Ein tiefgründiges Gespräch mit Zahnärztin Yvonne Funke über Vertrauen, die Überwindung von Ängsten, die Magie eines echten Teams …
… darüber, warum eine Praxis eher an ein Wohnzimmer erinnern sollte,
über Pferdestärken,Dachzelte und die erstaunliche Wirkung eines Bounty-Riegels …
Fotos: Kirsten Buß // Text: Roland Buß
Prolog
Ankunft in der Herzogstraße: Wer an einen Zahnarztbesuch denkt, hat oft sofort diesen typischen, sterilen Geruch in der Nase und das surrende Geräusch von Bohrern im Ohr.
Als wir an diesem Dienstagmorgen die Praxisräume in der Herzogstraße 24–26 in Bocholt betreten, ist alles anders.
Die Atmosphäre ist erstaunlich ruhig, die Farben sind warm und einladend. Es finden sich weder aufgereihte Stühle in einem unterkühlten Wartebereich noch belehrende Informationsplakate an den Wänden.
Stattdessen fällt der Blick auf Kunstwerke – darunter eine auffällige Hommage an Frida Kahlo. „Frida Kahlo war eine sehr starke Frau. Das passt einfach“, wird Yvonne Funke uns später erklären
Gemeinsam mit ihrer Schwester Ann Christin, einer Kunstlehrerin, hat sie diese Räume so gestaltet, dass sie eher an ein stilvolles Wohnzimmer erinnern als an eine medizinische Einrichtung.
Yvonne Funke empfängt uns mit einem herzlichen Lächeln. An einem Ort, an dem zig Patienten pro Tag ein- und ausgehen (wie wir später erfahren), scheint sie tiefenentspannt zu agieren und alle Zeit der Welt zu haben.
Begleitet wird sie von Jessica, ihrer rechten Hand für das Praxismanagement, die sich um alles von der Personalplanung bis zum Qualitätsmanagement kümmert.
Wir setzen uns abseits des Behandlungsstuhls zusammen. Kein weißer Kittel trennt uns. Es dauert nur wenige Minuten, bis klar wird: Hier geht es nicht einfach nur um Zahnmedizin. Es geht um den Menschen.
Der Weg zur eigenen Vision: Vom Kinderzimmer in die Selbstständigkeit
War es immer schon dein Wunsch, Zahnärztin zu werden, oder gab es Umwege?
„Ich habe in der Grundschule schon gesagt, ich werde Zahnärztin, und dabei ist es auch geblieben“, erzählt Yvonne und lacht leise. Die Prägung kam nicht aus dem eigenen Elternhaus – ihr Vater war Ingenieur, die Mutter Buchhalterin mit einer Vergangenheit in der Gerichtsmedizin. Es war vielmehr die Freundschaft zur Tochter eines Zahnarztes. „Wir waren zusammen im Kindergarten und in der Grundschule. Nach der Schule sind wir oft zu ihrem Vater, Dr. Ulbricht, in die Praxis gegangen“, erinnert sie sich. Während die Freundin sich Spielzeuge aus der Kiste aussuchte, stand Yvonne fasziniert im Behandlungszimmer und löcherte den Arzt mit Fragen zu den technischen Geräten. Die frühkindliche Faszination trägt sie auch heute noch in sich.
Sie arbeitete ein Jahrzehnt lang bei einer großen Bocholter Praxis, ab 2011 sogar als Gesellschafterin, nachdem sie ihr Studium und ihre Zeit als Assistenzärztin bei Dr. Meis in Borken absolviert hatte.
Im Januar 2019 wagte sie den entscheidenden Schnitt: Sie übernahm die Räumlichkeiten von Dr. Birke, der in den Ruhestand ging, und sanierte die gesamte Praxis innerhalb von nur dreieinhalb Wochen.
Was war dein Motiv für den Schritt in die Selbstständigkeit?
Ich wollte ich selbst sein und die Praxis nach meiner eigenen Fasson führen. Ich hatte die Vision, für alle Patienten da zu sein – vom Baby bis zur Oma, von der normalen Prothese bis zur High-End-Ästhetik. Gepaart mit dem Wunsch, alles nach meiner Philosophie machen zu können, die sich im Laufe meines Berufes bei mir ausgeprägt hat.
Während Yvonne spricht, fällt uns ihre unfassbare innere Ruhe auf. In einer Welt, in der Ärzte oft gehetzt von Behandlungszimmer zu Behandlungszimmer eilen, strahlt sie eine Präsenz aus, die den Raum erdet. Es ist genau diese Ruhe, die für viele Menschen, die den Zahnarztstuhl sonst wie den Teufel fürchten, zum Anker wird.
Die Kunst der sanften Heilung: Ein Zufluchtsort für Angstpatienten
Was ist das Alleinstellungsmerkmal deiner Praxis, was zeichnet dich … was zeichnet euch aus?
Anhand der Feedbacks, die wir erhalten, dürfen wir annehmen, dass wir ziemlich gut darin sind, mit ängstlichen Patienten umzugehen. Das hatte sich schon in meiner Assistenzarztzeit ergeben, dass ich ein Gefühl dafür bekam, dass ich das richtig gut kann.
Gab es dazu einen Schlüsselmoment?
Ja, tatsächlich. Es handelte sich um einen jungen Mann mit starken Angstzuständen und einem desaströsen Zahnzustand. Ich konnte ihn davon überzeugen, dass er nicht nur im Falle von Schmerzen oder eines Abszesses kommen sollte, sondern dass sein Zahnstatus einmal komplett durchsaniert wird. Wir sind mit viel Ruhe, Geduld und Gesprächen durch die Sanierung gegangen, obwohl es ein harter Weg war.
Der Patient sei ihr bis heute treu geblieben. Um diesen Menschen noch besser helfen zu können, bildete sie sich gezielt weiter: Sie erwarb Zertifikate für die Lachgassedierung, ein Akupunkturdiplom und erlernte die medizinische Hypnose. Ihrem Wissen nach gäbe es nicht viele Kolleginnen und Kollegen, die so facettenreich aufgestellt sind.
Hypnose klingt für mich immer ein wenig spooky …
… damit bist du nicht alleine. 😉 Aber … diese Methode hat wirklich Relevanz in unserer Arbeit.
Wir haben schon Kinder unter Hypnose behandelt oder Milchzähne ohne Betäubung gezogen. Das Unterbewusstsein kontrolliert oder steuert, dass z. B. eine Kieferhälfte taub ist. Wenn der Patient in einer tiefen Trance ist, funktioniert es tatsächlich.
Sie entscheidet intuitiv und individuell, welches Hilfsmittel – ob ein einfaches Gespräch, Lachgas, Akupunktur zur Senkung der Herzfrequenz oder Hypnose – für den jeweiligen Patienten das Richtige ist.
Wie sieht der erste Kontakt mit einem Menschen aus, der aus welchen Gründen auch immer Angst hat?
Der Erstkontakt ist immer ein Gespräch. Ich schaue nicht sofort in den Mund. Ich baue eine Vertrauensbasis auf und frage nach der Entstehungsgeschichte der Ängste. Viele fassen bereits dabei so viel Vertrauen, dass sie sagen: „Ich bin zitternd hereingekommen, und nur weil wir reden, werde ich ruhiger.“
Apropos Vertrauen: Wie hoch bewertest du diesen Wert für deine Arbeit – auf einer Skala von eins bis zehn – wobei eins niedrig ist?
Zehn – mindestens!
Kannst du nachvollziehen, dass es Menschen gibt, bei denen nicht die Angst vor der Behandlung das Nadelöhr beim Vertrauen ist, sondern die Bandbreite der Kostenstrukturen?
Das kann ich mir sehr gut vorstellen – da sind Transparenz und eine gute, einleuchtende Kommunikation gefordert.
Das Team als Fundament:„Wir geben alles“ | Frauenpower pur
Als wir über Vertrauen reden, steigt Jessica ins Gespräch ein. Sie ist das organisatorische Herz der Praxis und weiß, dass der Slogan „Gemeinsam für Ihr schönstes Lächeln“ keine leere Marketinghülse ist – sondern ein gelebtes Werte-Verständnis.
Wieviel Kolleginnen und Kollegen umfasst euer Team, Jessica?
Wir sind insgesamt 17 Kolleginnen – viele von ihnen sind Mütter, die in Teilzeit oder auf Minijob-Basis arbeiten. Das erfordert eine gigantische organisatorische Leistung, aber die Philosophie dahinter ist klar: Wir machen es den Müttern möglich, in ihrem Beruf zu arbeiten, auch wenn es nur nachmittags oder an bestimmten Vormittagen ist.
Das erfordert unheimlich viel Checkerei für dich, für euch, oder?
Wenn man eine Chefin hat, die sagt: „Wir bekommen das hin“, dann ist die Motivation eine ganz andere.
Wir erfahren, dass es eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen „Team Yvonne“ gibt – in der unkompliziert Lösungen gefunden werden. Für mich ein deutliches Indiz für die Identifikation mit der Art, wie Yvonne ihre Praxis führt.
Jessica hat ausdrücklich von Kolleginnen gesprochen. Ich frage sicherheitshalber mal nach … mit dem Ergebnis: Die Praxis Funke hat null Probleme mit der Frauenquote ;-). Bei der männlichen Emanzipation scheint möglicherweise ein wenig Luft nach oben ;-).
Ihr habt eingangs stattliche Zahlen zu den Patienten erwähnt, die euch ihr Vertrauen schenken. Wie managt ihr das?
Yvonne und auch wir als Team haben über Jahre gelernt, uns zu optimieren. Aufgaben werden konsequent delegiert, sodass sich Yvonne zu 100 Prozent auf die Behandlungen konzentrieren kann. In jedem ihrer drei Behandlungszimmer arbeitet sie fest mit einer Assistenz zusammen, die alles perfekt vorbereitet.
Was macht euer Team … euer Zusammenspiel aus?
Was die Patienten meist nicht sehen: die immense Wertschätzung hinter den Kulissen. Wir werden alle übertariflich bezahlt. Es gab während Corona keine Kurzarbeit – ich kenne kaum eine Praxis in Bocholt, bei der das so war.
Yvonne hat eine 4-Tage-Woche alle 14 Tage eingeführt, damit wir mehr Zeit haben, uns zu erholen.
Zu Weihnachten schreiben wir echte Wunschzettel und bekommen persönliche Geschenke – kleine Gesten – mit großer Wirkung. Diese Energie, diesen Zusammenhalt spüren die Patienten.
Mir ist ein gutes Miteinander im Team sehr wichtig. Deshalb machen wir einmal im Jahr mit dem gesamten Team einen gemeinsamen Wochenendausflug. Dann sind wir zusammen wie eine große Familie in Ferienhäusern unterwegs. Wir waren unter anderem schon gemeinsam in Kroatien, an der Nordseeküste der Niederlande und an der Mosel.
Yvonne, das scheint „großes Tennis“ für das, was du/ihr hier leistet …
Ich glaube, zu wissen, welche Frage kommen könnte ;-). Wir haben die Praxis in den letzten sieben Jahren auf dieses Niveau skaliert – jetzt war es an der Zeit, fortan ein „Doppel im Tennis zu spielen“ … um in deinem Bild zu bleiben. Ab Juli dieses Jahres werde ich gemeinsam mit meiner neuen Assistenzärztin Cathi auf dem Spielfeld … sprich am Behandlungsstuhl stehen, die unser stetig wachsendes Team verstärkt.
Im Jahr 2024 haben wir die Räumlichkeiten erweitert und die Prophylaxe-Abteilung auf drei Zimmer vergrößert, die von 8 bis 20 Uhr fast durchgehend laufen. Wachstum bedeutet hier nicht Fließbandarbeit.
Innovation und Ganzheitlichkeit: Der Blick über den Tellerrand
Lass uns vom Wachstum des Teams auf Innovationen schwenken …
Gerne. Wir haben massiv in moderne Technologien und ganzheitliche Ansätze investiert. Anstelle des von vielen verhassten, würgereiz-erzeugenden Abdruckmaterials nutzen wir einen innovativen Intraoralscanner.
Inzwischen hat sich unter verschiedensten Sportlern herumgesprochen, dass wir spezielle, hochsichere Schutzschienen herstellen – für Handballspieler bis hin zu Kampfsportlern.
Jessica, die hervorragend für diese Interviewsession präpariert ist, lenkt anhand ihrer Notizen das Gespräch auf das Thema Ganzheitlichkeit. Yvonne nimmt diesen Ball dankend auf:
Wir bieten Vitamin-D-Tests an. Besonders bei chirurgischen Eingriffen oder Parodontitis-Behandlungen spielt das Immunsystem eine riesige Rolle. Parodontitis steht im Zusammenhang mit Herzinfarkten oder anderen körperlichen Problemen. Wir behandeln nicht nur das Symptom, wir wollen den Körper ganzheitlich unterstützen.
Wie haltet ihr euch auch auf dem Stand, dessen, was möglich ist?
Jessica stellt Yvonne selbst als ein Paradebeispiel für einen immensen Wissensdurst in den Fokus. Während die Zahnärztekammer 125 Fortbildungspunkte in fünf Jahren vorschreibt, sammelte Yvonne im selben Zeitraum viel mehr als sie müsste. Yvonne ergänzt:
Ich sehe das nicht als Pflicht. Ich mache meinen Beruf mit Leidenschaft und möchte alles aufsaugen, was es an neuen Techniken gibt.
Unser bisheriges Fazit: Diese Praxis funktioniert wie ein perfekt abgestimmtes Orchester. Jedes Instrument (jede Mitarbeiterin, jede Methode, jede Fortbildung) greift ineinander, um am Ende einen harmonischen Klang – oder in diesem Fall: ein entspanntes, gesundes Lächeln – zu erzeugen. Doch woher nimmt die Dirigentin, die von morgens vor 7 Uhr bis abends um halb 10 auf den Beinen ist, ihre Energie?
Pferdestärken, Offroad-Freiheit und das Bounty-Geheimnis
Wie bleibst du in Balance, zwischen all den Behandlungen, den Fortbildungen, der Weiterentwicklung deiner Praxis – bleibt dir noch Zeit für dich selbst?
Mein Kontrastprogramm sind unter anderem meine Pferde und der Dressursport.
Yvonnes Augen leuchten auf. Der weiße Kittel weicht der Reitkleidung.
Welche Pferde warten nach Feierabend auf Dich?
Ich besitze drei Dressurpferde: die Oldenburger D.J. und Tico sowie den jungen Westfalen Bossi – der sich wirklich wie ein Boss aufführt ;-). Ich trainiere fünfmal in der Woche sehr intensiv. Das ist mein größter Ausgleich. Da komme ich zur Ruhe, da kann ich komplett abschalten. Aus den weißen Klamotten, rein in die dreckigen Stiefel.
Doch es gibt noch eine andere, wildere Seite an ihr, die kaum jemand vermutet, der ihre ruhige Art in der Praxis erlebt: Yvonne ist leidenschaftliche Offroad-Fahrerin. Zusammen mit ihrer Freundin Sabrina hat sie ein Offroad-Training absolviert – als einzige Frauen unter Männern in riesigen Jeeps.
Im Ernst … du beim Offroad-Training … das ist echt überraschend.
Wir kamen da mit dem kleinen Suzuki Jimny an. Bei den Schikanen haben die Männer nachher wirklich applaudiert und uns „Flughörnchen“ genannt, weil wir so einen Spaß hatten.
War das eine einmalige Fun-Aktion?
Überhaupt nicht, ich bin zum echten Offroad-Fan mutiert, nicht zuletzt wegen meiner Freundin Sabrina. Ich bin seit geraumer Zeit mit einem Jimny mit Dachzelt unterwegs – momentan parkt er unten auf der Herzogstraße.
Als Landy-mit-Dachzelt-Besitzer war uns der Tannengrün-farbene Suzuki bereits aufgefallen. Wir erfahren, dass dieser aus der Ausstellungshalle meines Uralt-Bekannten Gerd Schürmann vom Autohaus Schürmann stammt und dessen Tochter Yvonnes Reit- und Offroad-Komplizin ist.
Im Sommer fährt Yvonne damit spontan an die niederländische Küste nach Kijkduin oder Egmond, klappt das Zelt auf, stellt zwei Klappstühle an den Strand und genießt das einfache Leben in Flip-Flops.
Auf kulinarischer Ebene mag sie es an den Wochenenden gesellig: ein gutes Stück Rinderfilet vom Ofyr-Grill, ein Glas Primitivo oder Weißburgunder, geteilt mit ihrem Partner Michael Paeßens und Freunden.
Und unter der Woche, wenn die Tage zwischen Behandlungsstuhl und Reitstall extrem lang werden? Da gäbe es ein Ritual, was ihr stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde …
Bist du bereit, auch diese Facette mit uns zu teilen?
Warum nicht? Ich liebe die Einfachheit. Ich kann noch so viel Stress haben – wenn die Mitarbeiter mir eine Tasse Kaffee und einen Bounty-Riegel auf den Schreibtisch legen, bin ich glücklich. Das ist mein Ding. Ich fahre manchmal an die Tankstelle, nur um mir ein Bounty zu holen, ohne zu tanken.
Dieses süße Geheimnis zaubert auch mir ein Lächeln ins Gesicht – es ist die historisch gewachsene Liebesbeziehung zu Kokos in Verbindung mit Vollmilchschokolade.
Kennt ihr, liebe Leserinnen und Leser, diese Schoki-Minitauren-Mixe, wo Mars, Snickers, Twix, Bounty & Co. uns ein Stück Kindheit am Gaumen erleben lassen? Den größten Reiz strahlten auf mich die kleinen Riegel in der himmelblau-weißen Verpackung aus – sprich Bounty.
Die geteilte Faszination spült verborgene Erinnerungen an die Oberfläche, die darauf warten, zeitnah umgesetzt zu werden. Vor ca. 2 ½ Jahrzehnten durfte ich auf dem Agenturfest einer Freundin in Borken, den Kochlöffel schwingen. Ein extrem heißer Sommertag, mit gefühlten 50 Grad in der Küche im Spitzboden. Eine Situation, in der der engagierte Cocktailmixer zum besten Freund mutiert. „Bitte einen alkoholfreien Cocktail mit viel Eis“ – so mein Wunsch. Er servierte mir Pina Colada in einem blumenvasenähnlichen Gefäß. Es waren nicht wenige, dieser alkoholfreien Durstlöscher, die ich in dieser Nacht konsumierte.
Als ich am nächsten Tag dem Event-Cooking-strapazierten Körper in der Saunalandschaft des Bahia Erholung gönnte, hatte ich das Gefühl, zur Kokosnuss mutiert zu sein – geruchstechnisch.
Wie so oft an diesem für mich inspirierenden Ort rückte ich mein Skizzenheft zurecht, um auf Papier fließen zu lassen, welch cooles Gericht den Geschmack und Geruch von Pina Colada einfangen könnte. Was passt zu Ananas, Kokos und weißem Rum? Ganz klar: Vollmilchschokolade – klappt ja auch beim Bounty (abgesehen vom Rum 😉 … wobei, das wäre auch einen Versuch wert – funktioniert ja auch bei Ritter-Sport ;-).
Bei der Suche nach dem passenden Stück Fleisch, blieb ich bei Entenbrust hängen. Und als Gegenspieler zu der süßen Ananas, könnte roter Chili dienen. Das war die Geburtsstunde meiner legendären Bounty-Ente – ein Gericht, das sowohl meine Schwester, als auch meine Frau Kirsten lieben –, was alsbald ein Revival verdient hat. Natürlich serviert mit duftendem Jasmin-Reis.
Wie inspirierend es für alle sein kann, etwas tiefer zu fragen, als „normal“ üblich ;-). Zudem empfand ich es als angebracht, Yvonnes geheimen Facetten ein Gericht entgegenzusetzen, mit einem ähnlichen Secret-Factor ;-). Übrigenfalls … wie Kirsten zu sagen pflegt: Damals wie heute gibt es kein gleich gelagertes Rezept für die „Bounty-Ente“ – weder in der realen, noch in der künstlichen Welt ;-).
Epilog
Nach diesem kulinarischen Exkurs neigt sich unser Gespräch dem Ende zu. Die Praxis füllt sich langsam wieder, das leise Summen des Alltags kehrt zurück.
Als wir uns verabschieden, blicke ich noch einmal auf den Slogan an der Wand: „Gemeinsam – für Ihr schönstes Lächeln“. Es scheint mehr als nur ein Spruch – eher das Versprechen, das hier jeden Tag eingelöst wird.
Unser Fazit während der Rückfahrt: Yvonne wirkt auf Kirsten und mich wie eine Frau, die genau weiß, wo sie steht. Sie hat einen Raum geschaffen, in dem Hochleistungsmedizin und tiefe menschliche Empathie keine Gegensätze sind. Sie beweist, dass eine Zahnarztpraxis ein Ort des Vertrauens, des Teamgeists sein kann, an dem man sich entspannt im Behandlungsstuhl zurücklehnen kann.
The private site of Yvonne Funke
empathisch | bodenständig | abenteuerlustig.
Zwischen Praxis, Dressursport und Dachzelt-Romantik
Balance, Teamgeist und die Liebe zur Einfachheit.
- Sie wusste schon in der Grundschule: „Ich werde Zahnärztin.“ Ein Entschluss, der nie ins Wanken geriet.
- Ihre innere Ruhe ist legendär und vermutlich genetisch vererbt – „Nerven wie Drahtseile“, ganz die Mutter.
- Wenn der Stresspegel steigt, braucht es keine Wunder: Eine Tasse Kaffee und ein „Bounty“ retten jeden Tag.
- Nach der Praxis tauscht sie den weißen Kittel gegen Reitstiefel: 5 × pro Woche Dressursport mit ihren Pferden D.J., Tico und Bossi. Beim höhergelegten Suzuki Jimny ist sie ein heimliches „Flughörnchen“: Sie ist eine leidenschaftliche Offroad-Fahrerin.
- Spontane Auszeiten liebt sie bevorzugt am Strand von Kijkduin oder Egmond – Dachzelt aufklappen, Flip-Flops an, das Meer genießen.
- Wahre Entspannung am Wochenende: Flammlachs oder Rinderfilet vom Ofyr-Grill, gepaart mit einem guten Primitivo oder Weißburgunder.
- Das Prinzip „Wir-Gefühl“ lebt sie privat wie beruflich: Zusammen mit ihrem Partner Michael, ihrer Schwester und ihrem Schwager teilt sie sich nun einen Wohnwagen in Renesse.
- Sie hat ein Faible für Ästhetik und starke Frauen: Die Praxis wurde gemeinsam mit ihrer Schwester designt, eine Hommage an Frida Kahlo ziert die Wände.
- Lebensmotto im Umgang mit Menschen: Vertrauen steht auf der Skala immer bei einer glatten 10.
Herzogstraße 24-26, 46399 Bocholt // Telefon: (+49) 2871 / 30 60 50 // Telefax: (+49) 2871 / 30 60 53
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