählt, um ein optisch ansprechendes, fugenarmes Gesamtbild zu erschaffen. Bei dieser Kombination kommt folgendes zusammen: Je größer eine Fliese ist, desto komplexer die Verarbeitung und aufwändiger auch der Zeitbedarf. Aus Akkord-Sicht betrachtet liegt hier ein Handlungsthema, da in derselben Zeit einfach weniger m² gefliest werden können. Genau in diesem Bereich bis 1,20m Höhe sitzen aber auch noch fast alle Installationslöcher für WC, Armaturen und Dusche, was einen zusätzlich „langsamer“ macht, als würde ich einen Küchenboden verlegen. Ich habe den Kollegen – vor allem in Hinblick auf die Weiterentwicklung der Industrie und die über die Jahre hinweg immer mehr verbreiteten Großformate – anschaulich erklärt, warum wir unsere Abrechnungsstruktur deshalb im Gesamten betrachten und anpassen dürfen. Mir war wichtig, dass wir für den Bauherren das Gesamt-Paket – also jede Fläche in jeder Format-Größe – zu einem vernünftigen Preis liefern können und zeitgleich dadurch die aus Akkord-Sicht lukrativen, sprich großen und zusammenhängenden Flächen, ebenfalls wieder Einzug in den Alltag unserer Jungs finden.
Ein mutiges Versprechen, das viel Vertrauen in die eigenen Berechnungen voraussetzt. Doch wer Sebastians Überzeugungskraft an unserem Redaktionstisch erlebt, ahnt bereits, dass dieser Plan aufgegangen ist.
Du hast ihnen also quasi eine Verdienstgarantie ausgesprochen. Hat sich das Risiko gelohnt?
Absolut! Unsere Abschlussquote bei Angeboten liegt mittlerweile bei beeindruckenden 85 Prozent. Anstatt in starren, Systemen zu denken, arbeiten wir heute mit hochattraktiven, leistungs- und erfolgsbasierten Vergütungsmodellen. Durch unsere Auslastung und die perfekt vorbereiteten Baustellen können die Jungs richtig Meter machen.
Ein gut aufgelegter Fliesenleger geht bei uns am Monatsende mit überdurchschnittlichem Verdienst nach Hause. Die Mathematik ist für alle Seiten – für das Unternehmen, unsere Mitarbeiter, aber vor allem für unsere Kunden – voll aufgegangen!
Handel trifft Handwerk – Das evolutionierte Fliesenlegerhandwerk
Wenn wir uns diese enormen Großprojekte anschauen, bei denen ihr heute unterwegs seid: Was genau ist euer echtes Alleinstellungsmerkmal?
Wir verbinden seit über 60 Jahren Handel und Handwerk in einer extrem leistungsfähigen Struktur, die man in dieser Form am Markt nur noch selten findet.
Wir pflegen den direkten Herstellerbezug zu den führenden Keramiknationen Europas und puffern mit über 250.000 Quadratmetern eigener Lagerware alles ab, um unseren Partnern absolute Termin- und Liefersicherheit zu garantieren.
Um es auf den Punkt zu bringen: Viele können liefern und viele können verlegen – aber wir können eben beides. Und zwar absolut perfekt aufeinander abgestimmt.
Das sind Dimensionen, an die sich ein Handwerksbetrieb mit drei Mitarbeitern wahrscheinlich gar nicht herantraut, oder?
Exakt, da liegt der Schlüssel! Nehmen wir einfach mal die nackten Fakten: Viele handwerklich wirklich exzellente Betriebe haben gar nicht die personelle Manpower oder die finanzielle Schlagkraft, um bei derartigen Großprojekten mal eben mit 100.000€ oder mehr nur für das Fliesenmaterial in Vorleistung zu gehen.
Wir schon. Und genau deshalb treten wir heute am Markt auch völlig anders auf. Wir sehen uns längst nicht mehr als die klassische Truppe, die auf Zuruf ‚Fliesen klebt‘.
Wir verstehen uns als das ‚evolutionierte Fliesenlegerhandwerk‘ – minutiös organisiert, technisch hoch versiert, absolut lieferfähig und nach oben hin beliebig skalierbar.
Das heißt, ihr nehmt dem Bauträger oder Architekten im Grunde die komplette Sorge ab?
Ja, wir nehmen dem gesamten Projekt faktisch die Verantwortung von den Schultern! Das absolute Geheimnis dabei ist das Timing: Je früher wir bei einem Großprojekt ‚im Boot‘ sind, desto mehr bauliche Eventualitäten können wir schon im Vorfeld erkennen und am runden Tisch sauber lösen. Wer erst reagiert, wenn auf der Baustelle akuter Zeitdruck und finanzielle Unwägbarkeiten herrschen, provoziert unweigerlich teure Fehlentscheidungen. Mit unserer gewachsenen Struktur im Hintergrund sorgen wir verlässlich dafür, dass genau das nicht passiert.
Ein starkes Netzwerk für Profis
Was passiert, wenn die schiere Anzahl und Dimension dieser Großprojekte die Kapazitäten eurer Mannschaft zu überfordern drohen? Trotz eurer eigenen starken Verlegeabteilung mit Meistern, Gesellen und Bauleitern könnt ihr solche Volumina personell ja unmöglich im Alleingang ins Ziel steuern. Wie löst ihr das in der Praxis?
Die Lösung liegt in einem extrem leistungsfähigen Netzwerk aus erstklassigen Partnern und Subunternehmern – getragen von einem absolut fairen Partnermodell. Dafür haben wir über die Jahre hochgradig eingespielte Prozesse zwischen Vertrieb, Logistik, Bauleitung und der eigentlichen Ausführung geschaffen.
Unsere Erkenntnis dabei war simpel: Viele wirklich exzellente, selbstständige Fliesenleger wollen vornehmlich nur eines – ihr Handwerk in Ruhe und absoluter Perfektion auf die Baustelle bringen.
Diese Jungs wissen gleichzeitig, wie entscheidend eine gute Kundenakquise ist, wie zeitraubend eine Angebotserstellung sein kann und wieviel dazugehört, dass am Ende einer Baustelle das Geld pünktlich reinkommt. Und genau das fangen wir ab.
Und da kommt Fliesen Hüning als organisatorisches Schutzschild ins Spiel?
So ist es. Wir nehmen unseren Partnern das komplette unternehmerische Risiko ab. Wir übernehmen die Akquise, leiten die Baustellenbesprechungen, kümmern uns um die Verträge und steuern die gesamte Materiallieferung.
Wenn da mal drei Pakete Fliesen zu viel bestellt wurden … das geht auf unsere Kappe. Der Subunternehmer kommt auf eine von uns perfekt vorbereitete Baustelle, macht den Job, den er liebt, und bekommt absolut verlässlich sein Geld. Das läuft für alle Beteiligten völlig geräuschlos ab, und wir sind dadurch in der Lage, selbst in absoluten Spitzenzeiten mit einem riesigen Pool an Top-Fliesenlegern zu agieren.
Die Vision – Einheitlicher Auftritt für die Elite
Es ist faszinierend. Sebastian sprudelt vor Energie, und man spürt in jedem seiner Sätze die pure Wertschätzung für das Handwerk. Er spricht ehrfürchtig von der internen WhatsApp-Gruppe seiner Jungs, die sich passenderweise „Fliesen Elite“ nennt. Und genau diese Elite will er im kommenden Jahr auf ein völlig neues visuelles und technisches Level heben.
Wenn man dir so zuhört, könnte man meinen, du hast für das nächste Jahr schon wieder das nächste große Rad in Planung. Wohin geht die Reise für dein Kern-Team?
Das Handwerk von morgen überlassen wir nicht dem Zufall, wir bereiten es vor. Deshalb investieren wir kontinuierlich massiv in Know-how, Prozesse und erstklassige Ausrüstung. Ich habe meiner Truppe etwas versprochen: Ende nächsten Jahres kaufe ich unseren kompletten Fuhrpark neu. Jeder bekommt ein identisches Fahrzeug, und – was noch viel entscheidender ist – jeder wird mit der exakt gleichen, absoluten High-End-Werkzeugausstattung ausgerüstet.
Das Bild, das ich dabei sofort vor Augen habe: Das klassische, wild zusammengewürfelte Sammelsurium an Werkzeugen im eigenen Kofferraum gehört bei euch dann also endgültig der Vergangenheit an?
Dein Bild entspricht nicht der Realität eines jeden Fahrzeugs. Dennoch sollte jeder darauf vertrauen dürfen, optimal ausgestattet unterwegs zu sein. Aus diesem Grund haben wir uns kürzlich mit Christian, ebenfalls ein Ur-Gestein in unserem Team, zusammengesetzt und eine detaillierte Liste mit rund 180 Artikeln herausgearbeitet, die die absolute Ideal-Ausstattung für einen Profi-Fliesenleger definierten.
Diese High-End-Ausstattung wird ab sofort unser Standard. Wenn du künftig bei uns anfängst, ist die Ansage glasklar: „Bring dein Talent mit zum Fliesenlegen – um den Rest kümmern wir uns!“ Du bekommst das Auto, das beste Werkzeug auf dem Markt, und wenn deine teure Diamant-Bohrkrone verschlissen ist, bekommst du sofort eine neue.“
‚Weil Handwerk Vertrauenssache ist‘ – das ist für uns eben kein hohler Werbespruch, sondern unsere feste unternehmerische Grundhaltung. Wir wollen optisch und technisch kompromisslos als echte Einheit auftreten.
Björn bei den arbeiten an der Faassadedes Ceram.store
Zeitsprung. Am nächsten Tag – es ist Freitag, der 13. Februar 2026 – wollen wir checken, ob das Gehörte mit der Realität in Einklang zu bringen ist. Auf nach Wesel, an den Ort des Geschehens! Wir lassen Bocholts Stadtgrenzen hinter uns und machen uns auf den Weg nach Wesel.
Freitag, 13. Februar 2026 | 14:30 Uhr 48683 Wesel | auf der Baustelle
1,20 x 2,80 Meter – Wenn die Fliese zurArchitektur wird
Sebastian empfängt uns. Als wir die Baustelle betreten, verstehen wir sofort, was er gestern meinte. Eine Atmosphäre hoch konzentrierter Präzision schlägt uns entgegen. Drei Fliesenleger – Pascal, Peter und Björn – wuchten ein gigantisches Stück Keramik durch den Raum. Wir sprechen hier nicht von klassischen 30×60-Zentimeter-Kacheln, die der Hobbywerker im Kofferraum transportiert. Vor uns schwebt gerade eine 1,20 x 2,80 Meter große XXL-Fliese. Ein Monolith, der vom Boden bis unter die Decke reicht.
Wenn ich mir anschaue, wie die Jungs hier zu dritt an einer einzigen Platte arbeiten. Das hat mit dem klassischen Fliesenlegen, wie ich es mir als Laie vorstelle, überhaupt nichts mehr zu tun, oder?
Sebastian: Das ist wirklich eine völlig andere Welt. Das Gewerk Fliese hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einer hochpräzisen, technischen Disziplin entwickelt. Früher war die Keramik ein rein funktionaler Belag – robust, zweckmäßig und meistens im klassischen 10×10- oder 30×30-Format.
Heute sprechen wir über gigantische Dimensionen. Wenn du dir diesen Monolithen im Format 1,20 mal 2,80 Meter anschaust, begreifst du sofort: Die Fliese ist hier zur Architektur geworden.
Die Jungs haben gestern mit drei Personen einen kompletten Arbeitstag lang nichts anderes getan, als nur das Material hier ins Gebäude zu tragen. So eine Platte wiegt enorm viel und ist wahnsinnig unhandlich. Du musst die auf spezielle Trägergerüste schnallen, mit Saugnäpfen fixieren und das Ganze unfallfrei durchs Treppenhaus manövrieren. Da leisten die Jungs absolute Schwerstarbeit, bevor überhaupt der erste Tropfen Kleber an der Wand ist.
Hightech trifft auf Handwerkskunst
Kirsten positioniert sich mit ihrem Weitwinkelobjektiv in einer Raumecke und fängt die hochkonzentrierte Szenerie mit der Kamera ein. Ein leises, rhythmisches Pumpgeräusch durchbricht plötzlich die typische Baustellenstille.
Die Fliesenleger hieven den Monolithen natürlich nicht mit bloßen Händen, sondern nutzen schweres, technisches Gerät, um die XXL-Keramik millimetergenau in Position zu bringen.
Was ist das für ein permanentes Summen an diesen Griffen, die Pascal und Björn an der Fliese ansetzen?
Sebastian: Das sind unsere vollautomatischen Vakuum-Saugheber. Die Dinger sind einfach genial. Sobald das Gerät auch nur einen minimalen Druckverlust auf der Fliesenoberfläche spürt, pumpt es vollautomatisch nach. Solange die Anzeige auf Grün steht, hält der Sauger die Platte absolut sicher fest. Diese Hightech-Unterstützung ist für uns extrem wichtig, um bei diesen schweren Platten die körperliche Belastung der Jungs zu senken und das Bruchrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.
Trotz aller Hightech-Unterstützung bleibt es am Ende absolute Millimeterarbeit. Jeder Handgriff sitzt blind, wenige Worte werden gewechselt. Es sind eher ruhig abgesprochene Kommandos dies- und jenseits der Fliese. Die beiden stehen sich gegenüber – die Fliese übermannshoch zwischen ihnen. Kein Augenkontakt ist möglich … die beiden stimmen sich genau ab, wer jetzt was tut. Die Szenerie erinnert mich an das Vorgehen von Spezialeinheiten beim Eindringen in Gebäude. Bewaffnung und Auftrag sind verschieden, ansonsten halte ich diese Analogie für zulässig – nur dass hier kein SEK am Werk ist –, sondern ein FEK … ein Fliesen-Einsatz-Kommando ;-).
Man könnte ja naiv denken: Große Fliese, wenig Fugen – zack, ist die Wand im Rekordtempo fertig. Aber ich vermute, genau das Gegenteil ist der Fall?
Könnte man … aber … die moderne Verlegung im XXL-Format verzeiht dir keinen einzigen Fehler mehr. Wir sprechen heute nicht mehr nur lapidar über ‚Kleber und Fliese‘, sondern über eine millimetergenaue technische Gesamtkonstruktion. Die Kanten dieser Platten sind heute oft exakt auf 90 Grad gesägt. Wenn du da die Lichtachsen im Raum hast, offenbart dir das Licht jede noch so kleine Abweichung gnadenlos.
Was früher vielleicht nur ein optischer Fehler war, ist heute ein handfester Systemfehler. Das beginnt bereits bei der Bauchemie: Früher konnte die Feuchtigkeit aus dem Kleber einfach über die vielen Fugen verdunsten. Bei einer derart riesigen, dichten Keramikfläche geht das nicht mehr – das Wasser bleibt gefangen. Wir setzen deshalb heute auf hochkomplexe, kristallin abbindende Kleber, wie etwa von PCI, die das Wasser im Inneren chemisch binden.
Das heißt, nicht nur das Material, sondern das gesamte System muss stimmen?
Sebastian: Ganz genau. Die Schnittstellen müssen absolut perfekt ineinandergreifen. Wenn die Vorarbeit vom Trockenbauer oder vom Estrichleger – sprich die Untergrundvorbereitung oder die Gefälleführung – nicht zu einhundert Prozent im Lot ist, bekommst du bei einer 2,80 Meter langen Platte ein massives Problem. Die Platte saugt sich im Kleberbett derart fest, da verschiebst du per Hand keinen Millimeter mehr. Der erste Versuch muss sitzen. Genau deshalb ist ein moderner Fliesenleger heute nicht mehr nur Ausführender, er ist längst Techniker, Gestalter und Projektkoordinator in einer Person.
Der letzte vollautomatische Vakuum-Saugheber lässt mit einem leisen Zischen von der Platte ab. Die gigantische, 1,20 mal 2,80 Meter große Keramik sitzt nun absolut makellos und millimetergenau an der Wand.
Zeit für unsere drei Handwerker – Pascal, Peter und Björn –, einmal kurz durchzuatmen und sich den feinen Baustellenstaub von den Händen zu klopfen. Besonders Björn, der im vergangenen Jahr bereits sein 25-jähriges Betriebsjubiläum bei Fliesen Hüning feierte, ist ein echtes Urgestein der Truppe. Er war es auch, der vor einiger Zeit die europaweit einzigartige, schräge Fliesenfassade am CERAM.store in Kaarst maßgeblich mitverlegt hat. Ich nutze diese wohlverdiente Verschnaufpause, mache mich Notizen bereit und lasse die wahren Macher hinter diesem Meisterstück zu Wort kommen.
Vom Dickbett in eine neue Ära
Björn, du bist seit über einem Vierteljahrhundert dabei. Wie sehr hat sich euer Handwerk in dieser Zeit eigentlich verändert?
Björn: Das ändert sich so rasend schnell, das ist heute wirklich eine komplett andere Welt geworden. Wenn ich überlege, wie wir früher gearbeitet haben. Wir hatten teilweise noch unsere eigene Estrichgruppe und haben alles ganz klassisch im Dickbett verlegt. Heute wird so gut wie alles im Dünn- oder Mittelbett geklebt. Als die ersten Großformate auf den Markt kamen, hatten wir dieses ganze Spezialwerkzeug von heute noch gar nicht.
Meine erste richtig große Platte habe ich damals tatsächlich noch mit einer drei Meter langen Wasserwaage, einem Glasschneider und sehr viel Gefühl angeritzt und über eine Kante gebrochen. Heute haben wir diese genialen Hebezeuge, Präzisionsschienen und alles, was das perfekte Handling mit diesen Keramiken leichter macht.
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Alpha-Tiere im Team-Modus
Man spürt die Leidenschaft, mit der hier über Schnittkanten, Kleber und Materialien philosophiert wird. Doch bei Formaten, mit diesem Ausmaß reicht das handwerkliche Geschick allein nicht aus – es braucht bedingungslose Teamarbeit und blindes Vertrauen.
Pascal, korrigiere mich, wenn ich falsch liege: Aber eigentlich gilt der klassische Fliesenleger doch eher als eingefleischter Einzelkämpfer, oder? Wie funktioniert das dann hier, wenn ihr zu dritt an einer einzigen Platte Höchstleistungen abliefern müsst?
Pascal: Da hast du völlig recht, wir Fliesenleger sind von Natur aus alle so ein wenig Alphatiere. Jeder arbeitet eigentlich für sich, hat über die Jahre seine eigenen kleinen Tricks entwickelt und möchte auf der Baustelle seinen persönlichen Stil durchdrücken.
Aber genau das ist das Besondere bei uns in der Truppe: Wir haben uns über die Zeit so perfekt aufeinander eingespielt, dass du jeden von uns blind zum anderen auf die Baustelle schicken kannst. Jeder weiß genau: Wie arbeitet der Kollege? Wie hält der in so einer Situation seine Arme? Wo liegt sein Schieber?
Das greift bei uns wirklich wie ein Zahnrad ins andere. Wir haben intern eine eigene WhatsApp-Gruppe gegründet, die sich passenderweise ‚Fliesen Elite‘ nennt. 😉
Das pusht ungemein. Wenn du jeden Tag mit so exzellenten Leuten zusammenarbeitest, willst du selbst natürlich auch immer noch ein Stückchen besser werden.
Ich blicke zu Kirsten, die das Gesagte mit einem anerkennenden Nicken quittiert und mit der Kamera die entspannte, aber immer noch hochkonzentrierte Stimmung im Raum einfängt. Sebastians Versprechen von unserem Treffen am Redaktionstisch, dass man sich bei Fliesen Hüning kompromisslos auf seine Handwerker verlassen kann, ist hier offensichtlich keine hohle Marketing-Phrase. Es ist gelebte Baustellen-Realität.
Während Pascal, Peter und Björn sich auf der Baustelle in
Wesel bereits hochkonzentriert der nächsten XXL-Platte widmen, packt Kirsten ihr Weitwinkelobjektiv und die Kameraausrüstung zusammen. Wir verabschieden uns von der „Fliesen Elite.“
Mehr als nur ein Belag
Oftmals misst man den Erfolg und die Leistung einer Handwerkstruppe an der schieren Lautstärke und der hektischen Betriebsamkeit vor Ort. Doch das Gegenteil ist der Fall. Eine wirklich perfekte, hochprofessionelle Handwerksleistung offenbart sich in der konzentrierten Ruhe.
Sebastian, wenn wir die Eindrücke dieser „Tatortbesichtigung“ Revue passieren lassen: Die eigentliche Magie passiert doch lange bevor die Jungs hier überhaupt den ersten Vakuum-Saugheber an die Keramik ansetzen, oder?
Sebastian: Eine wirklich perfekte, geräuschlose Baustelle erkennst du an der exzellenten Organisation im Hintergrund. Dass unsere eigenen Handwerker und unsere Partner-Subunternehmer morgens auf die Baustelle kommen und einfach fokussiert ihren Job machen können, weil Material, Vorarbeiten von anderen Gewerken und die Bauleitung zu einhundert Prozent stehen – das ist der Schlüssel.
Wie ihr unserem Claim entnehmen könnt: #WirSindFliese. Und genau das macht unsere Identifikation aus: Wir liefern ein durchdachtes System, das Abläufe optimiert, Sicherheit schafft und Risiken für alle Beteiligten spürbar reduziert.
Wir verabschieden uns von Sebastian mit einem „schönes Wochenende“ – wohl wissend, dass für die „Fliesen Elite“ gleich möglicherweise echt Feierabend ist … für ihn aber Bespaßung seiner vier Sprösslinge ansteht. 😉
Epilog
Auf der Rückfahrt im Auto, bilanzieren wir das Erlebte – mit folgendem Fazit:
Künstliche Intelligenz mag in Zukunft in der Lage sein, uns atemberaubende Badezimmer in Millisekunden zur Inspiration auf dem Bildschirm zu visualisieren.
Sie mag Bestellprozesse automatisieren und Logistikketten berechnen. Doch wenn es am Ende des Tages darum geht, diese digitalen Visionen in die physische Welt zu übersetzen, bleibt echtes Handwerk unersetzlich. Wenn eine fast drei Quadratmeter große und zentnerschwere Fliesenplatte Millimeter für Millimeter unfallfrei an die Wand gebracht werden muss, braucht es zwingend Menschen. Menschen, die anpacken, die das Material fühlen und die mit absoluter Präzision im Team arbeiten.
Fliesen Hüning hat auf dieser Baustelle eindrucksvoll bewiesen, dass sich dieses Gewerk längst zur absoluten Hochleistungsdisziplin weiterentwickelt hat. Durch die einmalige Symbiose aus starkem Handel und kompromisslosem Handwerk verlegen die Bocholter schon lange keine einfachen Beläge mehr. Sie erschaffen mit ihrer Passion für die Keramik echte architektonische Werte, die im besten Sinne des Wortes für Generationen gemacht sind. Wahre Meisterstücke eben.
Fliesen Hüning OHG
Standorte: Bocholt | Goch | Kaarst | Mülheim | Essen
Dinxperloer Straße 331, 46399 Bocholt
Tel: +49 2871 2782 0
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